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Griechenland 2026: Klimasteuer stabil – und ETIAS kommt später als gedacht

Griechenland 2026: Klimasteuer stabil – und ETIAS kommt später als gedacht

Wer 2026 einen Wellnessurlaub in Griechenland plant, sollte zwei Themen kennen: die seit Anfang 2024 geltende Klimasteuer, die auch dieses Jahr erhoben wird, und den neuen Status des EU-Einreisesystems ETIAS, das sich erneut verzögert hat. Beide Änderungen beeinflussen Ihre Reiseplanung und Ihr Budget – wir erklären, was konkret auf Sie zukommt.

Griechenland 2026: Klimasteuer stabil – und ETIAS kommt später als gedacht

Klimasteuer 2026: Stabil, aber spürbar – das müssen Sie einplanen

Die 2024 eingeführte Klimasteuer muss nach 2025 auch 2026 wieder entrichtet werden. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es vorerst keine Preiserhöhung. Das ist die gute Nachricht für alle, die einen Wellnessurlaub in Griechenland buchen. Die weniger gute: Die Sätze aus dem Jahr 2025 sind alles andere als günstig – gerade für Gäste in gehobenen Spa-Hotels und Fünf-Sterne-Resorts.

Die bisherige Bettensteuer wurde Anfang 2024 durch die deutlich höhere Klimasteuer ersetzt. Die neue Abgabe wird pro Übernachtung und pro Zimmer beziehungsweise Apartment erhoben und ist in den Monaten April bis Oktober höher.

Die aktuelle Staffelung im Überblick (Hauptsaison April–Oktober)

Für Hotels mit ein bis zwei Sternen sind in der Hauptsaison 2 Euro zu zahlen. Bei drei Sternen beträgt die Klimasteuer 5 Euro. Für vier Sterne sind 10 Euro pro Tag fällig. Luxuriöse Hotels mit fünf Sternen kosten 15 Euro Klimasteuer. In vermieteten möblierten Zimmern oder Appartements sind 2 Euro pro Tag fällig.

Für einen typischen siebentägigen Pauschalurlaub in Griechenland in einem Vier-Sterne-Wellness-Resort bedeutet das: Für einen einwöchigen Aufenthalt in einem 4-Sterne-Hotel kommen in der Hauptsaison also 70 Euro an Klimasteuer zusammen – ein Betrag, den man bei der Urlaubsplanung unbedingt einplanen sollte.

In der Nebensaison von November bis März sind die Beträge übrigens deutlich niedriger. Ein 5-Sterne-Hotel kostet dann beispielsweise nur 4 Euro pro Nacht. Wer also einen ruhigen Wellness-Winterurlaub in Griechenland plant, profitiert deutlich von den günstigeren Nebensaisonsätzen.

Woher kommt die Klimasteuer – und wofür wird sie verwendet?

Die neue Klimagebühr ist eine Konsequenz aus den Naturkatastrophen der letzten Jahre, wie den verheerenden Waldbränden und den Überschwemmungen in Thessalien 2023. Die griechische Regierung hat deshalb das Budget für die Katastrophenhilfe verdoppelt. Die Umbenennung von „Bettensteuer“ zu „Klimasteuer“ ist also kein reines Marketing: Die neue Klimagebühr ist eine direkte Reaktion auf diese Naturkatastrophen.

Bereits 2018 hatte Griechenland eine erste Übernachtungsabgabe eingeführt. Die Touristensteuer, in Griechenland oft als Übernachtungssteuer, City Tax oder Kurtaxe bezeichnet, wurde bereits 2018 eingeführt. Die Klimasteuer ist damit die Weiterentwicklung eines etablierten Systems – mit deutlich höheren Sätzen.

So zahlen Sie die Klimasteuer richtig – praktische Hinweise

Alle Urlauber, die in Griechenland in einem Hotel, Apartment oder einer Ferienwohnung übernachten, müssen die Steuer zahlen – unabhängig davon, ob sie aus Deutschland, Österreich oder einem anderen Land anreisen. Die Abgabe ist nicht im Reisepreis enthalten, sondern wird direkt vor Ort beim Check-in oder Check-out erhoben – entweder bar oder per Karte.

Die Klimasteuer wird meistens nicht im Buchungspreis angezeigt, den Sie online sehen. Sie wird in der Regel erst beim Check-in oder Check-out im Hotel fällig und muss oft sogar in bar bezahlt werden. Es lohnt sich also, vorab bei der Buchung oder spätestens bei der Ankunft nachzufragen, ob die Steuer bereits im Gesamtpreis enthalten ist oder ob Sie sie vor Ort zahlen müssen.

