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Französisch-Polynesien

Bora Bora in Französisch-Polynesien mit dem Berg Otemanu, türkiser Lagune und Überwasserbungalows

Französisch-Polynesien ist der Inbegriff der Südsee: 118 Inseln im Pazifik mit Tahiti, den Traumlagunen von Bora Bora, Überwasserbungalows und schwarzen Tahiti-Perlen. Als französisches Überseegebiet gehört es zu Frankreich; gezahlt wird mit dem CFP-Franc. Beste Reisezeit ist die Trockenzeit von Mai bis Oktober.

Landkarte Französisch-Polynesien
Landkarte Französisch-Polynesien

Französisch-Polynesien ist für viele der Inbegriff des Paradieses: 118 Inseln und Atolle, verteilt über eine Meeresfläche so groß wie Europa, mitten im Südpazifik. Als französische Überseekörperschaft gehört das Gebiet zu Frankreich, doch es hat eine weitgehende Autonomie, eine eigene Sprache (Tahitianisch neben Französisch) und eine eigene Währung, den an den Euro gekoppelten CFP-Franc. Die Marke „The Islands of Tahiti“ steht weltweit für türkise Lagunen und Südsee-Romantik.

Bekannt sind vor allem die Überwasserbungalows von Bora Bora, doch Französisch-Polynesien ist weit mehr: fünf sehr unterschiedliche Archipele, von den grünen Vulkaninseln der Gesellschaftsinseln über die Tauch-Atolle der Tuamotus bis zu den wilden, kunstvollen Marquesas. Die polynesische Kultur mit ihrem Tanz, ihren Tätowierungen und ihrer Gastfreundschaft ist dabei mindestens so eindrucksvoll wie die Natur.

Die Gesellschaftsinseln

Das Herz des Tourismus bilden die Gesellschaftsinseln (Îles de la Société). Zu ihnen gehören die Hauptinsel Tahiti, die nahe, herzförmige Moorea mit ihren dramatischen Bergzacken, das legendäre Bora Bora sowie die „heiligen Inseln“ Raiatea und Taha’a und das ursprüngliche Huahine. Sie liegen nah beieinander und lassen sich per Inlandsflug oder Fähre gut kombinieren.

Jede Insel hat ihren Charakter: Moorea ist ideal für Wanderungen und Ausflüge, Huahine gilt als authentisch und ruhig, Taha’a duftet nach Vanille, und Raiatea beherbergt den bedeutenden Marae-Tempel Taputapuatea (UNESCO-Welterbe), das spirituelle Zentrum Polynesiens. Wer eine klassische Südsee-Rundreise plant, verbindet meist zwei bis drei dieser Inseln.

Bora Bora – die Traumlagune

Bora Bora ist die berühmteste Insel der Südsee. Um den zerklüfteten, erloschenen Vulkan Mont Otemanu legt sich eine Lagune in unzähligen Blautönen, geschützt von einem Kranz aus Korallenriffen und flachen Motu-Inselchen. Auf diesen Motus stehen die weltbekannten Überwasserbungalows, deren Anblick zum Sinnbild für Luxusurlaub und Flitterwochen geworden ist.

Die Lagune lädt zum Schnorcheln mit Rochen und Riffhaien, zu Bootstouren und Sonnenuntergangsfahrten ein. Ehrlich gesagt ist Bora Bora ein teures Pflaster – wer das Budget schonen will, findet auf Moorea, Huahine oder den Tuamotus ähnlich traumhafte Lagunen zu moderateren Preisen. Doch der Zauber von Bora Bora, besonders im Abendlicht über dem Otemanu, bleibt einzigartig.

Die Tuamotu-Atolle

Die Tuamotus sind ein weit verstreutes Band aus 77 flachen Korallenatollen – Ringe aus Riff und Palmeninseln um türkise Lagunen, oft nur wenige Meter über dem Meer. Sie sind ein Traumziel für Taucher: Das Atoll Rangiroa ist eines der größten der Welt, und die Pässe von Fakarava (UNESCO-Biosphärenreservat) sind berühmt für ihre „Haiwände“ aus hunderten Grauen Riffhaien.

In den Tuamotus werden zudem die berühmten schwarzen Tahiti-Perlen gezüchtet, deren schimmernde Farben von den Perlfarmen erklärt und verkauft werden. Der Rhythmus auf den Atollen ist langsam, die Infrastruktur einfach – gerade das macht ihren Reiz aus. Wer Tauchen, Schnorcheln und Abgeschiedenheit sucht, ist hier goldrichtig.

Die Marquesas & entlegene Inseln

Ganz anders präsentieren sich die abgelegenen Marquesas im Norden: schroffe, grüne Vulkaninseln ohne schützende Lagunen, mit dramatischen Klippen, tiefen Tälern und einer starken eigenen Kultur. Auf Hiva Oa liegen die Gräber des Malers Paul Gauguin und des Sängers Jacques Brel, die hier ihre letzten Jahre verbrachten; Nuku Hiva beeindruckt mit Wasserfällen und alten Kultstätten (Tikis).

Dazu kommen die kühleren Austral-Inseln, wo von Juli bis Oktober Buckelwale vorbeiziehen, und die entlegenen Gambier-Inseln. Diese Archipele sind schwerer erreichbar und weit weniger touristisch – ein Ziel für Reisende, die das ursprüngliche Polynesien jenseits der Postkartenlagunen suchen.

Kultur & Traditionen

Die polynesische Kultur ist lebendig und tief verwurzelt. Von hier stammt das Wort „Tattoo“ (tatau); die kunstvollen Körpertätowierungen erleben eine Renaissance. Der sinnliche Tanz ʻŌteʻa, getragen von Trommeln, und der Gesang gehören zu jedem Fest. Höhepunkt ist das große Kulturfestival Heiva im Juli, bei dem Tanz-, Gesangs- und Sportwettbewerbe die Inseln beleben.

