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Kärnten

Illustration des türkisen Wörthersees in Kärnten, umgeben von bewaldeten Hügeln und Alpengipfeln

Kärnten ist der sonnige Süden Österreichs: warme Badeseen wie der Wörthersee, der Millstätter See und der Faaker See, dazu die vergletscherten Hohen Tauern mit dem Großglockner, die sanften Nockberge und mediterranes Flair an der Grenze zu Italien und Slowenien. Klagenfurt und Villach, milde Sommer und ein Hauch Süden machen das Land zum Ferienziel. Gezahlt wird mit dem Euro.

Landkarte Kärnten
Landkarte Kärnten

Kärnten ist Österreichs südlichstes Bundesland und trägt zu Recht den Ruf des „sonnigen Südens“. Eingebettet zwischen den vergletscherten Hohen Tauern im Norden und den Karawanken an der slowenischen Grenze im Süden, öffnet sich hier ein weites Becken voller warmer Seen, in denen sich die Berge spiegeln. Die Nähe zu Italien und Slowenien verleiht dem Land ein mediterranes Flair, das sich in der Küche, im Lebensgefühl und im milden Klima widerspiegelt.

Für Reisende ist Kärnten vor allem ein Wasser- und Bergland: Im Sommer laden dutzende Badeseen mit oft über 25 Grad warmem Wasser zum Schwimmen ein, während ringsum Wanderwege und Gipfel locken. Gezahlt wird mit dem Euro, Amtssprache ist Deutsch, im Süden lebt zudem eine slowenischsprachige Minderheit. Für die Einreise genügt EU-Bürgern der Personalausweis.

Der Wörthersee – die Badeseeriviera Österreichs

Der Wörthersee ist der berühmteste See Kärntens und eines der wärmsten Badegewässer der Alpen. Rund um sein türkis schimmerndes Wasser reihen sich mondäne Orte wie Velden mit seinem prächtigen Seeschloss, Pörtschach und Maria Wörth mit der malerisch auf einer Halbinsel gelegenen Wallfahrtskirche. In der Belle Époque wurde der See zur Sommerfrische des Adels und Großbürgertums – ein Glanz, der bis heute nachwirkt.

Heute verbindet der Wörthersee Badeurlaub mit Lebensart: Seebäder, Promenaden, Bootsfahrten und eine lebendige Sommerszene prägen die Ufer. Der GTI-Treffen-Ruf früherer Jahre ist Geschichte; geblieben ist ein See, der Erholung, Natur und ein wenig Glamour vereint. Ein Rad- und Wanderweg umrundet das gesamte Ufer.

Klagenfurt und der Lindwurm

Die Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee liegt am Ostufer des Sees und besticht mit einer sehenswerten Renaissance- und Barockaltstadt voller Innenhöfe und Arkaden. Wahrzeichen ist der Lindwurmbrunnen am Neuen Platz – ein steinerner Drache, der an die Gründungssage der Stadt erinnert und zum Symbol Klagenfurts geworden ist.

Ein Ausflugsklassiker ist der Minimundus am Stadtrand, ein Miniaturpark mit Nachbildungen berühmter Bauwerke aus aller Welt. Vom Stadtzentrum führt ein Kanal direkt zum Strandbad am Wörthersee – Klagenfurt ist damit eine der wenigen Städte, die Kultur und Seebad unmittelbar verbinden.

Villach und der Süden

Die zweitgrößte Stadt Villach liegt an der Drau im Schnittpunkt der Alpen-Adria-Region, wo Österreich, Italien und Slowenien aufeinandertreffen. Ihre bunte Altstadt mit dem Hauptplatz und dem Stadtpfarrturm strahlt südländische Lebensfreude aus, und der berühmte Villacher Fasching gehört zu den größten Faschingsereignissen des Landes.

Über der Stadt lockt die Gerlitzen, ein beliebter Aussichts- und Skiberg, und ganz in der Nähe entspringen die Thermalquellen von Warmbad Villach und Bad Bleiberg. Villach ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge über die nahen Grenzen nach Italien (Tarvis, Udine) oder Slowenien.

Faaker See, Ossiacher See und die Seenwelt

Neben dem Wörthersee glänzen viele weitere Badeseen. Der Faaker See südlich von Villach besticht mit seinem intensiven, karibisch anmutenden Türkis vor der Kulisse des markanten Mittagskogels. Der Ossiacher See am Fuß der Gerlitzen ist der drittgrößte See Kärntens und ein Zentrum für Wassersport und Musik (Carinthischer Sommer).

