Gefährliche Bakterien in der Ostsee?

Bei der aktuellen Hitzewelle hilft eigentlich nur eins: Ab ins kühle Nass! Jedes Jahr entscheiden sich viele Deutsche für ein Bad in der Ostsee. Doch leider finden neben Menschen auch Vibrionen, Bakterien, das warme Wasser der Ostsee sehr angenehm. Besonders für Leute mit bereits geschwächtem Immunsystem können diese Bakterien gefährlich werden.

OstseeGeschwächte oder bereits gesundheitlich angeschlagene Menschen sollten daher von einem Bad in der Ostsee absehen, so die Gesundheitsbehörden in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Die Vibrionen vermehren sich in dem bis zu 22 Grad warmen Wasser hervorragend und neben Menschen mit schwachem Immunsystem können auch Personen mit Lebererkrankungen oder alkoholabhängige Menschen gesundheitliche Folgen von den Bakterien davon tragen.

Die Vibrionen-Bakterien gehören der Gattung der Vibrio an und verfügen über zahlreiche Unterarten. Die wohl bekannteste Art sind die Cholera-Bakterien. Das Bakterium, das vor allem in der Ostsee zu finden ist, trägt den Namen Vibrio vulnificus und dringt vor allem durch offene Wunden in den Körper ein. Dort kann es Blutvergiftungen und Wundinfektionen auslösen.

Laut Sonja Oberbeckmann vom Institut für Ostseeforschung zieht sich das Bakterium in den Wintermonaten, wenn das Wasser wieder kälter wird in Sedimenten oder Fischen zurück. Trotzdem solle keine Panik ausbrechen. Für Leute mit gutem Immunsystem sei es völlig ungefährlich, so Oberbeckmann.

Infiziert sich eine geschwächte Person mit dem Bakterium kann es gefährlich werden. Dadurch, dass der Verlauf so schnell abläuft, sterben viele Infizierte. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) empfiehlt, bei den ersten Anzeichen einer Wundinfektion direkt einen Arzt aufzusuchen.

Badegästen, die bereits unter Vorerkrankungen leiden oder ein schwaches Immunsystem haben, sollen sich vor einem Bad in der Ostsee über mögliche Risiken informieren.

 

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