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Neuseeland

Der Mitre Peak erhebt sich über dem ruhigen Wasser des Milford Sound in Neuseeland, grüne Berge und Wasserfälle spiegeln sich, Morgennebel

Neuseeland begeistert mit den Fjorden von Milford Sound, Gletschern, Vulkanen, der Maori-Kultur und den Filmkulissen von „Herr der Ringe“. Gezahlt wird mit dem Neuseeland-Dollar. Für die Einreise ist eine NZeTA nötig, es herrscht Linksverkehr. Beste Reisezeit ist der Südsommer.

Landkarte Neuseeland
Landkarte Neuseeland

Neuseeland gehört zu den vielseitigsten Reisezielen der Südhalbkugel: Fjorde, Vulkane, Gletscher, Regenwälder und lange Küstenlinien liegen auf den beiden Hauptinseln oft nur wenige Autostunden auseinander. Dazu kommt die Kultur der Māori, die Neuseelands Identität bis heute prägt, sowie die Filmkulissen von „Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“, die viele Landschaften des Landes weltweit bekannt gemacht haben.

Reisende sollten sich früh um die Einreise kümmern, denn seit einigen Jahren ist die elektronische Einreisegenehmigung NZeTA samt Tourismusabgabe Pflicht. Auf den Straßen herrscht Linksverkehr wie in vielen ehemaligen britischen Kolonien. Gezahlt wird mit dem Neuseeland-Dollar, und wegen der Lage auf der Südhalbkugel fällt der neuseeländische Sommer – und damit die beste Reisezeit – in die europäischen Wintermonate.

Wellington und Auckland – Hauptstadt und größte Stadt

Offizielle Hauptstadt Neuseelands ist Wellington, bekannt für sein pulsierendes Kulturleben, gute Küche und das Te Papa Museum, das kostenlos zugänglich ist und einen guten Überblick über Natur und Geschichte des Landes gibt. Die mit Abstand größte Stadt und für viele Reisende der erste Anlaufpunkt ist jedoch Auckland im Norden der Nordinsel, wegen der zahlreichen Segelboote im Hafen auch „City of Sails“ genannt. Beide Städte liegen an markanten Naturhäfen und lassen sich gut zu Fuß erkunden, unterscheiden sich im Charakter aber deutlich: Wellington gilt als kompakter und kulturell dichter, Auckland als weitläufiger und internationaler. Für die meisten Rundreisen bietet sich einer der beiden Orte als Start- oder Endpunkt an.

Nord- und Südinsel – Regionen im Überblick

Neuseeland gliedert sich in zwei Hauptinseln mit sehr unterschiedlichem Charakter. Die Nordinsel ist geprägt von Vulkanen, geothermischen Feldern und einem milderen Klima, hier liegen auch die meisten größeren Städte. Die Südinsel gilt als landschaftlich besonders dramatisch, mit den Fjorden des Fiordland-Nationalparks, den Gletschern der Südalpen und dem Bergsteiger- und Abenteuerort Queenstown. Zwischen beiden Inseln verkehren Fähren über die Cookstraße. Wegen der Vielfalt lohnt es sich, für eine Rundreise mindestens zwei bis drei Wochen einzuplanen, um sowohl die vulkanische Nordinsel als auch die alpine Südinsel angemessen erleben zu können, statt nur eine der beiden Inseln oberflächlich abzufahren.

Rotorua – Geothermie und Māori-Kultur

Rotorua auf der Nordinsel ist das Zentrum der neuseeländischen Geothermie: Geysire, brodelnde Schlammtümpel und heiße Quellen prägen das Landschaftsbild, und der charakteristische Schwefelgeruch ist in der ganzen Stadt spürbar. Zugleich gilt Rotorua als eines der wichtigsten Zentren der Māori-Kultur des Landes. Bei traditionellen Hangi-Festen wird in Erdöfen gegartes Essen serviert, begleitet von Musik-, Tanz- und Gesangsdarbietungen, die Einblick in Geschichte und Bräuche der Māori geben. Zahlreiche geothermische Parks rund um die Stadt lassen sich individuell oder mit Führung besuchen. Rotorua eignet sich damit gut, um Naturphänomene und kulturelle Begegnungen an einem Ort zu verbinden.

Tongariro, Waitomo und Hobbiton

Weitere Höhepunkte der Nordinsel liegen in der Umgebung von Rotorua und Taupo. Der Tongariro-Nationalpark ist für seine aktiven Vulkane bekannt, allen voran den als „Alpine Crossing“ bezeichneten Tageswanderweg über vulkanisches Gelände mit smaragdgrünen Kraterseen, der zu den bekanntesten Wanderungen Neuseelands zählt. In den Waitomo-Höhlen lassen sich auf Bootstouren durch unterirdische Flüsse Tausende leuchtende Glühwürmchen an den Höhlendecken bestaunen. Nicht weit entfernt liegt Hobbiton, das originalgetreu erhaltene Filmset aus „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“, das inmitten grüner Hügel besichtigt werden kann. Alle drei Ziele liegen innerhalb weniger Autostunden voneinander entfernt und lassen sich gut kombinieren.