Dazu kommen kleinere, ruhige Seen wie der Keutschacher See, der Klopeiner See – einer der wärmsten Badeseen Europas – und die stillen Bergseen der Höhenlagen. Diese Fülle an warmen Gewässern macht Kärnten zum unangefochtenen Badeland Österreichs.

Der Millstätter See und die Nockberge

Der tiefe, ruhige Millstätter See im Norden gilt als der „See der Sinne“. Von seinen bewaldeten Ufern führen Wege hinauf in die sanften, kuppigen Nockberge, ein Mittelgebirge, das sich wohltuend von den schroffen Kalkalpen unterscheidet. Der Biosphärenpark Nockberge schützt blühende Almwiesen, über die die spektakuläre Nockalmstraße führt.

Die Region rund um den Millstätter See und Bad Kleinkirchheim verbindet Badeurlaub, sanftes Wandern und im Winter ein familienfreundliches Skigebiet mit Thermen. Sie ist ein Ziel für alle, die es ruhiger und naturnaher mögen als am mondänen Wörthersee.

Großglockner und Nationalpark Hohe Tauern

Im Nordwesten reicht Kärnten in den Nationalpark Hohe Tauern und an den Großglockner (3.798 m), den höchsten Berg Österreichs. Von der Kärntner Seite führt die berühmte Großglockner-Hochalpenstraße hinauf zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe mit Blick auf Gipfel und die Pasterze, den größten Gletscher des Landes (mautpflichtige Sondermaut, im Winter gesperrt).

Am Fuß der Berge lockt das Mölltal mit dem Mölltaler Gletscher, während die Wasserfälle und Klammen der Region – etwa die Raggaschlucht – beliebte Wanderziele sind. So verbindet Kärnten warme Seen im Tal mit hochalpiner Gletscherwelt auf engstem Raum.

Die Karawanken und die Grenze zu Slowenien

Im Süden bilden die Karawanken eine markante Bergkette entlang der Grenze zu Slowenien. Ihre Gipfel, allen voran der Hochobir, bieten weite Ausblicke bis in die Adria-Ebene. Die zweisprachige Region atmet eine besondere kulturelle Vielfalt, in der deutsche und slowenische Traditionen nebeneinander bestehen.

Naturhöhepunkte sind die Tropfsteinhöhle Obir und die Petzen mit ihrem grenzüberschreitenden Bike- und Skigebiet. Die Nähe zu Slowenien und Italien macht Kärnten zu einem idealen Ausgangspunkt für Ausflüge in die gesamte Alpen-Adria-Region.

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Skifahren in Kärnten

Im Winter zeigt Kärnten seine zweite Seite. Familienfreundliche und schneesichere Skigebiete wie das Nassfeld an der italienischen Grenze, Bad Kleinkirchheim mit seinen Thermen, die Gerlitzen über dem Ossiacher See und die Turracher Höhe bieten aussichtsreiche Pisten. Dank der südlichen Lage locken hier oft sonnige Skitage.

Neben dem Pistensport laden Langlaufloipen, Rodelbahnen und Winterwanderwege ein. Die Kombination aus Skifahren am Vormittag und Thermalbad am Nachmittag ist ein besonderer Reiz des Kärntner Winters.

Kulinarik: Kärntner Kasnudeln und Reindling

Die Kärntner Küche ist herzhaft und eigenständig. Ihr Wahrzeichen sind die Kärntner Kasnudeln – große, halbmondförmige Teigtaschen, gefüllt mit Topfen, Kartoffeln und der würzigen Bergminze („Kärntner Kräutl“), am charakteristischen „Krendl“-Rand von Hand geschlossen. Sie werden mit brauner Butter serviert und gehören auf jede Speisekarte.

Süß bekannt ist der Reindling, ein Germgebäck mit Zimt und Rosinen, traditionell zu Ostern. Dazu kommen Fisch aus den Seen (Reinanke, Forelle), das Glundner Käse und der Einfluss der italienischen Nachbarschaft mit Pasta und Espresso. Am schönsten schmeckt all das in einem Buschenschank oder am Seeufer.

Beste Reisezeit für Kärnten

Die klassische Badesaison reicht von Juni bis September, wenn die Seen ihre volle Wärme erreichen und der Süden Österreichs von seiner sonnigsten Seite zeigt. Der Hochsommer ist ideal für den Seeurlaub, während der Frühherbst mit warmen Tagen, klarer Sicht und ruhigeren Ufern besonders reizvoll ist.

