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Dalarna

Illustration von Dalarna am Siljansee mit einer falunrot gestrichenen Hütte, einem geschmückten Midsommar-Maibaum, einem großen roten Dalapferd und Birken im Sommerlicht

Dalarna gilt als das Herz Schwedens und die Seele des Landes: das rote Dalapferd, der weite Siljansee mit Leksand, Rättvik und Mora, die UNESCO-Kupfergrube von Falun und die Farbe Falu-Rot, dazu der Inbegriff des schwedischen Midsommar und der legendäre Skilanglauf Vasaloppet. Lebendige Volkskultur und schöne Natur. Bezahlt wird mit der Schwedischen Krone.

Landkarte Dalarna
Landkarte Dalarna

Dalarna (deutsch früher „Dalekarlien“) ist eine Provinz in Mittelschweden und gilt vielen als die schwedischste aller Landschaften – das Land, das man vor Augen hat, wenn man an rote Holzhäuser, blaue Seen, Trachten und Volksmusik denkt. Hier haben sich alte Traditionen besonders lebendig erhalten, und viele Symbole, die weltweit für Schweden stehen, stammen aus dieser Region: das rote Holzpferd, die Farbe Falu-Rot und das Bild des Midsommar-Fests.

Für Reisende ist Dalarna eine Region der Sehnsuchtsbilder. Rund um den großen Siljansee reihen sich malerische Orte, in denen Handwerk, Feste und Musik gepflegt werden. Im Winter verwandelt sich die Provinz in ein Wintersportgebiet mit dem berühmten Vasaloppet. Bezahlt wird mit der Schwedischen Krone (SEK); Schweden hat den Euro nicht eingeführt und ist nahezu bargeldlos, sodass eine Zahlungskarte fast immer genügt.

Lage & Landschaft

Dalarna liegt im Herzen Schwedens, dort wo das mildere Mittelschweden in die weiten Wälder und Berge des Nordens übergeht. Der Süden um Falun ist von Seen, Wäldern und Kulturlandschaft geprägt, der Nordwesten steigt zu den Bergen an der norwegischen Grenze an, wo sich bei Sälen und Idre die südlichsten Skigebiete des Landes befinden. Durch die Region fließt der Fluss Dalälven, der ihr den Namen gab.

Im Mittelpunkt liegt der Siljansee, der aus einem uralten Meteoriteneinschlag hervorging und zu den schönsten Seen Schwedens zählt. An seinen Ufern hat sich die traditionelle Kultur besonders stark gehalten. Die abwechslungsreiche Natur aus Wasser, Wald und Bergen macht Dalarna zu einem ganzjährigen Ziel – im Sommer für Wanderer und Badegäste, im Winter für Skifahrer und Langläufer.

Das Dalapferd

Kein Souvenir ist so untrennbar mit Schweden verbunden wie das Dalapferd (Dalahäst), das leuchtend rote, kunstvoll bemalte Holzpferd. Ursprünglich schnitzten Waldarbeiter die Figuren in den langen Winterabenden als Spielzeug für ihre Kinder. Aus dieser Tradition wurde ein weltbekanntes Symbol, das bis heute in Handarbeit gefertigt wird – vor allem im Dorf Nusnäs am Siljansee.

In den Werkstätten von Nusnäs kann man zusehen, wie die Pferde aus Kiefernholz geschnitzt, grundiert und mit dem typischen Blumenmuster (dem „kurbits“) bemalt werden. Das Dalapferd ist mehr als ein Andenken: Es steht für die Handwerkskunst und den Stolz der Region und wurde 1939 auf der Weltausstellung in New York zum Wahrzeichen ganz Schwedens.

Der Siljansee – Leksand, Rättvik & Mora

Rund um den Siljansee liegen die klassischen Orte Dalarnas. Leksand ist berühmt für sein Midsommar-Fest, Rättvik für den langen historischen Holzsteg „Långbryggan“, der weit in den See hinausreicht, und für die alten Kirchställe am Ufer. Mora am Nordufer ist Ziel des Vasaloppet und Heimat des Malers Anders Zorn.

Zwischen den Orten laden schöne Uferstraßen, Badestellen und Aussichtspunkte zum Verweilen ein. Typisch für die Region sind die alten Kirchboote (kyrkbåtar), lange Ruderboote, mit denen die Gemeinden früher zur Kirche fuhren und die heute bei sommerlichen Regatten wieder zu Wasser gelassen werden. Der Siljansee ist das kulturelle und landschaftliche Herz Dalarnas.

Falun – Kupfergrube & Falu-Rot

Die Regionshauptstadt Falun verdankt ihren Reichtum der berühmten Kupfergrube (Falu Gruva), die über Jahrhunderte einen Großteil des europäischen Kupfers lieferte und Schweden zur Großmacht mitfinanzierte. Die Grube und die umgebende Bergbaulandschaft gehören heute zum UNESCO-Welterbe; bei einer Führung steigt man in die historischen Stollen hinab und erfährt von der harten Arbeit der Bergleute.