  • Halten Sie für die Klimasteuer immer ausreichend Bargeld bereit.
  • Fragen Sie bei der Buchung oder beim Check-in explizit nach, ob die Steuer bereits eingerechnet ist.
  • Planen Sie bei einem siebentägigen 5-Sterne-Aufenthalt in der Hauptsaison bis zu 105 Euro extra ein.
  • Nutzen Sie die Nebensaison für günstigere Wellness-Aufenthalte – die Steuersätze sind dann erheblich niedriger.
  • Prüfen Sie bei Online-Plattformen die Gesamtpreisdarstellung: Bei manchen Portalen ist die Steuer bereits inklusive.

Sonderabgabe für Kreuzfahrtgäste: Santorini und Mykonos besonders teuer

Für alle, die ihren Griechenland-Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff verbringen, gilt eine zusätzliche Regelung: Wer 2026 in den beliebten Häfen von Santorini oder Mykonos anlegt, zahlt eine Besuchsgebühr von 20 Euro pro Person. Für andere Häfen wie Athen (Piräus) oder Kreta werden 5 Euro fällig.

Diese Gebühr kommt zusätzlich zur Klimasteuer für die Übernachtung an Bord. Die Abrechnung für Kreuzfahrtgäste erfolgt automatisch, wie Berichte aus der Region belegen. Besonders für Kurzaufenthalte auf den Premium-Inseln lohnt sich daher eine genaue Kostenkalkulation im Vorfeld.

ETIAS: Die EU-Einreisegenehmigung lässt weiter auf sich warten

Neben der Klimasteuer beschäftigt viele Griechenland-Urlauber aus Nicht-EU-Ländern eine weitere Frage: Wann kommt ETIAS? Das digitale System zur Reisebefugnis „European Travel Information und Authorization System“ (ETIAS) wurde bereits 2018 vom Europäischen Parlament verabschiedet. Ursprünglich war das europäische Reiseinformations- und -genehmigungssystem für das Jahr 2021 vorgesehen. Sein Start verzögerte sich jedoch schon mehrfach.

Nun verdichten sich die Anzeichen, dass ETIAS auch 2026 nicht mehr kommt: In der Mitte des Juli 2026 hat die EU das Zieldatum „letztes Quartal 2026″ still und leise von der offiziellen ETIAS-Website entfernt. Die Seite nennt nun nur noch, dass ETIAS noch nicht in Betrieb ist, ohne ein überarbeitetes Startdatum. Die Financial Times berichtete, dass eu-LISA – die EU-Agentur, die ETIAS aufbaut – intern eingeräumt hat, dass ein Start 2026 nicht mehr realisierbar ist.

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Eine überarbeitete Zeitplanung wird nach dem eu-LISA-Boardmeeting im September 2026 erwartet. Ein Start im Jahr 2027 ist nun das wahrscheinlichste Ergebnis. Für EU-Bürgerinnen und EU-Bürger – also den Großteil der deutschen Griechenland-Touristen – ändert sich dadurch sowieso nichts: ETIAS betrifft ausschließlich Reisende aus Nicht-EU-Staaten.

Wen betrifft ETIAS überhaupt?

Alle Staatsangehörigen von Ländern, die nicht zur Europäischen Union gehören und die aktuell von einem Visum für den Besuch im Schengenraum befreit sind, brauchen die digitale EU-Reisegenehmigung ETIAS. Das sind zum Beispiel Geschäftsreisende oder Touristen aus den USA, Japan oder Kanada, die für einen Kurzaufenthalt unter 90 Tagen einreisen.

ETIAS kostet 20 Euro, gilt 3 Jahre und ist an den Reisepass geknüpft. Sobald das System startet, müssen Reisende die Online-Genehmigung vor dem Abflug beantragen. Airlines sind verpflichtet, die ETIAS-Gültigkeit vor dem Boarding zu prüfen. Ohne gültige Genehmigung werden Reisende nicht mitgenommen.

EES läuft bereits – was bedeutet das für Ihre Einreise nach Griechenland?

Zwar ist ETIAS noch nicht da, aber das Einreise-/Ausreisesystem EES (Entry/Exit System) ist bereits in Betrieb: EES läuft seit Oktober 2025, ETIAS kommt Ende 2026 – so war die ursprüngliche Planung. Seit dem 9. April 2026 ist EES an allen externen Schengen-Grenzübergängen vollständig in Betrieb. Dieses System ersetzt den manuellen Passstempel für Nicht-EU-Bürger und erfasst biometrische Daten digital.

EU-Bürger sind von EES nicht betroffen und reisen nach Griechenland wie gewohnt ein – mit Personalausweis oder Reisepass. Für den Wellnessurlaub auf Kreta oder eine Auszeit auf einer der Kykladen-Inseln ändert sich für deutsche Reisende damit an der Einreise selbst nichts.

