Bekommen die Cookinseln bald einen neuen Namen?

Die Ureinwohner der Cookinseln finden ihren noch aus der Kolonialzeit stammenden Namen nicht mehr zeitgemäß und wollen ihn ändern. So könnten die Cookinseln zukünftig vielleicht Avaiki Nui heißen.

Muri Lagune auf den Cookinseln

Der im Südpazifik befindliche Inselstaat der Cookinseln denkt über einen neuen Namen für die Heimat seiner Bewohner nach. Ihren Namen verdankt die Inselgruppe dem britischen Seefahrer James Cook, der die Inseln 1773 und 1777 entdeckte und ihnen den Namen „Hervey Islands“ gab. Etwa fünfzig Jahre später benannte der russische Admiral Adam Johann von Krusenstern die Inselgruppe zu Ehren Cooks um.

Auf der Suche nach einem neuen Namen

Anstatt weiterhin an einen James Cook zu erinnern, wünschen sich die Cookinseln einen traditionelleren Namen, der die polynesische Identität des Landes widerspiegelt. Ein staatliches Komitee wurde damit beauftragt, einen geeigneten Namen für die insgesamt 15 Inseln zu finden. Die ursprüngliche Idee wurde dabei schnell verworfen. Denn zunächst stand die Überlegung im Raum, dem Land einen zusätzlichen Namen zu verpassen – so wie auch Neuseeland als „Zweitnamen“ Aotearoa, aus der Sprache der Maori, nutzt.

Die Cookinseln zielen jedoch auf einen gänzlich neuen Namen ab, der einerseits die indigene Bevölkerung berücksichtigt und den christlichen Glauben der Einwohner zum Ausdruck bringt. Natürlich soll der Name auch leicht auszusprechen sein. Kein einfaches Unterfangen. Für das Projekt „Umbenennung“ werden vom Komitee derzeit etwa 60 Namensvorschläge geprüft. Ob es letztendlich wirklich zu einer Umbenennung kommen wird, steht auf einem anderen Blatt. Allzu bald wird das nicht sein, gibt Vize-Regierungschef Mark Brown zu Protokoll.

Als heißer Favorit wird jedenfalls der Name Avaiki Nui gehandelt, der als traditionelle Bezeichnung für die Inselgruppe gilt. In den 90er Jahren gab es bereits schon einmal den Versuch, die Cookinseln in „Avaiki Nui“ umzubenennen. Dies scheiterte damals jedoch am Widerstand der Bevölkerung. Das sich Länder umbenennen ist übrigens keine Seltenheit. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Umbenennungen, z. B. die Demokratische Republik Kongo (vorher: Zaire), Burkina Faso (vorher: Obervolta), uvm. Auch in jüngerer Zeit kam es bereits zu Namensänderungen. So heißt das kleine Swasiland nunmehr eSwatini und auch die Philippinen denken über einen Namenswechsel nach.

Die Cookinseln sind zwar seit 1965 unabhängig, politisch jedoch nach wie vor mit Neuseeland verbandelt. So gelten die Bewohner auch als Staatsbürger Neuseelands.

Beste Reisezeit für die Cookinseln

Was wäre die Südsee ohne die Cookinseln? Ganzjährig warme Temperaturen, klares blaues Wasser vor einem ebenso blauen Horizont und weiße Sandstrände. Rund 100.000 Menschen zieht es im Jahr auf die paradiesischen Inseln, von denen nicht nur die Hauptinsel Rarotonga zum Tauchen und Schnorcheln einlädt. Die beste Reisezeit für die Cookinseln liegt zwischen April und Oktober.

 

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