Der Winter von Dezember bis März bringt sonnigen Skisport im Nassfeld, in Bad Kleinkirchheim und an der Gerlitzen. Wer die Großglockner-Hochalpenstraße befahren will, muss beachten, dass sie nur im Sommerhalbjahr (etwa Mai bis Oktober) geöffnet ist.

Anreise, Vignette & Maut

Kärnten ist gut erreichbar. Der Flughafen Klagenfurt (KLU) bietet einige Verbindungen, größere Airports sind Wien, Graz, Salzburg und das italienische Triest. Mit der Bahn führt die Tauernstrecke über die neue Koralmbahn und den Tauerntunnel bequem nach Kärnten; der ÖBB-Railjet verbindet Klagenfurt und Villach mit dem übrigen Land.

Wer mit dem Auto kommt, braucht ehrlicherweise die österreichische Autobahn-Vignette für die A2 (Süd-) und A10 (Tauern-Autobahn). Auf einzelnen Strecken fallen Sondermauten an, etwa auf der Großglockner- und der Nockalmstraße oder im Tauerntunnel der A10. Diese Gebühren sind unabhängig von der Vignette zu bezahlen.

Reisetipps & Geheimtipps

Für den Seeurlaub lohnt die Kärnten Card, die zahlreiche Ausflugsziele, Bergbahnen und Schifffahrten bündelt. Abseits der bekannten Ufer reizen die stillen Bergseen der Nockberge, die Tscheppaschlucht bei Ferlach und die zweisprachigen Dörfer der Karawanken. Ein Geheimtipp für Genießer sind die Buschenschänken im Lavanttal und die Fischgerichte direkt am Seeufer.

Wer Baden und Berge verbinden will, kombiniert einige Tage am Wörther- oder Millstätter See mit einer Rundfahrt über die Großglockner- oder Nockalmstraße. So zeigt sich Kärnten von seiner mediterranen Seeseite ebenso wie von seiner hochalpinen Bergseite – der sonnige Süden Österreichs.

Häufige Fragen


Was muss man über Kärnten wissen?

Kärnten ist das südlichste Bundesland Österreichs mit vielen warmen Badeseen und mediterranem Flair an der Grenze zu Italien und Slowenien. Landeshauptstadt ist Klagenfurt am Wörthersee. Bezahlt wird mit dem Euro, Amtssprache ist Deutsch, im Süden lebt eine slowenischsprachige Minderheit. Für die Einreise genügt EU-Bürgern der Personalausweis.


Was sind die schönsten Reiseziele in Kärnten?

Zu den Höhepunkten zählen der Wörthersee mit Velden, der türkise Faaker See, der Millstätter See, der Ossiacher See, Klagenfurt mit dem Lindwurm, Villach, die Großglockner-Hochalpenstraße und die Nockberge mit der Nockalmstraße. Dazu kommen die Karawanken an der slowenischen Grenze.


Wann ist die beste Reisezeit für Kärnten?

Die Badesaison reicht von Juni bis September, wenn die Seen über 25 Grad warm werden. Der Frühherbst bietet warme, ruhige Tage. Der Winter von Dezember bis März bringt sonnigen Skisport im Nassfeld, in Bad Kleinkirchheim und an der Gerlitzen. Die Großglockner-Hochalpenstraße ist nur im Sommerhalbjahr befahrbar.


Warum sind die Kärntner Seen so warm?

Kärnten liegt im Süden Österreichs, geschützt von den Alpen und begünstigt durch viele Sonnenstunden und geringe Höhenlage der Seebecken. Seen wie der Klopeiner See, der Wörthersee und der Faaker See erreichen im Hochsommer oft über 25 Grad und zählen damit zu den wärmsten Badeseen des Alpenraums.


Welche Spezialitäten sollte man in Kärnten probieren?

Typisch sind die Kärntner Kasnudeln, große Teigtaschen mit Topfen, Kartoffeln und Bergminze, sowie der süße Reindling zu Ostern. Dazu kommen Fisch aus den Seen, der Glundner Käse und italienische Einflüsse. Am schönsten schmeckt all das in einem Buschenschank oder am Seeufer.


Wo finde ich offizielle Reiseinformationen zu Kärnten?

Offizielle Auskünfte gibt die Kärnten Werbung GmbH in Klagenfurt. Kontaktadresse und Ansprechpartner finden Sie unten auf dieser Seite; einen Überblick über das ganze Land bietet die Österreich-Übersicht.


Weiter zur Reiseplanung: die Übersicht Österreich, die benachbarten Bundesländer Salzburg, Tirol und Steiermark sowie weitere Ziele in der Übersicht Europa.