Milford Sound und der Fiordland-Nationalpark

Der Milford Sound im Fiordland-Nationalpark im Südwesten der Südinsel gilt als eines der landschaftlichen Wahrzeichen Neuseelands. Steile, oft von Wasserfällen durchzogene Felswände fallen hier direkt ins Meer ab, Regen ist wegen der Lage an der feuchten Westküste ausgesprochen häufig, verstärkt aber gerade die Zahl der Wasserfälle. Bootstouren führen durch den Fjord bis zur offenen Tasmansee und bieten dabei oft die Chance, Robben, Delfine oder Pinguine zu beobachten. Die Anfahrt über den Milford Highway zählt selbst schon zu den landschaftlich eindrucksvollsten Straßen des Landes. Wegen der abgelegenen Lage und begrenzter Kapazitäten empfiehlt sich eine frühzeitige Planung der Tour.

Queenstown – Abenteuersport am See

Queenstown am Lake Wakatipu gilt als selbsternannte Abenteuerhauptstadt Neuseelands. Hier wurde kommerzielles Bungee-Jumping bekannt, daneben werden Jetboot-Fahrten, Skydiving, Canyoning und im Winter Skifahren in den umliegenden Bergen angeboten. Die Stadt selbst liegt eingebettet zwischen See und den schroffen Gipfeln der „Remarkables“ und hat sich neben dem Sportangebot auch als Ausgangspunkt für Weinproben in der Region Central Otago etabliert. Wegen der zentralen Lage auf der Südinsel dient Queenstown vielen Reisenden zudem als Basis für Ausflüge zum Milford Sound oder in die umliegenden Bergwelten. Im Sommer wie im Winter ist entsprechend mit touristischem Betrieb zu rechnen.

Aoraki/Mount Cook und die Gletscherregion

Mit dem Aoraki/Mount Cook liegt Neuseelands höchster Berg im gleichnamigen Nationalpark im Zentrum der Südinsel, umgeben von zahlreichen weiteren Gipfeln über 3.000 Metern. Wanderwege führen zu Aussichtspunkten auf Gletscher und türkisfarbene Gletscherseen, bei klarer Sicht ist die Bergkulisse eindrucksvoll, häufig ist der Gipfel jedoch in Wolken gehüllt. An der Westküste liegen zudem die Gletscher Franz Josef und Fox, die durch Regenwald bis nahe an die Küste hinabreichen – eine in dieser Form weltweit seltene Kombination. Aufgrund des Klimawandels ziehen sich beide Gletscher zurück, geführte Wanderungen und Hubschrauberflüge sind aber weiterhin möglich und beliebt.

Abel-Tasman, Kaikoura und die Tierwelt Neuseelands

Im Norden der Südinsel liegt der Abel-Tasman-Nationalpark mit goldenen Sandstränden, türkisfarbenem Wasser und einem beliebten Küstenwanderweg, der sich auch mit dem Kajak erkunden lässt. An der Ostküste ist Kaikoura für Walbeobachtungstouren bekannt, da vor der Küste ganzjährig Pottwale sowie zeitweise Delfine und Robben anzutreffen sind. Neuseeland ist zudem für seine einzigartige, isoliert entwickelte Tierwelt bekannt: Der flugunfähige Kiwi als Nationalsymbol ist scheu und meist nur nachts oder in speziellen Schutzgebieten zu beobachten, an den Küsten leben zudem mehrere Pinguinarten. Wegen dieser sensiblen Ökosysteme gelten bei Wanderungen und Bootstouren strenge Verhaltensregeln zum Schutz der Tiere.

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Kultur, Māori und Küche

Die Kultur der Māori, der polynesischen Ureinwohner Neuseelands, ist im ganzen Land präsent, von zweisprachigen Ortsnamen über traditionelle Begrüßungszeremonien bis zu Kunsthandwerk und Tätowierungen. Viele Museen und kulturelle Zentren, allen voran in Rotorua und Wellington, vermitteln Geschichte und Traditionen der Māori auf respektvolle Weise. Kulinarisch ist Neuseeland stark von seiner Lage geprägt: Lamm, Fisch und Meeresfrüchte gehören zu den Grundlagen der Küche, ergänzt durch Einflüsse aus Großbritannien und zunehmend aus Asien und dem Pazifikraum. In der Weinregion Marlborough im Norden der Südinsel wird zudem international bekannter Sauvignon Blanc angebaut, der sich gut mit den Fischgerichten der Küstenorte kombinieren lässt.

Beste Reisezeit und Klima

Die beste Reisezeit für Neuseeland liegt im dortigen Sommer zwischen Dezember und Februar, wenn die Tage lang, die Temperaturen angenehm und die Wanderwege in den Bergen meist eisfrei sind. Wegen der Lage auf der Südhalbkugel liegt dieser Sommer in den europäischen Wintermonaten, was bei der Planung berücksichtigt werden sollte. Die Übergangsmonate März/April und Oktober/November sind ruhiger und oft ebenfalls gut geeignet, allerdings mit wechselhafterem Wetter. Insgesamt ist das Klima in Neuseeland launisch: An einem einzigen Tag können Sonne, Regen und Wind aufeinanderfolgen, besonders an der Westküste der Südinsel. Wetterfeste Kleidung im Schichtsystem ist deshalb zu jeder Jahreszeit empfehlenswert.