Aus den Abraumhalden der Grube stammt auch die berühmte Farbe Falu-Rot (Falu rödfärg), das kräftige Rot, mit dem seit dem 18. Jahrhundert die schwedischen Holzhäuser gestrichen werden. Diese Farbe hat das Bild des ländlichen Schwedens weltweit geprägt. In Falun verbindet sich damit Industriegeschichte mit einem der stärksten Symbole der schwedischen Kultur.

Midsommar – das schwedische Sommerfest

Nirgendwo wird das Midsommar-Fest so ursprünglich gefeiert wie in Dalarna, weshalb die Region als Inbegriff dieses wichtigsten schwedischen Festes gilt. Rund um die Sommersonnenwende Ende Juni wird der mit Blumen und Birkengrün geschmückte Maibaum (midsommarstång) aufgerichtet, um den herum in Tracht getanzt und gesungen wird.

Besonders berühmt sind die Feiern in Leksand und Rättvik, zu denen Tausende Besucher kommen. Dazu gehören traditionelle Speisen wie eingelegter Hering, neue Kartoffeln und Erdbeeren. Wer Schweden von seiner ursprünglichsten, festlichsten Seite erleben will, sollte versuchen, das Midsommar-Wochenende in Dalarna zu verbringen – ein unvergessliches Erlebnis voller Musik und Lebensfreude.

Vasaloppet & Skisport

Dalarna ist die Wiege des Vasaloppet, des ältesten und größten Skilanglauf-Rennens der Welt. Auf der 90 Kilometer langen Strecke von Sälen nach Mora messen sich jedes Jahr im März Zehntausende Läufer; das Rennen erinnert an die Flucht des späteren Königs Gustav Vasa im Jahr 1521. Für viele Schweden ist die Teilnahme ein Lebensziel, das Zieltor in Mora ist ein nationales Heiligtum.

Im Nordwesten der Region liegen die Skigebiete Sälen und Idre, die zu den größten und familienfreundlichsten Wintersportzentren Schwedens zählen. Sie bieten Pisten, weite Loipennetze und im Fall von Idre Fjäll auch alpines Gelände. Der Winter ist damit neben dem Sommer die zweite Hauptsaison Dalarnas, mit Ski, Schlittenfahrten und der Chance auf klare, sternenreiche Nächte.

Volksmusik, Tracht & Handwerk

Dalarna ist das Zentrum der schwedischen Volkskultur. Nirgendwo sonst werden Trachten, Volkstänze und die traditionelle Fiedelmusik so lebendig gepflegt. Jeder Ort am Siljansee hat seine eigene Tracht und seine eigenen Melodien; im Sommer finden zahlreiche Spielmannstreffen und Feste statt. Die Geige gilt als das Instrument der Region schlechthin.

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Auch die Malerei ist eng mit Dalarna verbunden: In Sundborn lebte der Maler Carl Larsson, dessen helle, heitere Bilder seines Zuhauses das schwedische Wohnideal weltweit prägten; sein Haus ist heute ein vielbesuchtes Museum. In Mora wiederum ehrt das Zorn-Museum den Maler Anders Zorn. Handwerk, Kunst und Musik machen Dalarna zu einer besonders kulturvollen Region.

Natur & Wandern

Abseits der Kulturorte bietet Dalarna weite, unberührte Natur. Im Nordwesten laden die Berge und Fjälls rund um Idre und der Nationalpark Fulufjället zum Wandern ein; dort stürzt mit dem Njupeskär der höchste Wasserfall Schwedens rund 90 Meter in die Tiefe. Auch der uralte Fichtenklon „Old Tjikko“, einer der ältesten Bäume der Welt, wächst in diesem Gebiet.

Dank des Jedermannsrechts (Allemansrätten) darf man sich in dieser Natur frei bewegen, wandern, Beeren und Pilze sammeln und für eine Nacht zelten – rücksichtsvoll gegenüber Natur und Grundbesitzern. Kanutouren auf den Seen, Radwege entlang des Siljansees und im Winter gespurte Loipen machen Dalarna zu einem vielseitigen Ziel für aktive Reisende zu jeder Jahreszeit.

Beste Reisezeit

Dalarna hat zwei Hauptsaisons. Der Sommer (Juni bis August) ist ideal für die Seen, das Wandern und vor allem das Midsommar-Fest Ende Juni, den kulturellen Höhepunkt des Jahres. Dann sind die Orte am Siljansee lebendig, die Werkstätten geöffnet und die Tage lang und hell.

