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Woiwodschaft Heiligkreuz

Illustration des bewaldeten Heiligkreuzgebirges mit Klosterberg und der Hügelaltstadt von Sandomierz

Die Woiwodschaft Heiligkreuz (Świętokrzyskie) im Herzen Polens ist eine Region der alten Berge, Schlossruinen und Weichselstädte. Namensgeber ist das Heiligkreuzgebirge, das älteste Mittelgebirge des Landes mit dem Kloster Święty Krzyż und den bizarren Blockmeeren. Am Rand thront die malerische Weichselstadt Sandomierz, im Umland locken die Königsburg Chęciny, die Kurbäder Busko-Zdrój und ein beliebter Dinosaurierpark. Hauptstadt ist Kielce mit dem prächtigen Bischofspalast. Gezahlt wird mit dem Złoty; beste Reisezeit ist Mai bis September.

Landkarte Woiwodschaft Heiligkreuz
Landkarte Woiwodschaft Heiligkreuz

Die Woiwodschaft Heiligkreuz (polnisch Świętokrzyskie) liegt im Zentrum Polens südlich der Weichsel. Sie ist eine der kleinsten und am wenigsten bekannten Regionen des Landes – und gerade darum ein Ziel für Reisende, die stille Berge, unverbrauchte Natur und geballte Geschichte abseits der großen Ströme suchen.

Namensgeber ist das uralte Heiligkreuzgebirge; dazu kommen fruchtbare Lösshügel, Flusstäler und Kurorte. Gezahlt wird mit dem Złoty; als EU- und Schengen-Region ist sie für Deutsche mit dem Personalausweis erreichbar.

Die Region liegt verkehrsgünstig zwischen Warschau und Krakau und lässt sich gut als Zwischenstopp oder eigenständiges Ziel erleben. Wer stille Berge, Burgruinen und die malerische Weichselstadt Sandomierz ohne den Andrang der großen Reiseziele sucht, findet in der Woiwodschaft Heiligkreuz ein preiswertes, überraschend abwechslungsreiches Land – von Wanderungen über Kururlaub bis zu Familienausflügen in den Dinosaurierpark.

Region & Lage

Das Heiligkreuzgebirge (Góry Świętokrzyskie) zieht sich mitten durch die Region – kein hoher, aber ein sehr alter Gebirgszug, dessen sanfte, bewaldete Rücken zu den ältesten Europas zählen. Im Osten begrenzt die Weichsel das Land, ringsum breiten sich Lösshügel und Wälder aus.

Historisch war die Gegend ein frühes Bergbau- und Hüttenzentrum: Schon in der Antike wurde hier Eisen verhüttet, später Blei, Kupfer und Feuerstein gefördert. Diese Vergangenheit prägt Landschaft und Museen bis heute.

Kielce & der Bischofspalast

Kielce, die Hauptstadt, überrascht mit dem Palast der Krakauer Bischöfe, einer der besterhaltenen frühbarocken Residenzen Polens mit originalen Deckenmalereien und Museum. Direkt an der Stadt liegt das Naturreservat Kadzielnia mit einem in einen alten Steinbruch gebauten Amphitheater.

Kielce ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge ins Gebirge und eine lebendige Messe- und Universitätsstadt. Geologische Reservate und Höhlen im Stadtgebiet zeugen von der bewegten Erdgeschichte der Region.

Heiligkreuzgebirge & das Kloster Święty Krzyż

Auf dem Kahlenberg Łysiec thront die Benediktinerabtei Święty Krzyż (Heiligkreuz), eines der ältesten Heiligtümer Polens, in dem eine Reliquie des Heiligen Kreuzes verehrt wird. Von hier stammt der Name der ganzen Region.

Rund um die Gipfel liegen die gołoborza, ausgedehnte Blockmeere aus hellem Quarzitgestein, die wie versteinerte Ströme zwischen den Wäldern schimmern – ein einzigartiges Naturschauspiel im Świętokrzyski-Nationalpark.

Sandomierz – Perle an der Weichsel

Sandomierz ist eines der schönsten Städtchen Polens: eine auf einem Hügel über der Weichsel gelegene Altstadt mit gotischer Kathedrale, Renaissance-Rathaus und einer unterirdischen Kaufmannsroute aus mittelalterlichen Kellern. Durch die Fernsehserie „Pater Mateusz“ wurde die Stadt landesweit bekannt.

Rund um Sandomierz ziehen sich tiefe Lössschluchten und die Weinberg-Hänge der Pieprzowe-Berge. Die malerische Lage und die kompakte, autofreie Altstadt machen die Stadt zu einem lohnenden Reiseziel.

Burgen & Schlossruinen

Über dem Städtchen Chęciny erhebt sich eine gut erhaltene Königsburgruine mit weitem Rundblick, daneben ein modernes geologisches Bildungszentrum. Die größte Sehenswürdigkeit ihrer Art ist die gewaltige Ruine des manieristischen Palastes Krzyżtopór in Ujazd, einst eine der größten Residenzen Europas.

Die Zisterzienserabtei Wąchock mit ihrem romanischen Kapitelsaal gehört zu den schönsten Klosterbauten Polens. Diese Ruinen und Klöster erzählen von der einstigen Bedeutung der Region.

Natur, Kurbäder & Dinosaurier

Die Kurorte Busko-Zdrój und Solec-Zdrój sind für ihre schwefelhaltigen Heilquellen bekannt und beliebte Ziele für Wellness und Kur. Das Nida-Tal lädt zu Kanutouren durch eine sanfte Flusslandschaft ein.

