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Region Košice (Kaschau)

Illustration des Doms der Heiligen Elisabeth in Košice, einer Karstschlucht mit Wasserfällen im Slowakischen Paradies, terrassierter Weinberge und einer Tropfsteinhöhle mit Kaltwasser-Geysir

Die Region Košice (Košický kraj) im Osten der Slowakei verbindet urbane Kultur mit wilder Natur. Ihr Zentrum ist Košice, die zweitgrößte Stadt des Landes, überragt vom prächtigen Dom der Heiligen Elisabeth, der größten Kirche der Slowakei. Ringsum locken der Nationalpark Slowakisches Paradies mit seinen Schluchten, die Tropfsteinhöhlen des Slowakischen Karsts, der Kaltwasser-Geysir von Herľany und im Süden der slowakische Teil des Tokaj-Weingebiets. Bezahlt wird mit dem Euro. Beste Reisezeit ist Mai bis September.

Landkarte Region Košice (Kaschau)
Landkarte Region Košice (Kaschau)

Die Region Košice (Košický kraj) im äußersten Osten der Slowakei grenzt an Ungarn und die Ukraine. Sie reicht von den Karstplateaus und Schluchten im Norden über das lebendige Košice bis zu den Weinbergen und Ebenen des Zemplín im Süden – eine vielfältige Region aus Bergen, Höhlen, Wein und weiter Tiefebene.

Für Reisende bietet sie großartige Natur und reiche Kultur abseits der großen Ströme: eine der schönsten gotischen Städte Mitteleuropas, wilde Canyons, tropfende Höhlen und ein selten gewordenes Naturschauspiel. Amtssprache ist Slowakisch; im Süden lebt eine ungarische Minderheit, dazu eine große Roma-Gemeinschaft.

Wichtig zu wissen: Die Slowakei gehört zur EU, zum Schengenraum und zur Eurozone. Bezahlt wird mit dem Euro, meist bequem per Karte. Für die Einreise genügt Deutschen der Personalausweis.

Region & Lage

Der Košický kraj erstreckt sich über den Osten der Slowakei entlang des Flusses Hornád und der ostslowakischen Tiefebene. Im Nordwesten steigen die Berge des Slowakischen Paradieses und des Slowakischen Karsts auf, im Osten dehnt sich flaches Land bis zur ukrainischen Grenze, im Süden liegen die vulkanischen Hügel des Zemplín an der Grenze zu Ungarn.

Košice ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Ostslowakei, ein Verkehrsknoten mit Flughafen, Bahn und Autobahnanbindung. Die Region ist ethnisch bunt – Slowaken, Ungarn, Ruthenen und Roma prägen ihr Gesicht.

Košice – gotische Metropole des Ostens

Košice (Kaschau) ist die zweitgrößte Stadt der Slowakei und war 2013 Kulturhauptstadt Europas. Ihr Wahrzeichen ist der Dom der Heiligen Elisabeth, die größte Kirche des Landes und die östlichste gotische Kathedrale Europas, mit ihren reich geschmückten Portalen und dem goldenen Hauptaltar.

Rund um den Dom erstreckt sich die spindelförmige, von prächtigen Bürgerhäusern gesäumte Hauptstraße (Hlavná) mit singenden Springbrunnen, dem Staatstheater und dem Rathaus. Košice besitzt zudem das älteste Stadtwappen Europas und eine lebendige Kulturszene mit Museen und Festivals.

Slowakisches Paradies – Schluchten & Wasserfälle

Im Nordwesten liegt der Nationalpark Slowakisches Paradies (Slovenský raj), ein Karstgebirge aus tiefen Schluchten, Wäldern und Hochebenen. Berühmt sind die wildromantischen Klammen, die man über Leitern, Eisentritte und Stege entlang rauschender Bäche und Wasserfälle erklimmt – ein Wanderabenteuer der besonderen Art.

Höhepunkte sind der Wasserfall Závojový vodopád, die Höhle Dobšinská ľadová jaskyňa mit ihren mächtigen Eisformationen (UNESCO-Welterbe) und die Hochebene Glac. Der größere Teil des Parks liegt in dieser Region; sein nördlicher Rand reicht in die Region Prešov hinein.

Slowakischer Karst & Höhlen

Im Süden, an der Grenze zu Ungarn, breitet sich der Slowakische Karst (Slovenský kras) aus, ein weites Kalkplateau mit einem der größten Höhlensysteme Mitteleuropas. Mehrere seiner Tropfsteinhöhlen zählen als „Höhlen des Aggteleker und Slowakischen Karsts“ zum UNESCO-Welterbe.

Die Höhle Domica setzt sich jenseits der Grenze in der ungarischen Aggtelek-Höhle fort; die Gombasecká- und die Jasovská-Höhle beeindrucken mit filigranen Sinterröhrchen und Hallen. Über dem Karst thronen die Burg Krásna Hôrka und das prunkvolle Herrenhaus von Betliar.

Tokaj & das Zemplín

Ganz im Südosten reicht die Region an das berühmte Weingebiet Tokaj heran. Auf den vulkanischen Hängen um Malá Tŕňa gedeiht der slowakische Teil dieser grenzüberschreitenden Region, in der seit Jahrhunderten edelsüße Tokajer-Weine aus botrytisierten Trauben gekeltert werden.

Rund um Michalovce lädt der große Stausee Zemplínska šírava, das „ostslowakische Meer“, zum Baden und Wassersport ein. Die weite Tiefebene des Zemplín mit ihren Weinkellern und Bädern ist ein warmes, sonniges Genussland.