Zeugnisse der vorchristlichen Religion sind die steinernen Tempelplattformen (Marae), allen voran Taputapuatea auf Raiatea. Die polynesische Gastfreundschaft und das Konzept des „mana“ (spirituelle Kraft) prägen den Umgang. Wer sich darauf einlässt, erlebt eine Kultur, die weit über Strand und Lagune hinausreicht.

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Kulinarik & Perlen

Das Nationalgericht ist Poisson cru (ʻia ota): roher Thunfisch, mariniert in Limette und Kokosmilch – frisch, leicht und überall zu finden. Fisch, tropische Früchte, Vanille von Taha’a und das im Erdofen gegarte „Ma’a Tahiti“ prägen die Küche. In Papeete sind abends die Roulottes, mobile Imbisswagen, ein günstiger und geselliger Ort zum Essen.

Ein typisches Souvenir sind die schwarzen Tahiti-Perlen, die in den Lagunen der Tuamotus und rund um Taha’a gezüchtet werden. Beim Kauf lohnt der Besuch einer Perlfarm oder eines seriösen Händlers, der Qualität, Glanz und Herkunft erklärt. Vanille, Monoï-Öl (mit Tiaré-Blüten) und geflochtene Kunsthandwerke sind weitere beliebte Mitbringsel.

Beste Reisezeit

Auf der Südhalbkugel gelegen, hat Französisch-Polynesien seine beste Reisezeit im Südwinter von Mai bis Oktober: trockener, weniger schwül und angenehm warm (um 27 Grad) – ideal für Strand, Lagune und Wandern. In dieser Zeit ist auch die Sicht beim Tauchen am besten.

Von November bis April ist es heißer und feuchter, mit häufigeren Schauern und gelegentlich tropischen Wirbelstürmen. Wassertemperaturen bleiben ganzjährig warm. Wer Buckelwale sehen möchte, reist zwischen Juli und Oktober, wenn die Tiere in den Gewässern rund um Moorea, Rurutu und die Austral-Inseln vorbeiziehen.

Anreise & Praktisches

Französisch-Polynesien ist ein Fernziel: Der internationale Flughafen Faaʻa bei Papeete auf Tahiti wird ab Paris (oft via Los Angeles oder San Francisco) sowie über Auckland und weitere Pazifik-Drehkreuze angeflogen. Die Anreise ab Deutschland dauert lange und erfordert mindestens einen Umstieg. Zwischen den Archipelen verkehren Inlandsflüge; innerhalb der Gesellschaftsinseln fahren auch Fähren.

Als französisches Gebiet benötigen EU-Bürger für einen Touristenaufenthalt kein Visum; der Reisepass reicht. Gezahlt wird jedoch nicht mit dem Euro, sondern mit dem CFP-Franc, der zu einem festen Kurs an den Euro gekoppelt ist. Ehrlich gesagt ist Polynesien ein teures Reiseziel – wer flexibel plant, kombiniert eine teure Lagune wie Bora Bora mit günstigeren Inseln und Pensionen („pensions de famille“).

Häufige Fragen


Wann ist die beste Reisezeit für Französisch-Polynesien?

Ideal ist der Südwinter von Mai bis Oktober: trockener, weniger schwül und angenehm warm – perfekt für Lagune, Strand und Tauchen. Von November bis April ist es heißer und feuchter mit möglichen Wirbelstürmen. Buckelwale sieht man zwischen Juli und Oktober.


Braucht man als Deutscher ein Visum für Tahiti?

Nein. Als französisches Überseegebiet benötigen EU-Bürger für einen Touristenaufenthalt kein Visum; der Reisepass genügt. Gezahlt wird allerdings nicht mit dem Euro, sondern mit dem CFP-Franc, der fest an den Euro gekoppelt ist.


Muss man unbedingt nach Bora Bora?

Bora Bora ist die berühmteste Lagune mit den ikonischen Überwasserbungalows, aber auch die teuerste Insel. Ähnlich traumhafte Lagunen bieten Moorea, Huahine oder die Tuamotu-Atolle zu moderateren Preisen. Viele Reisende kombinieren mehrere Inseln unterschiedlicher Preisklassen.


Welche Inseln eignen sich zum Tauchen?

Besonders die Tuamotu-Atolle: Rangiroa ist eines der größten Atolle der Welt, und die Pässe von Fakarava (UNESCO-Biosphärenreservat) sind für ihre „Haiwände“ aus hunderten Riffhaien berühmt. Aber auch rund um die Gesellschaftsinseln lässt sich hervorragend schnorcheln und tauchen.


Wie kommt man nach Französisch-Polynesien?

Über den internationalen Flughafen Faaʻa bei Papeete auf Tahiti, angeflogen ab Paris (oft via Los Angeles) sowie über Auckland und andere Pazifik-Drehkreuze. Ab Deutschland dauert die Anreise lange und erfordert Umstiege. Zwischen den Inseln verkehren Inlandsflüge und Fähren.


Wo finde ich offizielle Reiseinformationen zu Französisch-Polynesien?

Offizielle Auskünfte bündelt Tahiti Tourisme über das Portal tahititourisme.com. Die Kontaktdaten finden Sie unten auf dieser Seite. Einen Überblick über das Mutterland bietet die Frankreich-Übersicht.


Weiter zur Reiseplanung: die Übersicht Frankreich, das pazifische Nachbargebiet Neukaledonien sowie weitere französische Übersee-Ziele und die Übersicht Europa.

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