Nidwalden

Der Kanton Nidwalden ist einer der kleinsten der Schweiz und liegt am südlichen Ufer des Vierwaldstättersees in der Zentralschweiz. Um die Hauptstadt Stans breiten sich grüne Wiesen, Obstgärten und stille Bergtäler aus, überragt vom pyramidenförmigen Stanserhorn und dem Höhenzug des Bürgenstocks. Der deutschsprachige Kanton verbindet Seeidylle, Zentralschweizer Geschichte und sanften Bergtourismus. Bergbahnen wie die offene CabriO-Bahn aufs Stanserhorn und der Hammetschwand-Lift zählen zu den Höhepunkten. Gezahlt wird mit dem Schweizer Franken.

Nidwalden erstreckt sich vom Südufer des Vierwaldstättersees ins Engelberger Aatal hinein und ist von Bergen umrahmt. Trotz seiner geringen Größe bietet der Kanton eine reizvolle Mischung aus See, sanften Voralpen und geschichtsträchtigen Orten und ist bequem von Luzern aus erreichbar.
Für Reisende ist Nidwalden ein Kanton der Seeromantik und der Aussichtsberge. Die Schweiz gehört zum Schengen-Raum, aber nicht zur EU. Bezahlt wird mit dem Schweizer Franken. Schiffe, die Zentralbahn und mehrere Bergbahnen erschließen den Kanton; die Nähe zu Luzern macht ihn zu einem beliebten Ausflugs- und Ferienziel.
Stans, die Hauptstadt
Die Kantonshauptstadt Stans liegt in einer weiten Ebene am Fuß des Stanserhorns. Ihr gepflegter Dorfkern mit Pfarrkirche, Beinhaus und stattlichen Patrizierhäusern strahlt zentralschweizerische Ruhe aus. Auf dem Dorfplatz erinnert ein Denkmal an Arnold von Winkelried.
Der Sage nach opferte sich der Held aus Nidwalden in der Schlacht bei Sempach 1386, um den Eidgenossen zum Sieg zu verhelfen. Stans ist zudem für seine pädagogische Geschichte bekannt, denn hier wirkte der Reformpädagoge Pestalozzi. Museen wie das Nidwaldner Museum vertiefen die Kultur des Kantons.
Das Stanserhorn und die CabriO-Bahn
Der Hausberg von Stans ist das Stanserhorn, das mit einer historischen Standseilbahn und der weltweit ersten doppelstöckigen CabriO-Seilbahn mit offenem Oberdeck erschlossen wird. Die Fahrt auf dem offenen Dach ist ein besonderes Erlebnis mit freiem Rundblick.
Vom Gipfel auf rund 1.900 Metern eröffnet sich ein grandioses Panorama über den Vierwaldstättersee, die Zentralschweiz und eine weite Kette von Alpengipfeln. Ein Drehrestaurant, Wanderwege und die alpine Blumenwelt machen den Berg zu einem der schönsten Aussichtspunkte der Region.
Der Bürgenstock über dem See
Der Bürgenstock ist ein langgezogener Felsrücken, der steil über dem Vierwaldstättersee aufragt. Auf seiner Höhe liegt ein traditionsreiches Resort, das schon Prominenz aus aller Welt beherbergte und heute mit Hotels, Spa und Panoramaterrassen glänzt.
Ein technisches Highlight ist der Hammetschwand-Lift, der höchste freistehende Außenaufzug Europas, der Besucher an der Felswand emporträgt. Von der Aussichtsplattform und dem in den Fels gehauenen Felsenweg genießt man einen atemberaubenden Tiefblick auf den See und die Berge.
Der Vierwaldstättersee
Das Südufer des Vierwaldstättersees gehört zu Nidwalden mit hübschen Seeorten wie Buochs, Beckenried und Ennetbürgen. Kursschiffe und historische Dampfer verbinden die Ufer und schaffen eine der schönsten Seelandschaften der Alpen mit ihren verzweigten Buchten.
Die milden Ufer laden zum Baden, Segeln und Flanieren ein, Uferpromenaden und Campingplätze säumen das Wasser. Von Beckenried führt eine Seilbahn auf die aussichtsreiche Klewenalp, ein beliebtes Wander- und Skigebiet. Der See ist das verbindende Element der ganzen Zentralschweiz.
In Hergiswil am Seeufer lockt die traditionsreiche Glasi, eine Glasbläserei mit Museum und Erlebniswelt, viele Familien an. Von hier führt die Zahnradbahn auf den Pilatus, dessen Nordflanke zu Nidwalden gehört. Schiffsanlegestellen in Stansstad, Buochs und Beckenried machen den See von überall her gut zugänglich.
Bergwelt: Klewenalp, Bannalp und Engelberger Tal
Über Beckenried erstreckt sich die Klewenalp, ein sonniges Wander- und Wintersportgebiet mit weitem Seeblick. Familienfreundliche Wege, Alphütten und im Winter Skipisten machen die Alp zu einem beliebten Ausflugsziel für Jung und Alt.
