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Griechenland Strandurlaub 2026: Klimasteuer stabil, Kreuzfahrtabgabe fix – und ETIAS kommt erst 2027

Wer 2026 einen Strandurlaub in Griechenland plant, steht vor einem Dreiklang aus Pflichtabgaben und neuen Einreiseregeln: Die sogenannte Klimasteuer bleibt zwar auf dem Niveau von 2025 – stabil, aber spürbar. Die Kreuzfahrtabgabe für Santorini und Mykonos gilt bereits seit dem Sommer 2025 weiter. Und ETIAS, das neue EU-Reiseerlaubnissystem für Nicht-EU-Bürger, das eigentlich im letzten Quartal 2026 starten sollte, ist nach einem erneuten Aufschub frühestens 2027 zu erwarten. Wir erklären, was konkret auf Sie zukommt – und wie Sie Ihr Reisebudget richtig kalkulieren.

Klimasteuer 2026: Stabil, aber bei Fünf-Sterne-Hotels bis zu 15 Euro pro Nacht

Die 2024 eingeführte Klimasteuer muss auch 2026 wieder entrichtet werden – im Vergleich zum Vorjahr gibt es aber vorerst keine Preiserhöhung. Das ist die gute Nachricht für alle, die jetzt einen Strandurlaub in Griechenland buchen. Die weniger gute: Seit Anfang 2025 haben Urlauber eine erhöhte Touristensteuer zu entrichten, die saisonabhängig pro Übernachtungsnacht berechnet und nach Unterkunftsart gestaffelt ist.

Die bisherige Bettensteuer wurde Anfang 2024 durch die deutlich höhere Klimasteuer ersetzt. Die neue Abgabe wird pro Übernachtung und pro Zimmer erhoben. Entscheidend ist dabei zweierlei: die Sternekatgeorie Ihrer Unterkunft und die Reisesaison.

Die aktuellen Sätze auf einen Blick (Hauptsaison April–Oktober)

In der Hauptsaison von April bis Oktober gelten folgende Sätze pro Zimmer und Nacht: Ein- und Zwei-Sterne-Hotels zahlen 2 Euro, Drei-Sterne-Hotels 5 Euro, Vier-Sterne-Hotels 10 Euro, Fünf-Sterne-Hotels 15 Euro. Für möblierte Zimmer, Wohnungen und Appartements sind 2 Euro fällig.

Ein Paar, das sich ein Zimmer in einem Vier-Sterne-Hotel teilt, zahlt zum Beispiel 10 Euro pro Nacht – da die Abgabe pro Zimmer, nicht pro Person berechnet wird, gilt das auch für Alleinreisende. Über eine Woche summiert sich das auf zusätzliche 70 Euro.

In der Nebensaison (November bis März) sinken die Sätze deutlich: Für Ein- und Zwei-Sterne-Hotels sind dann 0,50 Euro fällig, für Drei-Sterne-Hotels 1,50 Euro, für Vier-Sterne-Hotels 3 Euro und für Fünf-Sterne-Hotels 4 Euro. Wer also im Herbst oder Winter nach Griechenland reist, profitiert von deutlich niedrigeren Abgaben.

Kurzzeitmieten: Airbnb und Co. sind nicht ausgenommen

Alle Besucherinnen und Besucher, die in Hotels, Villen, Apartments oder Kurzzeitvermietungen wie Airbnb übernachten, sind zur Zahlung der Klimasteuer verpflichtet. Sie gilt für in- wie ausländische Touristen gleichermaßen und wird pro Zimmer und Nacht berechnet. Für Kurzzeitvermietungen beläuft sich der Hauptsaisonsatz auf 8 Euro pro Nacht.

Die sogenannte Climate Resilience Fee hat in ihrem ersten Geltungsjahr 368,92 Millionen Euro eingebracht und 2025 bereits 588 Millionen Euro generiert. Die Steuereinnahmen fließen nach offizieller Darstellung in den Klimaschutz und in die Bewältigung von Naturkatastrophen.

Kreuzfahrtabgabe: Bis zu 20 Euro pro Person in Santorini und Mykonos

Wer seinen Griechenland-Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff verbringt, muss zusätzlich zur Klimasteuer eine eigene Hafenabgabe einkalkulieren. Griechenland hatte im Juli 2025 eine Gebühr für Kreuzfahrtpassagiere eingeführt, die auch 2026 weiterläuft. Der Satz hängt von der Saison und dem Anlegehafen ab.

