Neue Touristensteuer bald auch in Neuseeland

Es sind einfach zu viele Urlauber, finden die Neuseeländer. Denn es könnte gut sein, dass Neuseeland bald so viele Touristen haben wird, wie Einwohner. Und das könnte sich nach Meinung der Einheimischen negativ auf die Umwelt und die Infrastruktur auswirken. Darum möchte die Regierung rechtzeitig gegensteuern und wird ab Mitte 2019 eine Touristensteuer einführen.

Mount Cook in Neuseeland

Blick auf den majestätischen Mount Cook in Neuseeland.

Neuseeland, das kleine Paradies mit einer einmaligen Landschaft am anderen Ende der Welt, stellt für viele Urlauber ein Traumreiseziel dar. Und das hat Folgen: In den vergangenen drei Jahren hat der Tourismus um 30 Prozent zugelegt. Das ist zwar gut für die Wirtschaft, aber schlecht für die Natur und die Infrastruktur. Einheimische beschweren sich, dass einst menschenleere Wanderwege nun völlig überfüllt und zugemüllt sind. Darum findet es der Tourismusminister Kelvin Davis nur fair, dass die Touristen einen kleinen Beitrag in Form einer Touristensteuer zur Erhaltung der Natur beitragen sollen.

Die Urlauber werden also ab Mitte 2019 bei der Einreise nach Neuseeland eine Steuer in Höhe von 35 neuseeländischen Dollar (umgerechnet ca. 21 Euro) zahlen müssen. Die Regierung erhofft sich dadurch Einnahmen in Höhe von 57 bis 80 Millionen neuseeländischen Dollar (34 bis 48 Millionen Euro) im Jahr, die sogleich in die Infrastruktur und den Naturschutz investiert werden sollen.

Die meisten Urlauber kommen aus Australien auf die Insel(n). Für Australier soll die neue Steuer jedoch nicht gelten. Eine Vielzahl an Touristen kommt zudem aus China, den USA oder aus dem Vereinigten Königreich. Aus Deutschland reisen jährlich etwa 100.000 Touristen, weshalb diese die sechstgrößte Besuchergruppe bilden. Die Touristensteuer wird dann automatisch bei der Beantragung des Visums erhoben.

 

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