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Seychellen

Die berühmten Granitfelsen und Palmen am Strand Anse Source d'Argent auf der Insel La Digue, Seychellen, mit türkisem Flachwasser und weißem Sand

Die Seychellen locken mit den Granitfelsen und Puderstränden von La Digue, Praslin und Mahé, Riesenschildkröten und traumhaften Tauchrevieren. Gezahlt wird mit der Seychellen-Rupie. Die Einreise ist visumfrei (mit Online-Reisegenehmigung). Beste Reisezeit sind die Übergangsmonate April/Mai und Oktober/November.

Landkarte Seychellen
Landkarte Seychellen

Die Seychellen bestehen aus rund 115 Inseln im Indischen Ozean und zählen zu den exklusivsten Fernreisezielen der Welt. Bekannt sind sie vor allem für die einzigartige Kombination aus rosafarbenen Granitfelsen und puderweißen Stränden, wie sie sich besonders eindrucksvoll auf La Digue zeigt. Die drei Hauptinseln Mahé, Praslin und La Digue bilden das touristische Zentrum, während zahlreiche kleinere, teils unbewohnte Inseln als Naturschutzgebiete dienen. Hauptstadt ist Victoria auf Mahé, eine der kleinsten Hauptstädte der Welt.

Die Seychellen gelten als Vorreiter im Naturschutz im Indischen Ozean: Ein großer Teil der Landfläche steht unter Schutz, und Arten wie die Aldabra-Riesenschildkröte haben hier eines ihrer letzten natürlichen Rückzugsgebiete. Gezahlt wird mit der Seychellen-Rupie, die Einreise ist visumfrei, erfordert aber eine vorab auszufüllende Online-Reisegenehmigung. Als beste Reisezeit gelten die Übergangsmonate April/Mai und Oktober/November, in denen der Wind am schwächsten weht und die Sicht unter Wasser am klarsten ist.

Mahé – die Hauptinsel

Mahé ist mit Abstand die größte und bevölkerungsreichste Insel der Seychellen und beherbergt sowohl die Hauptstadt Victoria als auch den internationalen Flughafen. Die Insel ist von dichtem, bergigem Regenwald geprägt, dessen höchste Erhebungen im Morne-Seychellois-Nationalpark liegen und auf gut ausgebauten Wanderwegen erschlossen sind. An der Nordwestküste liegt mit Beau Vallon einer der belebtesten Strände der Seychellen mit Restaurants, Wassersportanbietern und Sonnenuntergangsbars, während die Anse Intendance im Süden mit kräftigerer Brandung und ursprünglicherer Atmosphäre punktet. Im Hochland lässt sich zudem eine der wenigen Teeplantagen der Insel besichtigen, die Einblicke in Anbau und Verarbeitung gibt und mit einer Verkostung endet.

Victoria – eine der kleinsten Hauptstädte der Welt

Mit nur rund 26.000 Einwohnern zählt Victoria zu den kleinsten Hauptstädten der Welt, lässt sich aber in wenigen Stunden zu Fuß erkunden. Wahrzeichen ist ein kleiner Uhrturm im Zentrum, eine Nachbildung des „Little Big Ben“ in London. Auf dem lebhaften Sir-Selwyn-Selwyn-Clarke-Markt werden frischer Fisch, tropische Früchte und Gewürze verkauft, während der farbenfrohe Hindu-Tempel Arul Mihu Navasakthi Vinayagar Einblick in die religiöse Vielfalt der Inselgruppe gibt. Für einen kurzen Zwischenstopp vor oder nach der Weiterreise auf die anderen Inseln bietet Victoria damit einen kompakten Einblick in Geschichte und Alltagsleben der Seychellen.

Praslin und das Vallée de Mai

Praslin ist die zweitgrößte Insel der Seychellen und vor allem für das Vallée de Mai bekannt, einen UNESCO-Weltnaturerbe-Urwald, in dem die endemische Coco de Mer wächst – eine Palme mit den größten Samen der Pflanzenwelt. Spazierwege führen durch den ursprünglichen Wald, in dem auch seltene Vogelarten wie der Schwarze Papagei leben. An den Küsten der Insel liegen mit der Anse Lazio und der Anse Georgette zwei der meistfotografierten Strände der Seychellen, gesäumt von Granitfelsen und türkisem Wasser. Praslin ist per Fähre oder Kleinflugzeug von Mahé aus in kurzer Zeit erreichbar und eignet sich gut als Ausgangspunkt für Ausflüge nach La Digue.

La Digue – Granitfelsen und Ochsenkarren

La Digue gilt als die romantischste der drei Hauptinseln und ist vor allem für die Anse Source d’Argent berühmt, einen Strand, an dem sich riesige, von Wasser und Wind geformte Granitfelsen bis ins türkise Wasser ziehen. Autos spielen auf der kleinen Insel kaum eine Rolle; stattdessen sind Fahrräder und traditionelle Ochsenkarren die gängigen Fortbewegungsmittel, was dem Ort ein besonders entschleunigtes Flair verleiht. Wer es abgeschiedener mag, wandert zur Anse Coco im Südosten, die nur zu Fuß erreichbar und entsprechend ruhiger ist. Die Insel eignet sich hervorragend für ein bis zwei Tage auf dem Fahrrad, um verschiedene Strände zu erkunden.