Für den Zeitraum vom 1. Juni bis 30. September 2026 beträgt die Gebühr 20 Euro für das Anlegen in den Häfen von Mykonos und Santorini. In anderen griechischen Häfen sind es 5 Euro.

In der Schultersaison (Oktober sowie 1. April bis 31. Mai) sinkt die Gebühr für Mykonos und Santorini auf 12 Euro, für andere Häfen auf 3 Euro. In den Wintermonaten von November bis März sind es 4 Euro für Mykonos und Santorini beziehungsweise 1 Euro für übrige Häfen.

Wer auf einer Kreuzfahrtroute in der Hochsaison Mykonos (20 Euro) und Santorini (20 Euro) sowie Rhodos (5 Euro) anläuft, zahlt pro Person also 45 Euro Kreuzfahrtabgabe – ein Pärchen kommt demnach auf 90 Euro.

Griechenland hatte das entsprechende Gesetz bereits im Vorjahr verabschiedet, um die Besucherzahlen in besonders beliebten Gebieten zu steuern. Der Staat erhofft sich durch die Abgabe Einnahmen von bis zu 50 Millionen Euro pro Jahr.

EES ist live – was das für Ihre Einreise nach Griechenland bedeutet

Parallel zu den steuerlichen Änderungen ist seit Frühjahr 2026 ein neues digitales Grenzsystem in Betrieb. Die Verzögerung bei ETIAS hängt eng mit der Einführung des Einreise-/Ausreisesystems EES zusammen, das eine Voraussetzung für ETIAS ist. EES startete im Oktober 2025 schrittweise und wurde im April 2026 als vollständig in Betrieb erklärt.

Seit dem 10. April 2026 müssen Nicht-EU-Reisende beim ersten Schengen-Einreisepunkt Fingerabdrücke und einen Gesichtsscan abgeben. Griechenland nutzt dabei eingebaute Flexibilitätsmaßnahmen und pausiert die biometrische Erfassung vorübergehend bei starkem Andrang, um übermäßige Wartezeiten zu vermeiden.

In einem offenen Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vom 1. Juli warnten die Verbände ACI Europe, Airlines for Europe (A4E) und der internationale Luftverkehrsverband IATA, an den Grenzen entstünden inzwischen Wartezeiten von bis zu fünf Stunden. Die Verbände forderten die EU-Kommission auf, den Mitgliedstaaten für Juli und August die Möglichkeit einzuräumen, das EES bei Überlastung vollständig auszusetzen.

Für deutsche und andere EU-Bürgerinnen und -Bürger ändert sich durch EES nichts – das System betrifft nur Einreisende aus Drittstaaten. Planen Sie dennoch mehr Pufferzeit am Flughafen ein, insbesondere wenn Sie mit Nicht-EU-Mitreisenden unterwegs sind.

ETIAS: Neues EU-Reiseerlaubnissystem erst 2027 – was Sie jetzt wissen müssen

Das meistdiskutierte Reisethema des Jahres: ETIAS – das European Travel Information and Authorisation System. Die Europäische Union verschiebt die Einführung ihrer neuen elektronischen Reisegenehmigung ETIAS auf 2027. Ursprünglich sollte das System für visabefreite Einreisen im letzten Quartal 2026 in Betrieb gehen.

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Die EU hat ihr ursprüngliches Zieldatum „letztes Quartal 2026″ aus der offiziellen ETIAS-Website entfernt – ohne Pressemitteilung oder formelle Ankündigung. Die Seite lautete zuvor: „ETIAS wird den Betrieb im letzten Quartal 2026 aufnehmen.“ Jetzt steht dort nur noch, dass ETIAS derzeit nicht in Betrieb ist und keine Anträge auf Reisegenehmigungen entgegengenommen werden.

Als Grund für die Verzögerung nennen EU-nahe Kreise die anhaltenden Probleme mit dem bereits eingeführten biometrischen Ein- und Ausreisesystem EES, das an vielen europäischen Flughäfen zu stundenlangen Warteschlangen geführt hat. Ein EU-Offizieller soll den ursprünglichen 2026-Zeitplan laut Financial Times als „illusorisch“ bezeichnet haben.