Was das alles für Ihren Wellnessurlaub in Griechenland bedeutet

Griechenland bleibt trotz Klimasteuer ein attraktives Ziel für Wellness- und Erholungsreisende. Die Inselwelt der Ägäis, die zahlreichen Thermalbäder – etwa auf Lesbos oder Ikaria –, und die Luxus-Spa-Resorts auf Last-Minute-Deals buchbar machen das Land für Erholungssuchende unwiderstehlich. Wer die Zusatzkosten kennt, kann entspannt planen:

  • Budget für die Klimasteuer einplanen: Je nach Hotelkategorie und Aufenthaltsdauer zwischen 14 Euro (1 Woche, 2-Sterne-Hotel) und 105 Euro (1 Woche, 5-Sterne-Hotel) in der Hauptsaison.
  • Nebensaison bevorzugen: Wer zwischen November und März reist, zahlt deutlich weniger – und profitiert oft von freieren Kapazitäten in Spa-Anlagen.
  • Bargeld bereithalten: Viele Hotels fordern die Klimasteuer in bar – auch wenn die Unterkunft selbst per Karte bezahlt wird.
  • ETIAS im Blick behalten: EU-Bürger müssen nichts unternehmen. Reisende aus den USA, Großbritannien, Kanada oder Australien sollten ab 2027 mit einer ETIAS-Pflicht rechnen und den offiziellen EU-Kanal beobachten.
  • Kreuzfahrt-Zusatzgebühr nicht vergessen: Wer auf dem Seeweg nach Santorini oder Mykonos kommt, zahlt zusätzlich 20 Euro Hafengebühr pro Person.

Insgesamt gilt: Griechenland hat sein Abgabensystem modernisiert und transparenter gemacht – das Geld fließt in Klimaresilienz und Infrastruktur. Für Wellness-Reisende, die ohnehin hochwertige Unterkünfte wählen, ist die Klimasteuer ein überschaubarer Zusatzposten. Mit der richtigen Vorbereitung trübt sie die Vorfreude auf blaues Wasser, Olivenduft und entspannte Spa-Stunden nicht.

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Häufige Fragen zur Klimasteuer und Einreise nach Griechenland 2026

Wie hoch ist die Klimasteuer in Griechenland 2026 für ein 5-Sterne-Hotel?

In der Hauptsaison (April bis Oktober) beträgt die Klimasteuer in einem 5-Sterne-Hotel 15 Euro pro Zimmer und Nacht. In der Nebensaison (November bis März) sind es 4 Euro pro Nacht. Bei einem siebentägigen Hauptsaisonaufenthalt kommen also 105 Euro zusammen.

Muss ich die Klimasteuer vor der Reise bezahlen oder erst vor Ort?

Die Klimasteuer wird in der Regel direkt vor Ort beim Check-in oder Check-out erhoben. Sie ist meist nicht im Buchungspreis enthalten. Halten Sie Bargeld bereit, da viele griechische Hotels die Abgabe bar verlangen – auch wenn die Unterkunft selbst per Karte bezahlbar ist.

Zahlen auch EU-Bürger die Klimasteuer in Griechenland?

Ja. Die griechische Klimasteuer gilt für alle Übernachtungsgäste unabhängig ihrer Nationalität. EU-Bürger, darunter Deutsche, Österreicher und Schweizer, sind genauso zahlungspflichtig wie Reisende aus Drittstaaten.

Wann kommt ETIAS und müssen deutsche Urlauber etwas tun?

ETIAS betrifft ausschließlich Staatsangehörige visumfreier Nicht-EU-Länder (z. B. USA, UK, Kanada, Australien). Deutsche und andere EU-Bürger benötigen kein ETIAS. Der Start des Systems hat sich erneut verzögert – ein Start im Jahr 2027 gilt inzwischen als wahrscheinlichstes Szenario. Ein offizielles Datum steht noch aus.

Gibt es für Kreuzfahrtgäste besondere Abgaben in Griechenland?

Ja. Wer 2026 mit einem Kreuzfahrtschiff in Santorini oder Mykonos anlegt, zahlt eine zusätzliche Hafengebühr von 20 Euro pro Person. In anderen Häfen wie Piräus oder auf Kreta beträgt die Gebühr 5 Euro. Diese Abgabe kommt zur normalen Klimasteuer hinzu und wird automatisch über die Schiffskarte abgerechnet.

Lohnt sich ein Wellnessurlaub in Griechenland trotz der Steuer noch?

Ja, definitiv. Die Klimasteuer ist ein überschaubarer Zusatzposten, der bei guter Planung keine große Belastung darstellt. Wer die Nebensaison wählt, spart sowohl bei der Klimasteuer als auch oft bei den Hotelpreisen. Griechenland bietet zudem ein einzigartiges Wellness-Angebot: natürliche Thermalquellen, zahlreiche Luxus-Spas und eine unvergleichliche Naturkulisse.