Verschärfte Einreisebedingungen in die USA

Die USA gelten seit jeher nicht nur als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten, sondern auch als das Land der unbegrenzten Urlaubsdestinationen. New York, Los Angeles, Miami oder Las Vegas, seit Jahren sind die Preise für Direktflüge in die Vereinigten Staaten preiswerter geworden. Auch deutsche Urlauber fliegen gerne über den großen Teich, denn die USA gehören hierzulande zu einem der beliebtesten Reiseziele und das trotz der bisweilen sehr strengen Einreise-Bedingungen. Was sollten deutsche Urlauber vor einer USA Reise bedenken?

Rechtzeitig vorbereiten

Reisepass

Für deutsche Staatsangehörige gilt: Der Reisepass muss mindestens bis zum Ausreisetag gültig sein.

Wer in die USA einreisen möchte, der sollte sich rechtzeitig auf diese Reise vorbereiten um etwaige Komplikationen bestmöglich zu vermeiden und für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Dabei sollte man unbedingt folgende Punkte bedenken:

  • Ist eine Einreise ohne Visum möglich oder muss ein Einreisevisum beantragt werden?
  • Sind die Reisepässe aktuell und erfüllen sie die amerikanischen Anforderungen an Ausweisdokumente?
  • Werden Tiere mitgenommen?

 

Im Zuge der Vorfälle vom 11. September 2001 wurden die Sicherheitsbestimmungen für Fluggäste seitens der USA noch einmal massiv verschärft. Folgende Gründe können ausschlaggebend dafür sein, dass einem die Einreise auch kurzfristig verweigert werden kann:

  • Wer vorbestraft ist, insbesondere aufgrund von Gewalt- oder Drogendelikten, muss damit rechnen, dass ihm die Einreise verweigert wird.
  • Menschen mit muslimischem Kulturhintergrund werden häufig ganz besonders geprüft.

Ein grundsätzliches Recht auf die Einreise in den USA besteht also nicht. Jeder unterliegt dem gleichen systematischen Auswahlverfahren, welches nicht selten als willkürlich bezeichnet wird. Egal wie auch immer im Vorfeld über die Einreise geurteilt wurde, letzten Endes hängt alles vom Eindruck des US Beamten an der Grenze / am Zielflughafen ab, ob man die Erlaubnis zur Einreise erhält oder nicht. Manch einer musste sich schon ungerechtfertigter Weise unverzüglich wieder in einen Flieger nach Deutschland setzen. Dennoch sollte man sich nicht verrückt machen, wenn es um etwaige Kontrollen geht. Sofern man sich gut und rechtzeitig vorbereitet, im Besitz aller erforderlichen Dokumente ist und sich nichts zu schulden hat kommen lassen, kann man durchaus mit einer positiven Einreiseerlaubnis rechnen. Dennoch muss man sich auf Kontrollen einstellen.

Der ESTA-Antrag

Wenn die Dauer des Aufenthalts 90 Tage nicht überschreitet, kann auf ein Visum verzichtet werden. Deutsche Staatsangehörige können in diesem Fall über das sogenannte Visa-Waiver-Programm (VWP) in die USA einreisen. Hierbei genügt es einen ESTA-Antrag zu beantragen, was unkompliziert auch online erfolgen kann. ESTA ist das elektronische System zur Anreisegenehmigung und gilt als eine vereinfachte Einreisegenehmigung. Folgender Link führt zu ausführlichen Informationen rund um den ESTA-Antrag.

Reisender mit Gepäck

Wer gut vorbereitet ist, erhöht seine Chancen auf die Einreise.

Das ESTA-Formular wurde inzwischen um ein weiteres Feld ergänzt, hier sollen Einreisende persönliche Angaben zu sozialen Netzwerken wie Facebook oder Youtube machen. Noch sind diese Angaben zwar optional, man kann jedoch davon ausgehen, dass entsprechende Abfragen zu sozialen Aktivitäten in Zukunft verpflichtend werden. Beachten sollte man weiterhin, dass ESTA nur die Voraussetzung für eine Einreise, nicht aber eine Einreiseerlaubnis darstellt. Die Einreise kann wie bereits erwähnt jederzeit ohne Angabe von einem genauen Grund verweigert werden.

 

Besonders strenge Kontrollen möglich

Mit besonders strengen Einreise-Bedingungen will die USA sich in erster Linie vor Terror bzw. Terroristen schützen. Somit steht zunächst einmal jeder Einreisende unter einer Art Generalverdacht. Eine bestimmte Kleiderordnung für Fluggäste, Formulare, Pass und Zollkontrollen – wer das Reiseziel USA wählt, muss sich auf einige Hürden einstellen. Schon vor dem Abflug kann es unter Umständen zu Befragungen kommen, wenn das Reiseziel in den Vereinigten Staaten liegt. Das Auswärtige Amt teilt auf seiner Internetseite mit:

„Für alle Flüge in die USA gelten verschärfte Sicherheitsmaßnahmen. Seit dem 26. Oktober 2017 kann es zu zusätzlichen Befragungen am Abflugort kommen. Reisende sollten bei Reiseantritt ausreichend Zeit (mind. 3 Stunden) einplanen, um die Kontrollen rechtzeitig vor dem Abflug passieren zu können. Außerdem wird empfohlen, sich rechtzeitig bei der Fluggesellschaft zu erkundigen, welche Gegenstände im Handgepäck mitgeführt werden dürfen.“

Weiterhin sollten sich Reisende mit Ziel USA darüber im Klaren sein, dass elektronische Datenträger, etwa Laptops oder Smartphones von den US-Grenzbeamten kontrolliert und durchsucht werden dürfen. Die Sicherheitsbehörde TSA weist zudem darauf hin, dass Gepäckstücke im Zweifel auch gewaltsam geöffnet werden können.

Dass Touristen die Einreise von US Behörden verweigert werden ist keine Seltenheit. Auskünfte darüber warum die Einreise verweigert wurde, werden generell nicht gegeben. Schon der leiseste Anfangsverdacht kann dazu führen, dass man die Reise unverzüglich abbrechen muss. Wer sich an die Anforderungen hält und alle gültigen Dokumente beisammen hat, hat jedoch gute Chancen auf eine reibungslose Einreise in die USA.

 

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