Für Ihren Griechenland-Strandurlaub 2026 bedeutet das konkret: ETIAS ist bis dato (Stand Oktober 2026) nicht in Betrieb. Anträge werden nicht entgegengenommen. Die EU wird den genauen Starttermin einige Monate vor dem Beginn von ETIAS bekannt geben.

Wichtig: Für EU-Bürgerinnen und EU-Bürger – also den Großteil der deutschen Griechenland-Touristen – ändert sich durch ETIAS sowieso nichts: Das System betrifft ausschließlich Reisende aus Nicht-EU-Staaten. US-Amerikanische, britische, kanadische und australische Reisende hingegen sollten die Entwicklungen genau im Blick behalten und ausschließlich auf europa.eu/etias nach offiziellen Informationen suchen.

Auch wenn ETIAS den Betrieb aufnimmt, ist eine Übergangsphase von mindestens sechs Monaten geplant, bevor die Genehmigung verpflichtend wird. Buchungen für Griechenland-Urlaube 2027 sollten dies im Blick behalten. Für Lastminute-Reisen nach Griechenland in diesem Jahr müssen Sie sich noch keine Gedanken über ETIAS machen.

Praktische Budgetplanung: Was kostet ein Griechenland-Urlaub 2026 wirklich?

Damit Ihnen am Urlaubsort keine unerwarteten Extrakosten ins Budget drücken, lohnt sich eine vorausschauende Kalkulation. Hier sind die wichtigsten Posten im Überblick:

  • 1–2-Sterne-Hotel (Hauptsaison): 2 Euro pro Zimmer/Nacht – bei 7 Nächten: 14 Euro
  • 3-Sterne-Hotel (Hauptsaison): 5 Euro pro Zimmer/Nacht – bei 7 Nächten: 35 Euro
  • 4-Sterne-Hotel (Hauptsaison): 10 Euro pro Zimmer/Nacht – bei 7 Nächten: 70 Euro
  • 5-Sterne-Hotel (Hauptsaison): 15 Euro pro Zimmer/Nacht – bei 7 Nächten: 105 Euro
  • Airbnb/Ferienwohnung (Hauptsaison): 8 Euro pro Nacht – bei 7 Nächten: 56 Euro
  • Kreuzfahrt-Anlauf Santorini oder Mykonos (Hochsaison): 20 Euro pro Person
  • Kreuzfahrt-Anlauf andere Inseln (Hochsaison): 5 Euro pro Person

Die Klimasteuer wird in der Regel direkt in der Unterkunft vor Ort in bar entrichtet – planen Sie also ausreichend Bargeld ein. Bei Kreuzfahrten wird die Abgabe üblicherweise über das Bordkonto abgerechnet. Wer über einen Pauschalurlaub auf Kreta oder eine andere Insel nachdenkt, sollte beim Reiseveranstalter nachfragen, ob die Klimasteuer bereits im Pauschalpreis enthalten ist oder separat anfällt – Letzteres ist die Regel.

Wohin fließen die Einnahmen aus der Klimasteuer?

Die Umbenennung von „Bettensteuer“ in „Klimasteuer“ war kein rein kosmetischer Akt. Griechenland änderte den Namen der Steuer in „Klimasteuer“, um die Bedeutung von Umweltinitiativen zu betonen. Hintergrund sind die verheerenden Waldbrände und Überschwemmungen, die das Land in den letzten Jahren heimgesucht haben. Die Einnahmen sollen in Klimaschutzmaßnahmen, nachhaltige Infrastruktur und die Bewältigung von Naturkatastrophen fließen.

Keine Änderungen der Sätze für 2026 wurden angekündigt, jedoch könnte ein geplantes Weißbuch des Tourismusministeriums zukünftige Anpassungen vorschlagen. Reisende, die Urlaub 2027 planen, sollten daher die politische Diskussion im Blick behalten.

Griechenland-Urlaub buchen: Darauf sollten Sie jetzt achten

Für Ihren Strandurlaub auf Kreta, Rhodos, Korfu oder den Kykladen gilt 2026: Die Einreise ist für EU-Bürger unkompliziert wie immer. Die Klimasteuer ist fest einzukalkulieren, nicht verhandelbar und nicht im Reisepreis enthalten. Wer auf einer Kreuzfahrt Santorini oder Mykonos besucht, zahlt zusätzlich die Hafenabgabe von bis zu 20 Euro. Und ETIAS ist für Ihren Sommerurlaub 2026 noch kein Thema – wohl aber möglicherweise für 2027.