Ein Publikumsmagnet für Familien ist der JuraPark Bałtów mit lebensgroßen Dinosauriermodellen, Freizeitangeboten und einem Zoo – ein willkommener Kontrast zu Kultur und Natur.

Kultur, Geschichte & Bergbauerbe

In Krzemionki bei Ostrowiec liegt ein prähistorisches Feuersteinbergwerk aus der Jungsteinzeit, das zum UNESCO-Welterbe zählt. Freilichtmuseen und Hüttenmuseen bewahren das reiche Industrie- und Bergbauerbe der Region.

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Feste, Ritterspiele auf den Burgen und Wallfahrten zum Heiligkreuz beleben den Jahreslauf. Die Region pflegt ihre Traditionen zwischen Frömmigkeit und altem Handwerk.

Kulinarik & Regionales

Die Küche ist bodenständig-zentralpolnisch: Sauerteigsuppen, Pierogi, Buchweizengrütze und Wildgerichte prägen die Speisekarten. Rund um Sandomierz gedeihen Obst und Wein, aus denen Säfte und regionale Weine entstehen.

Auf Märkten locken Honig, Räucherwaren und Backwaren. In den Kurorten und Dorfgasthöfen lässt sich die herzhafte Küche der Region entdecken.

Rund um Sandomierz haben sich in den letzten Jahren mehrere Weingüter etabliert, die dem milden Löss- und Weichselklima Weiß- und Roséweine abgewinnen – eine kleine, aufstrebende Weinregion Polens. Dazu passen der lokale Ziegenkäse und Obst aus den Streuobstwiesen. In den Schwefelbädern von Busko-Zdrój setzt man auf leichte Kurküche, während Dorfwirtshäuser deftige Sauerteigsuppen und Wild aus den Wäldern des Nationalparks auftischen.

Beste Reisezeit & Anreise

Ideal ist die Zeit von Mai bis September für Wanderungen im Gebirge, Sandomierz und die Kurbäder; der Herbst färbt die Buchenwälder des Nationalparks. Die Blockmeere sind bei trockenem Wetter am eindrucksvollsten.

Kielce ist per Schnellstraße und Bahn von Warschau und Krakau gut erreichbar; die Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander. Gezahlt wird mit dem Złoty; das Preisniveau ist günstig.

Reisetipps & Geheimtipps

Verbinden Sie eine Wanderung zum Kloster Święty Krzyż mit einem Bummel durch Sandomierz und einem Blick von der Burg Chęciny. Familien planen einen Tag im JuraPark Bałtów ein.

Als Geheimtipp lohnen die Palastruine Krzyżtopór und das UNESCO-Feuersteinbergwerk Krzemionki. Wer stille Berge und geballte Geschichte ohne Gedränge sucht, ist in der Region Heiligkreuz genau richtig.

Für die Planung bietet sich die verkehrsgünstige Lage an: Kielce liegt an der Schnellstraße zwischen Warschau und Krakau, sodass sich die Region gut als mehrtägiger Zwischenstopp einbauen lässt. Zwei bis drei Tage genügen, um Gebirge, Sandomierz und eine Burg zu verbinden; Familien planen zusätzlich einen Tag im Dinosaurierpark ein. Da die Sehenswürdigkeiten nah beieinander liegen, kommt man mit dem Auto am flexibelsten voran.

Häufige Fragen


Was macht die Woiwodschaft Heiligkreuz als Reiseziel besonders?

Świętokrzyskie im Herzen Polens bietet das älteste Mittelgebirge des Landes mit dem Kloster Święty Krzyż und den Blockmeeren, die malerische Weichselstadt Sandomierz, die Königsburg Chęciny, die Kurbäder Busko-Zdrój und einen beliebten Dinosaurierpark. Hauptstadt ist Kielce. Gezahlt wird mit dem Złoty.


Welche Sehenswürdigkeiten sollte man in der Region Heiligkreuz nicht verpassen?

Höhepunkte sind das Kloster Święty Krzyż mit den Blockmeeren, die Altstadt von Sandomierz, der Bischofspalast in Kielce, die Burgruine Chęciny, die Palastruine Krzyżtopór und das UNESCO-Feuersteinbergwerk Krzemionki.


Was sind die gołoborza im Heiligkreuzgebirge?

Die gołoborza sind ausgedehnte Blockmeere aus hellem Quarzitgestein, die wie versteinerte Ströme über die Berghänge ziehen. Sie liegen im Świętokrzyski-Nationalpark und zählen zu den ungewöhnlichsten Naturschauspielen Polens.


Wann ist die beste Reisezeit für die Region Heiligkreuz?

Mai bis September ist ideal für Wanderungen, Sandomierz und die Kurbäder; im Herbst färben sich die Buchenwälder des Nationalparks. Die Blockmeere wirken bei trockenem Wetter am eindrucksvollsten.


Zahlt man in der Region Heiligkreuz mit Euro oder Złoty?

Offizielle Währung ist der polnische Złoty (PLN), nicht der Euro. Das Preisniveau ist günstig und die Sehenswürdigkeiten liegen nah beieinander. Für die Einreise genügt Deutschen der Personalausweis.


Wo finde ich offizielle Reiseinformationen zu Polen?

Offizielle Auskünfte gibt das Polnische Fremdenverkehrsamt in Berlin; Kontaktadresse und Website finden Sie unten auf dieser Seite. Das offizielle Reiseportal ist polen.travel. Einen Überblick über das Land bietet die Polen-Übersicht.


Weiter zur Reiseplanung: die Übersicht Polen, die Nachbarwoiwodschaften Kleinpolen, Lublin und Masowien sowie weitere Ziele in der Übersicht Europa.