Ausbau der touristischen Infrastruktur: Große Pläne für die Rhön

Die Rhön – bald vielleicht schon unter dem Slogan „Heimat mit Weitblick“ bekannt, hat eine ganze Menge zu bieten: Natur, soweit das Auge reicht und atemberaubende Ausblicke von den Spitzen des Mittelgebirges aus. Das Gebirge liegt direkt im Dreiländereck von Bayern, Hessen und Thüringen. Mit 240.000 Hektar besitzt die Rhön außerdem das zweitgrößte Biosphärenreservat in ganz Deutschland, das 1991 von der UNESCO anerkannt wurde. Bundesweit liegt die Rhön mit ihrem aktuellen Bekanntheitsgrad auf Platz zwei, hinter dem Schwarzwald und vor dem Harz. Nun soll das Mittelgebirge auf Platz eins aufsteigen. Durch die Lage der Rhön ist die Vermarktung des Gebirges vor allem eine Gemeinschaftsaufgabe.

Rhön2017 hatte die Röhn 1,6 Millionen Besucher, 1,9 Prozent mehr als in dem Jahr davor. Überwiegend aus Dänemark, Schweden und den Niederlanden kamen die ausländischen Besucher und blieben im Schnitt 3,3 Nächte. Tagestouristen gab es im vergangenen Jahr 22 Millionen. Dennoch muss die touristische Infrastruktur weitereinwickelt werden. Es gäbe zu wenig Gasthäuser, Kioske und Cafés, so Geier, Verwaltungschef des Biosphärenreservates Rhön. Auch an der Digitalisierung müsse gearbeitet werden. Zudem geben die Touristen mit knapp 15 Euro pro Tag relativ wenig Geld in der Rhön aus. Doch viele Feste in der Region und ein Anstieg des Fahrrad-Tourismus machen die Rhön immer attraktiver.

Ein besonders beliebtes Ausflugsziel in der Rhön ist der höchste Berg Hessens, die Wasserkuppe, und ihre zahlreichen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung, wie zum Beispiel das Segelfliegen. Auf der bayerischen Seite gibt es den Kreuzberg und sein Kloster und das Besucherzentrum Arche Noah im thüringischen Kaltenwestheim informiert über Flora und Fauna der Rhön. Die größte Sehenswürdigkeit jedoch ist mit Abstand der Himmel über dem Mittelgebirge. Wenig Lichtverschmutzung und eine natürliche, tiefe Dunkelheit machen das Gebirge jede Nacht zum „Sternenpark“, so zumindest lautet die Auszeichnung der International Dark-Sky Association, die das Mittelgebirge 2014 verliehen bekommen hat.

 

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