Balderschwang und Obermaiselstein wollen naturverträglichen Tourismus

Die Gemeinden Balderschwang und Obermaiselstein im Landkreis Oberallgäu sollen Vorreiter des ökologischen Tourismus in Bayern werden. Dies kündigten die Bürgermeister der beiden Städte, der Landrat und Vertreter der Landesregierung bei einer Pressekonferenz in München an. Der Freistaat Bayern wird das Projekt mit bis zu 20 Millionen Euro unterstützen. Vom Tisch ist damit der Bau einer Skischaukel am Riedberger Horn, der für erheblichem Streit in der Region gesorgt hatte. Eine Entscheidung wäre wohl erst nach vielen Jahren vor Gericht gefallen.

Obermaiselstein

Ökologische Vielfalt bewahren, Tourismus nachhaltig gestalten – das ist das Ziel zweier Gemeinden in Bayern.

Nicht nur kann dies jetzt vermieden werden, beiden Kommunen werden mit der jetzigen Entscheidung zukunftsträchtige Perspektiven eröffnet. Größter Einzelbaustein eines Tourismus-Konzeptes, das von den Gemeinden und dem Landkreis gemeinsam erarbeitet wurde, ist ein „Zentrum Naturerlebnis Alpin“ am Riedberger Horn. Von dort aus sollen Ranger den Besuchern naturverträglichen Outdoor-Sport näherbringen; gedacht ist auch an Naturführungen, bei denen es um die ökologische Vielfalt im Alpenraum geht. Ein Informationszentrum soll auch die Zusammenarbeit mit Schulen aus Deutschland und Österreich organisieren. Gegenstand einer Kooperation mit der Hochschule Kempten sind Aus- und Weiterbildungsangebote für Wander- und Naturführer.

Dabei sollen auch die Skifahrer bei dieser Neuorientierung des Tourismus durchaus auf ihre Kosten kommen. Das Land möchte die umweltfreundliche Modernisierung der Skilifte und Seilbahnen am Riedberger Horn und in Grasgehren ebenso unterstützen wie die Verbesserung der Langlaufmöglichkeiten in Balderschwang.

Nach den jetzt vorgestellten Plänen soll Balderschwang zu einem sogenannten „AlpDorf“ weiterentwickelt werden, gemeint ist ein Erlebnisort für naturnahen Bergtourismus. In Obermaiselstein und Balderschwang soll außerdem ein umweltfreundlicher öffentlicher Nahverkehr aufgebaut werden, unter anderem in Form einer Wander- und Skibusverbindung mit umweltfreundlicher Antriebstechnik.

 

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