Herľany-Geysir & Natur

Eine seltene Naturerscheinung ist der Kaltwasser-Geysir von Herľany östlich von Košice. Aus einem historischen Bohrloch schießt in Abständen von rund anderthalb Tagen eine Fontäne kalten, kohlensäurehaltigen Mineralwassers viele Meter in die Höhe – einer der wenigen Kaltwassergeysire Europas.

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Dazu kommen die weiten Wälder des Volovské-Gebirges, Vogelparadiese in den Zemplín-Auen und stille Wanderwege. Die Region überrascht mit einer erstaunlichen Vielfalt an Naturzielen.

Kulinarik & Kultur

Die Küche verbindet ostslowakische Herzhaftigkeit mit ungarischen Einflüssen: kräftige Suppen, Gulasch, Pierogi-ähnliche Teigtaschen und der Schafskäse Bryndza treffen auf die Weine von Tokaj. In Košice mischen sich urbane Cafés und traditionelle Wirtshäuser.

Kulturell ist die Region bunt: gotische Kunst, das Erbe der ungarischen und ruthenischen Gemeinschaften und eine lebendige Roma-Kultur mit ihrer Musik. Festivals und Märkte beleben Košice und die kleineren Städte das ganze Jahr über.

Beste Reisezeit & Anreise

Die beste Zeit ist Mai bis September; der Frühsommer und der Herbst zur Weinlese im Tokaj sind besonders reizvoll. Košice und die Höhlen lohnen ganzjährig, das Schluchtenwandern im Slowakischen Paradies ist von Frühjahr bis Herbst möglich.

Košice besitzt einen internationalen Flughafen und ist per Autobahn und Bahn erreichbar; von Bratislava sind es rund vier bis fünf Stunden. Für die slowakischen Autobahnen ist die elektronische Vignette (eZnámka) nötig. Gezahlt wird mit dem Euro.

Reisetipps & Geheimtipps

Kombinieren Sie einen Bummel über die Hauptstraße von Košice mit dem Dom der Heiligen Elisabeth, einer Schluchtenwanderung im Slowakischen Paradies und einem Besuch der Tropfsteinhöhlen des Slowakischen Karsts. Eine Weinprobe im slowakischen Tokaj rundet die Reise ab.

Als Geheimtipp gelten der Kaltwasser-Geysir von Herľany, das Herrenhaus von Betliar mit seinem englischen Park und die Eishöhle von Dobšiná. Wer mehr Zeit hat, verbindet die Region mit dem benachbarten Prešov im Norden, Banská Bystrica im Westen oder Žilina im Nordwesten.

Häufige Fragen


Was macht die Region Košice als Reiseziel besonders?

Der Košický kraj im Osten der Slowakei verbindet die gotische Metropole Košice mit dem Dom der Heiligen Elisabeth, den Nationalpark Slowakisches Paradies, die UNESCO-Höhlen des Slowakischen Karsts, den Kaltwasser-Geysir von Herľany und den slowakischen Teil des Weingebiets Tokaj. Bezahlt wird mit dem Euro.


Was sollte man in Košice unbedingt sehen?

Der Dom der Heiligen Elisabeth, die größte Kirche der Slowakei und die östlichste gotische Kathedrale Europas, ist das Wahrzeichen der Stadt. Dazu kommen die prächtige Hauptstraße (Hlavná) mit singenden Springbrunnen, das Staatstheater und das älteste Stadtwappen Europas. Košice war 2013 Kulturhauptstadt Europas.


Was erwartet Wanderer im Slowakischen Paradies?

Der Nationalpark Slovenský raj ist ein Karstgebirge mit tiefen Schluchten, die man über Leitern, Eisentritte und Stege entlang von Bächen und Wasserfällen durchsteigt. Höhepunkte sind die Klammen, der Wasserfall Závojový und die Eishöhle Dobšinská ľadová jaskyňa (UNESCO). Der größere Teil des Parks liegt in der Region Košice, der nördliche Rand in Prešov.


Was ist der Geysir von Herľany?

Der Geysir von Herľany östlich von Košice ist ein seltener Kaltwassergeysir. Aus einem historischen Bohrloch schießt etwa alle anderthalb Tage eine Fontäne kalten, kohlensäurehaltigen Mineralwassers viele Meter hoch. Er ist eines der wenigen Naturschauspiele dieser Art in Europa und ein geschütztes Naturdenkmal.


Gibt es in der Region Košice Wein?

Ja. Ganz im Südosten, im Zemplín an der ungarischen Grenze, reicht das berühmte Weingebiet Tokaj auf slowakisches Gebiet. Auf vulkanischen Hängen um Malá Tŕňa werden seit Jahrhunderten edelsüße Tokajer-Weine aus botrytisierten Trauben gekeltert. In der Nähe lädt der Stausee Zemplínska šírava zum Baden ein.


Wo finde ich offizielle Reiseinformationen zur Slowakei?

Offizielle Auskünfte gibt die Slowakische Zentrale für Tourismus (Slovakia Travel), die das Land in Deutschland vertritt; Adresse und Kontakt finden Sie unten auf dieser Seite. Das offizielle Reiseportal ist slovakia.travel. Einen Überblick über das Land bietet die Slowakei-Übersicht.


Weiter zur Reiseplanung: die Übersicht Slowakei, die Nachbarregionen Prešov im Norden, Banská Bystrica im Westen und Žilina im Nordwesten sowie weitere Ziele in der Übersicht Europa.