  • Klimasteuer direkt in der Unterkunft in bar bereithalten
  • Bei Pauschalreisen prüfen, ob die Klimasteuer bereits inklusive ist
  • Für Kreuzfahrtgäste: Hafenabgaben werden über das Bordkonto abgerechnet
  • Mehr Pufferzeit am Flughafen einplanen – EES sorgt an manchen Tagen für längere Grenzwartezeiten
  • ETIAS-Status auf europa.eu/etias regelmäßig prüfen (relevant für Nicht-EU-Mitreisende)
  • Niemals Geld auf inoffiziellen ETIAS-Websites bezahlen – bis zum offiziellen Start werden dort keine Anträge entgegengenommen

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Häufige Fragen zu Klimasteuer, EES und ETIAS in Griechenland 2026

Wie hoch ist die Klimasteuer in Griechenland 2026?

Die Klimasteuer ist nach Unterkunftsart und Saison gestaffelt. In der Hauptsaison (April bis Oktober) zahlen Sie pro Zimmer und Nacht: 2 Euro (1–2 Sterne), 5 Euro (3 Sterne), 10 Euro (4 Sterne) oder 15 Euro (5 Sterne). Für Ferienwohnungen und Airbnb-Unterkünfte sind 8 Euro fällig. Die Sätze sind gegenüber 2025 unverändert.

Wurde die Klimasteuer 2026 erhöht?

Nein. Die Sätze aus dem Jahr 2025 gelten unverändert weiter. Eine Erhöhung für 2026 wurde bisher nicht angekündigt, ist aber grundsätzlich möglich – ein Weißbuch des griechischen Tourismusministeriums könnte künftige Anpassungen vorbereiten.

Wie viel kostet die Kreuzfahrtabgabe in Santorini und Mykonos 2026?

In der Hochsaison (Juni bis September) sind es 20 Euro pro Person für das Anlegen in Santorini und Mykonos. In der Schultersaison (April, Mai, Oktober) sinkt der Satz auf 12 Euro. Im Winter (November bis März) sind es 4 Euro. Für alle anderen griechischen Häfen gelten günstigere Sätze: 5 Euro in der Hochsaison, 3 Euro in der Schultersaison, 1 Euro im Winter.

Brauche ich für meinen Griechenland-Urlaub 2026 ETIAS?

Nein – ETIAS ist derzeit nicht in Betrieb und nimmt keine Anträge entgegen. Die EU hat das ursprüngliche Zieldatum „letztes Quartal 2026″ im Juli 2026 von der offiziellen ETIAS-Website entfernt. Ein Start ist frühestens 2027 zu erwarten. EU-Bürger (zum Beispiel Deutsche, Österreicher, Schweizer) brauchen ETIAS grundsätzlich nie – das System betrifft ausschließlich Reisende aus Nicht-EU-Ländern wie den USA, Großbritannien, Kanada oder Australien.

Was ist EES und betrifft mich das als EU-Bürger?

Das Entry/Exit System (EES) ist seit April 2026 vollständig in Betrieb. Es erfasst biometrisch Ein- und Ausreisen von Nicht-EU-Reisenden an den Schengen-Außengrenzen. Als EU-Bürger sind Sie davon nicht direkt betroffen. Allerdings kann EES an stark frequentierten Flughäfen zu längeren Warteschlangen führen – mehr Pufferzeit beim Transfer ist daher ratsam.

Muss ich die Klimasteuer in Griechenland in bar zahlen?

In der Regel wird die Klimasteuer direkt in der Unterkunft eingefordert – häufig in bar bei der An- oder Abreise. Bei Kreuzfahrten erfolgt die Abrechnung über das Bordkonto. Einige größere Hotelketten akzeptieren auch Kartenzahlung; informieren Sie sich vorab beim jeweiligen Anbieter.

Gilt die Klimasteuer auch für Airbnb-Unterkünfte?

Ja. Die Klimasteuer gilt für alle entgeltlichen Übernachtungen in Griechenland – also auch für Kurzzeitmieten über Airbnb und ähnliche Plattformen. Der Satz beträgt in der Hauptsaison 8 Euro pro Nacht, in der Nebensaison 2 Euro.