Ursprünglicher geht es auf der Bannalp zu, einem stillen Hochtal mit einem kleinen Bergsee, das über eine Luftseilbahn erreichbar ist. Das Engelberger Aatal führt hinauf Richtung Wolfenschiessen und in die Berge. Über Emmetten gelangt man zudem zum aussichtsreichen Seelisberg mit Blick auf die Rütliwiese, und von Dallenwil schweben kleine Seilbahnen zur Wirzweli und zur Wiesenberg-Alp. Diese Täler bewahren die ruhige, unverbaute Seite Nidwaldens.
Geschichte und Brauchtum
Nidwalden bildete zusammen mit Obwalden lange das alte Land Unterwalden, einen der drei Urkantone der Eidgenossenschaft. Die beiden Halbkantone pflegen bis heute eine eigenständige Identität mit eigener Regierung und Geschichte.
Der Kanton bewahrt lebendiges Brauchtum, von Fasnacht bis zu kirchlichen Festen, und pflegt seine bäuerliche Kultur. Kapellen, Wegkreuze und traditionelle Holzhäuser prägen das Landschaftsbild. Wer Nidwalden bereist, begegnet einer bodenständigen, gastfreundlichen und tief verwurzelten Zentralschweizer Lebensart.
Beste Reisezeit für Nidwalden
Die beste Zeit für Nidwalden ist von Mai bis Oktober. Im Frühling und Sommer laden See und Berge zu Schifffahrten, Bädern und Wanderungen ein, die Aussichtsberge bieten klare Fernsicht. Der Herbst färbt Wälder und Hänge und beschert stimmungsvolle Tage am Wasser.
Im Winter locken die Klewenalp und kleinere Gebiete mit Skifahren und Schlitteln, während die Seeorte ganzjährig einen ruhigen Aufenthalt bieten. Dank der Nähe zu Luzern lässt sich Nidwalden zu jeder Jahreszeit gut mit einem Städtebesuch verbinden.
Anreise, Vignette & Praktisches
Nidwalden ist über die Zentralbahn von Luzern gut erreichbar; Stans und Hergiswil liegen an der Strecke Richtung Engelberg. Schiffe verbinden die Seeorte mit Luzern und dem Kanton Uri. Bergbahnen erschließen die Höhen. Nächster großer Flughafen ist Zürich.
Wer mit dem Auto anreist, braucht für die Schweizer Autobahnen die Autobahnvignette (rund 40 CHF pro Jahr). Da die Schweiz nicht zur EU-Zollunion gehört, gelten an der Grenze Zollfreigrenzen. Bezahlt wird mit dem Franken; Karten werden fast überall akzeptiert. Für die Einreise genügt EU-Bürgern der Personalausweis.
Häufige Fragen
Was muss man über den Kanton Nidwalden wissen?
Nidwalden ist einer der kleinsten Kantone der Schweiz und liegt am Südufer des Vierwaldstättersees. Der deutschsprachige Kanton mit der Hauptstadt Stans bildete einst mit Obwalden das Land Unterwalden, einen der drei Urkantone. Gezahlt wird mit dem Schweizer Franken.
Was sind die schönsten Sehenswürdigkeiten im Kanton Nidwalden?
Höhepunkte sind das Stanserhorn mit der offenen CabriO-Seilbahn, der Bürgenstock mit dem Hammetschwand-Lift, die Hauptstadt Stans mit dem Winkelried-Denkmal, das Südufer des Vierwaldstättersees sowie die Aussichtsgebiete Klewenalp und Bannalp.
Wann ist die beste Reisezeit für Nidwalden?
Mai bis Oktober ist ideal für Schifffahrten, Bäder und Wanderungen; die Aussichtsberge bieten dann klare Sicht. Der Herbst färbt die Hänge. Im Winter locken die Klewenalp mit Ski und Schlitten und die ruhigen Seeorte, gut kombinierbar mit einem Besuch in Luzern.
Was ist die CabriO-Bahn am Stanserhorn?
Die CabriO-Bahn ist die weltweit erste doppelstöckige Seilbahn mit offenem Oberdeck. Sie bringt Gäste aufs Stanserhorn, wo sich ein weiter Rundblick über den Vierwaldstättersee und die Alpen eröffnet. Die Fahrt auf dem offenen Dach ist ein besonderes Erlebnis.
Wer war Arnold von Winkelried?
Arnold von Winkelried ist ein Sagenheld aus Nidwalden. Der Legende nach opferte er sich in der Schlacht bei Sempach 1386, indem er die feindlichen Speere auf sich zog und so den Eidgenossen eine Bresche schlug. In Stans erinnert ein Denkmal an ihn.
Wo finde ich offizielle Reiseinformationen zu Nidwalden?
Offizielle Auskünfte gibt Nidwalden Tourismus. Kontaktadresse und Website finden Sie unten auf dieser Seite; einen Überblick über das ganze Land bietet die Schweiz-Übersicht.
Weiter zur Reiseplanung: die Übersicht Schweiz, die Nachbarkantone Luzern und Uri sowie weitere Ziele in der Übersicht Europa.