Zagreb: Das Museum der zerbrochenen Beziehungen

Kroatien, das ist Sonne, Strand und mehr. Aber das ist nicht alles, ein Abstecher in die Hauptstadt Zagreb beispielweise lohnt sich. Zum Beispiel für den Besuch eines der weithin wohl außergewöhnlichsten Museen überhaupt – das Museum der zerbrochenen Beziehungen.

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Das Museum der zerbrochenen Beziehungen zeigt eindrucksvoll, dass Liebe auch mal vorbeigeht.

Dabei könnte die Entstehungsgeschichte des Museums selbst ein Exponat sein – gegründet wurde es von Olinka Visticy und Drazen Grubisic – nach ihrer Trennung. Die beiden organisierten die Schau zunächst als Wanderausstellung, die dann auch weltweit unterwegs war, um sie schließlich in Zagreb anzusiedeln, der Hauptstadt ihres Heimatlandes Kroatien. Das war im Jahre 2011, und schnell wurde die Idee zum Erfolg. Der wurde in Form der Auszeichnung als „Europäisches Museum des Jahres“ ganz offiziell anerkannt.

Streng genommen geht es in dem Museum nicht um die Ausstellungsstücke selbst; die Palette reicht vom mit Trennungstränen gefüllten Flakon bis zu Lust-Handschellen. Sondern es geht um die Geschichten, die dahinter stecken. Etwas Zeit zum Lesen dieser Texte sollte man schon mitbringen, und wer mit den englischen und kroatischen Texten nicht zurecht kommt, der kann sich ein Heft mit deutschen Übersetzungen geben lassen.

Dabei muss man sich auf die unterschiedlichsten Stimmungslagen einstellen, es gibt lustige Geschichten und traurige Geschichten, Abgründe tun sich auf, andere sind positiv bewegend. Viele Besucher berührt besonders die Geschichte eines Briefes aus dem Balkankrieg – es geht um die Liebe eine jungen Paares, doch der Freund des Mädchens ist nie nach Hause zurückgekehrt.

Den Besuch des Museums kann man gut mit einem Rundgang durch die Altstadt verbinden, es liegt in der Nähe der Seilbahn in der Oberstadt, ist aber auch ausgeschildert. Umgerechnet rund fünf Euro kostet der Eintritt, und da es von vielen Touristen besucht wird, ist es kein schlechter Tipp, bereits am Vormittag zu kommen.

 

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