Die zweite Saison ist der Winter (Dezember bis März) mit Skisport in Sälen und Idre und dem Vasaloppet im März. Herbst und Frühjahr sind ruhiger; der Herbst lockt mit bunten Wäldern und Beeren, der Frühling mit Schmelzwasser und ersten warmen Tagen. Wer die lebendige Volkskultur erleben will, reist im Sommer, wer Wintersport sucht, zwischen Dezember und März.

Anreise & Mobilität

Dalarna ist von Stockholm aus gut erreichbar. Mit der Bahn gelangt man in wenigen Stunden nach Falun, Borlänge, Leksand und Mora; im Winter fahren zudem spezielle Skizüge in die Wintersportgebiete. Der regionale Flughafen bei Mora sowie die größeren Airports rund um Stockholm dienen als Einfallstore. Autoreisende erreichen die Region über gut ausgebaute Straßen aus dem Süden.

Vor Ort empfiehlt sich ein Mietwagen, um die verstreuten Orte am Siljansee, Nusnäs, Sundborn und die Skigebiete flexibel zu erreichen. Es gilt Rechtsverkehr; auf den Waldstraßen ist besonders in der Dämmerung auf Elche und anderes Wild zu achten. Bezahlt wird nahezu überall bargeldlos per Karte, auch in kleinen Handwerksläden und an Ausflugszielen.

Reisetipps & Geheimtipps

Eine klassische Dalarna-Reise führt an den Siljansee mit Leksand, Rättvik und Mora, in die Dalapferd-Werkstätten von Nusnäs und in die Kupferstadt Falun. Wer das Midsommar-Wochenende plant, sollte Unterkünfte früh buchen, denn die Region ist dann sehr beliebt. Ein Besuch von Carl Larssons Haus in Sundborn lohnt sich für alle, die schwedisches Design und Wohnkultur mögen.

Als Geheimtipps gelten der Wasserfall Njupeskär im Nationalpark Fulufjället, eine Fahrt mit einem historischen Kirchboot auf dem Siljansee und die stillen Dörfer abseits der Hauptorte, in denen die alten Trachten und Bräuche weiterleben. Für die weitere Reiseplanung lohnt der Blick auf die Übersicht Schweden mit allen Regionen.

Häufige Fragen


Wie viele Tage sollte man für Dalarna einplanen?

Für einen guten Eindruck der Region um den Siljansee mit Leksand, Rättvik, Mora, den Dalapferd-Werkstätten in Nusnäs und der Kupferstadt Falun sollte man drei bis fünf Tage einplanen. Wer wandern, die Berge im Nordwesten oder im Winter Skisport erleben möchte, plant entsprechend mehr Zeit ein.


Zahlt man in Dalarna mit Euro oder mit der Krone?

Offizielles Zahlungsmittel ist die Schwedische Krone (SEK), nicht der Euro. Schweden ist zudem nahezu bargeldlos: Auch in Handwerksläden, an Ausflugszielen und in den Skigebieten zahlt man mit Karte oder Handy. Eine kontaktlose Zahlungskarte ist daher wichtiger als Bargeld.


Warum gilt Dalarna als das schwedischste aller Reiseziele?

Weil viele Symbole, die weltweit für Schweden stehen, aus Dalarna stammen: das rote Dalapferd, die Farbe Falu-Rot der Holzhäuser und das ursprünglich gefeierte Midsommar-Fest. Zugleich werden hier Trachten, Volkstänze und Fiedelmusik besonders lebendig gepflegt – die Region gilt als Herz der schwedischen Volkskultur.


Wann ist die beste Reisezeit für Dalarna?

Es gibt zwei Hauptsaisons: den Sommer (Juni bis August) für Seen, Wandern und das Midsommar-Fest Ende Juni sowie den Winter (Dezember bis März) für Skisport in Sälen und Idre und das Vasaloppet im März. Wer die Volkskultur erleben will, reist im Sommer.


Was ist das Vasaloppet?

Das Vasaloppet ist der älteste und größte Skilanglauf der Welt, ein 90 Kilometer langes Rennen von Sälen nach Mora, das jedes Jahr im März stattfindet. Es erinnert an die Flucht des späteren Königs Gustav Vasa 1521. Zehntausende Läufer nehmen teil; für viele Schweden ist es ein Lebensziel.


Wo finde ich offizielle Reiseinformationen zu Dalarna?

Landesweite Auskünfte bündelt die schwedische Tourismusorganisation VisitSweden über visitsweden.com. Für die Region selbst informiert das offizielle Portal Visit Dalarna unter visitdalarna.se mit Tipps zum Siljansee, zu Falun, den Festen und den Skigebieten. Die Kontaktdaten finden Sie unten auf dieser Seite.


Weiter zur Reiseplanung: die Übersicht Schweden mit allen Regionen, dazu die Hauptstadtregion Stockholm & Schären, die Nachbarregion Höga Kusten & Mittelschweden und der hohe Norden mit Schwedisch-Lappland sowie die Übersicht Europa.