Riesenschildkröten und Vogelinseln

Die Seychellen sind eines der letzten Rückzugsgebiete der Aldabra-Riesenschildkröte, die auf dem abgelegenen Atoll Aldabra in großer Zahl frei lebt, aber auch auf der leichter erreichbaren Insel Curieuse in einem Schutzgebiet beobachtet werden kann. Mehrere kleinere Inseln sind zudem als Vogelschutzgebiete ausgewiesen: Auf Cousin Island brüten Hunderttausende Seevögel weitgehend ungestört, und die passend benannte Bird Island ist bekannt für ihre großen Kolonien von Rußseeschwalben. Tagesausflüge zu diesen Inseln werden von Mahé und Praslin aus angeboten und verbinden Naturbeobachtung mit kurzen geführten Wanderungen, oft ergänzt um Schnorchelstopps an vorgelagerten Riffen.

Tauchen, Schnorcheln und Wassersport

Die Riffe rund um die Granitinseln bieten gute Bedingungen zum Tauchen und Schnorcheln, mit bunten Korallengärten, Schildkröten und einer großen Vielfalt an tropischen Fischarten. Zahlreiche Tauchbasen auf Mahé, Praslin und La Digue bieten Kurse für Einsteiger ebenso an wie anspruchsvollere Törns zu weiter entfernten Riffen. Saisonal, meist zwischen September und November, ziehen vor einigen Inseln sogar Walhaie vorbei, was die Seychellen zu einem attraktiven Ziel für Schnorchelausflüge macht. Wer es weniger sportlich mag, erkundet die Unterwasserwelt bei einer Bootstour mit Glasboden oder genießt einfach die klare Sicht direkt vom Strand aus.

Inselhüpfen zwischen den Inseln

Da die Seychellen aus einer Vielzahl von Inseln bestehen, gehört das Inselhüpfen für die meisten Besucher zum festen Bestandteil der Reise. Zwischen Mahé und Praslin verkehren mehrmals täglich schnelle Fähren sowie kurze Inlandsflüge, während die Verbindung nach La Digue meist per Boot ab Praslin erfolgt. Für die Weiterreise zu abgelegeneren Inseln wie Curieuse, Cousin oder Bird Island werden organisierte Tagesausflüge angeboten, da diese meist nicht regelmäßig angefahren werden. Eine Reise, die zwei oder drei der Hauptinseln kombiniert, zeigt die Vielfalt der Seychellen deutlich besser als ein Aufenthalt nur auf Mahé.

Kreolische Küche und Kultur

Die Kultur der Seychellen ist von afrikanischen, französischen, indischen und britischen Einflüssen geprägt, die sich in Sprache, Musik und vor allem in der Küche widerspiegeln. Amtssprachen sind Kreolisch, Englisch und Französisch, wobei im Alltag meist Seychellenkreol gesprochen wird. Die kreolische Küche setzt stark auf frischen Fisch und Meeresfrüchte, oft serviert mit Currys, Reis und tropischen Chutneys. Gewürze wie Zimt, Vanille und Muskat, die früher wichtige Exportgüter waren, prägen bis heute viele Gerichte. Kleine Familienrestaurants abseits der Hotels bieten häufig die authentischste und zugleich preiswerteste Gelegenheit, die lokale Küche kennenzulernen.

Naturschutz und Nachhaltigkeit

Die Seychellen verfolgen eine der ambitioniertesten Naturschutzpolitiken im Indischen Ozean: Ein erheblicher Teil der Land- und Meeresfläche steht unter Schutz, und mehrere Inseln wurden komplett von eingeschleppten Arten befreit, um bedrohten Vögeln und Reptilien wieder eine Heimat zu geben. Dieser Ansatz hat direkten Einfluss auf den Tourismus: Besucherzahlen auf sensiblen Inseln wie Cousin oder Aldabra sind begrenzt, und viele Ausflüge werden ausschließlich mit lizenzierten Guides durchgeführt. Für Reisende bedeutet das, Ausflüge zu Naturschutzinseln möglichst frühzeitig zu buchen und sich auf Verhaltensregeln wie festgelegte Wege oder Fotografierverbote einzustellen.

