Indonesien: Nach Erdbeben und Tsunami jetzt auch noch Vulkanausbruch

Sulawesi, die viertgrößte indonesische Insel wird seit einer Woche von einer Naturkatastrophe nach der anderen heimgesucht. Inzwischen wird von 1.558 Todesopfern ausgegangen. Wir fassen die Ereignisse nachfolgend einmal zusammen:

Vulkan Indonesien

Mount Bromo in Indonesien.

Am 28. September hatten zwei schwere Erdbeben kurz hintereinander die Insel Sulawesi erschüttert. Dabei hatte das erste Beben nach amtlichen Angaben eine Stärke von 5,9. Daraufhin folgte ein noch heftigeres Beben, das nach Messungen verschiedener Institute eine Stärke zwischen 7,4 und 7,7 hatte. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte ESGS lag das Zentrum in ungefähr 10 Kilometern Tiefe, etwa 80 Kilometer nördlich der Stadt Palu. Die Erdbeben richteten schwere Verwüstungen an, wobei die gesamte Infrastruktur zusammengebrochen ist.

Die indonesischen Behörden warnten daraufhin vor einem Tsunami, hoben diese Warnung jedoch wieder auf. Ein großer Fehler, denn nur zwanzig Minuten nach dem zweiten Erdbeben wurde die Stadt Palu durch einen Tsunami getroffen. Die Welle soll bis zu drei Meter hoch gewesen sein und schwere Überschwemmungen verursacht haben. Auch nach dem Tsunami erschütterten teilweise heftige Nachbeben die Insel. Die Regierung rief den Notstand aus. Die Nachbeben dauern indes weiter an.

Am Mittwoch, den 3. Oktober ist dann auch noch der knapp 1.800 Meter hohe Vulkan Soputan im Nordosten der Insel Sulawesi ausgebrochen. Er schleuderte dabei die Asche bis zu vier Kilometer in die Höhe. Nach ersten Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde gab es keine größeren Schäden. Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring. Das ist die geologisch aktivste Zone der Erde. Daher kommt es immer wieder zu Erdbeben und zu Vulkanausbrüchen.

Das Auswärtige Amt rät von nicht erforderlichen Reisen in die betroffenen Gebiete Palu und Donggala in Zentral-Sulawesi derzeit ab. Der Flughafen Palu ist für kommerzielle Flüge zurzeit geschlossen. Wer dennoch gerne in Indonesien Urlaub machen möchte, kann dies zum Beispiel auf den beliebten Inseln Bali oder Java tun. Ein Strandurlaub auf Bali, der Insel der Götter, gepaart mit den vielen Tempeln, die es zu besichtigen gibt, gilt für viele Touristen immer noch als Traumurlaub. Java, eine der vier größten indonesischen Inseln, hat eine atemberaubende Vulkanlandschaft zu bieten. Und abenteuerfreudige Urlauber können bei einer Expedition durch den tiefen Dschungel sogar Orang-Utans begegnen.

 

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