Einreise, NZeTA und Geld

Für die Einreise nach Neuseeland ist für deutsche Staatsangehörige vorab die elektronische Einreisegenehmigung NZeTA beim neuseeländischen Grenzschutz zu beantragen, zusammen mit einer Tourismus- und Umweltabgabe, dem International Visitor Levy. Beides sollte rechtzeitig vor der Abreise online erledigt werden, da eine spontane Einreise ohne diese Genehmigung nicht möglich ist. Gezahlt wird mit dem Neuseeland-Dollar, Kartenzahlung ist im Land verbreitet und meist problemlos möglich. Bei der Einreise gelten zudem strenge Biosicherheitsbestimmungen: Lebensmittel, Pflanzen sowie Wander- und Sportschuhe mit anhaftender Erde müssen deklariert und gegebenenfalls gereinigt werden, um die isolierte Natur des Landes vor eingeschleppten Krankheiten und Schädlingen zu schützen.

Fortbewegung und praktische Tipps

In Neuseeland herrscht wie in vielen ehemaligen britischen Kolonien Linksverkehr, was sich bei Mietwagen- oder Wohnmobilreisen zunächst ungewohnt anfühlen kann. Da der öffentliche Nahverkehr außerhalb der großen Städte eingeschränkt ist, sind Mietwagen und vor allem Camper die gängigste Art, das Land zu bereisen; zwischen Nord- und Südinsel verkehren zusätzlich Fähren über die Cookstraße. Wegen der langen Anreise aus Europa lohnt sich eine Reisedauer von mindestens zwei bis drei Wochen, um dem Land gerecht zu werden. Praktisch sind außerdem:

  • NZeTA und Tourismusabgabe vor der Buchung online beantragen
  • Ausreichend Zeitpuffer für Wetterumschwünge in den Bergen und an der Westküste einplanen
  • Biosicherheitsbestimmungen bei der Einreise ernst nehmen (Wanderschuhe reinigen, keine Lebensmittel mitführen)

Häufige Fragen


Was muss man über Neuseeland wissen?

Neuseeland besteht aus zwei sehr unterschiedlichen Hauptinseln mit Vulkanen, Fjorden und Gletschern auf engem Raum. Hauptstadt ist Wellington, größte Stadt Auckland, gezahlt wird mit dem Neuseeland-Dollar. Für die Einreise ist vorab die elektronische Genehmigung NZeTA nötig, im Straßenverkehr gilt Linksverkehr.


Was sind die schönsten Reiseziele in Neuseeland?

Zu den Höhepunkten zählen der Milford Sound im Fiordland-Nationalpark, die Geothermiegebiete rund um Rotorua, der Tongariro-Nationalpark, die Filmkulisse Hobbiton sowie Queenstown und Aoraki/Mount Cook auf der Südinsel. Auch der Abel-Tasman-Nationalpark und Kaikoura mit seinen Walbeobachtungen sind beliebt.


Wann ist die beste Reisezeit für Neuseeland?

Am besten geeignet ist der neuseeländische Sommer von Dezember bis Februar mit langen Tagen und meist stabilem Wetter. Da die Jahreszeiten auf der Südhalbkugel umgekehrt verlaufen, fällt dieser Zeitraum in den europäischen Winter. Die Übergangsmonate sind ruhiger, aber wechselhafter.


Braucht man für Neuseeland ein Visum?

Ein klassisches Visum ist für kurze touristische Aufenthalte nicht nötig, dafür aber vorab die elektronische Einreisegenehmigung NZeTA sowie die Zahlung einer Tourismus- und Umweltabgabe. Beides muss vor Reiseantritt online beantragt werden, eine spontane Einreise ohne Genehmigung ist nicht möglich.


Worauf muss man bei der Einreise nach Neuseeland achten?

Neben der NZeTA gelten strenge Biosicherheitsbestimmungen: Lebensmittel, Pflanzenreste und Wanderschuhe mit Erde müssen deklariert und teils gereinigt werden. Diese Regeln dienen dem Schutz der isolierten Natur und Tierwelt Neuseelands und werden bei der Einreisekontrolle konsequent kontrolliert.


Wo finde ich offizielle Reiseinformationen zu Neuseeland?

Aktuelle Informationen zu Einreise, NZeTA und Reiseplanung bietet das neuseeländische Fremdenverkehrsamt. Dort lassen sich auch weiterführende Fragen zur Region und zur individuellen Reiseroute klären.


Mehr Reiseziele der Region gibt es im Ozeanien-Überblick sowie im Nachbarland Australien. Aktuelle Einreisehinweise liefert das Fremdenverkehrsamt Neuseelands.

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