Beste Reisezeit und Klima

Auf den Seychellen ist es ganzjährig warm, sodass grundsätzlich jede Jahreszeit für eine Reise infrage kommt. Die ruhigsten Bedingungen mit wenig Wind und guter Sicht unter Wasser bieten jedoch die Übergangsmonate April/Mai und Oktober/November. Von Mai bis September sorgt der Südost-Monsun für stärkeren Wind und etwas raueres Meer, was vor allem für Bootsausflüge und Schnorcheltouren spürbar ist. Von Dezember bis März bringt der Nordwest-Monsun wärmere, aber auch feuchtere und regenreichere Bedingungen mit gelegentlichen kräftigen Schauern. Wer explizit ruhiges Wetter für Wassersport sucht, plant seine Reise am besten in die genannten Übergangsmonate.

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Einreise, Visum und Geld

Für deutsche, österreichische und Schweizer Staatsangehörige ist für die Einreise auf die Seychellen kein klassisches Visum erforderlich, allerdings muss vorab eine kostenlose Online-Reisegenehmigung (Travel Authorisation) beantragt werden, deren Bestätigung bei der Einreise vorzuzeigen ist. Ein Reisepass, der über die geplante Aufenthaltsdauer hinaus gültig ist, wird zusätzlich benötigt. Bezahlt wird mit der Seychellen-Rupie, wobei Euro und US-Dollar in vielen Hotels ebenfalls akzeptiert werden. Die Seychellen zählen zu den teureren Reisezielen weltweit, insbesondere in den Luxusresorts; auf den Hauptinseln gibt es jedoch auch einfachere Gästehäuser und Apartments zu moderateren Preisen.

Anreise, Fortbewegung und praktische Tipps

Internationale Flüge landen auf dem Flughafen von Mahé nahe Victoria, meist mit einem Zwischenstopp in Europa oder dem Nahen Osten. Für die Fortbewegung auf Mahé und Praslin empfiehlt sich ein Mietwagen oder Taxi, während auf La Digue Fahrräder und Ochsenkarren die gängigsten Fortbewegungsmittel sind. Zwischen den Inseln verkehren regelmäßige Fähren und kurze Inlandsflüge, die frühzeitig gebucht werden sollten, da die Kapazitäten begrenzt sind. Sonnenschutz, robustes Schuhwerk für die Granitfelsen und ausreichend Bargeld für kleinere Orte und Fähren gehören zur praktischen Reiseausrüstung. Wer flexibel bleiben möchte, plant für den Wechsel zwischen den Inseln stets einen zeitlichen Puffer ein.

Häufige Fragen


Was muss man über die Seychellen wissen?

Die Seychellen bestehen aus rund 115 Inseln im Indischen Ozean, von denen Mahé, Praslin und La Digue am wichtigsten für Reisende sind. Bekannt sind sie für Granitfelsstrände, ambitionierten Naturschutz und eine kreolisch geprägte Kultur. Gezahlt wird mit der Seychellen-Rupie, das Preisniveau zählt zu den höchsten weltweit.

Was sind die schönsten Reiseziele auf den Seychellen?

Zu den Höhepunkten zählen die Anse Source d’Argent auf La Digue, das Vallée de Mai mit der Coco de Mer auf Praslin sowie die Strände Anse Lazio und Beau Vallon. Auch Ausflüge zu den Riesenschildkröten auf Curieuse und den Vogelinseln Cousin oder Bird Island lohnen sich.

Wann ist die beste Reisezeit für die Seychellen?

Am ruhigsten mit wenig Wind und klarer Sicht sind die Übergangsmonate April/Mai und Oktober/November. Von Mai bis September weht ein stärkerer Südost-Monsun, von Dezember bis März bringt der Nordwest-Monsun wärmere, aber feuchtere Bedingungen. Da es ganzjährig warm ist, lässt sich aber grundsätzlich jederzeit reisen.

Braucht man für die Seychellen ein Visum?

Ein klassisches Visum ist nicht nötig, es muss jedoch vorab eine kostenlose Online-Reisegenehmigung beantragt werden, deren Bestätigung bei der Einreise vorgezeigt wird. Zusätzlich ist ein ausreichend lange gültiger Reisepass erforderlich. Die Bestimmungen sollten vor Abreise stets aktuell geprüft werden.

Wie teuer sind die Seychellen als Reiseziel?

Die Seychellen zählen zu den teureren Fernreisezielen, vor allem in den bekannten Luxusresorts. Auf den Hauptinseln gibt es aber auch einfachere Gästehäuser und Apartments zu deutlich moderateren Preisen, sodass sich ein Aufenthalt mit etwas Planung auch abseits der Luxushotellerie umsetzen lässt.

Wo finde ich offizielle Reiseinformationen zu den Seychellen?

Offizielle Informationen zu Einreise, Sehenswürdigkeiten und Ansprechpartnern vor Ort bietet das Fremdenverkehrsamt der Seychellen auf tourismus.de.


Weiterführende Informationen bietet das Fremdenverkehrsamt der Seychellen. Einen Überblick über weitere Ziele des Kontinents liefert der Afrika-Reiseführer, und auch die Nachbarinsel Mauritius sowie Kenia auf dem afrikanischen Festland sind einen Blick wert.

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