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Nordholland

Windmühlen der Zaanse Schans in Nordholland an einem Kanal mit Tulpenfeld im Vordergrund

Nordholland ist die niederländische Provinz rund um Amsterdam: Grachten und Museen der Hauptstadt, Windmühlen der Zaanse Schans, Käsestädte wie Alkmaar und Edam, Nordseestrände, Dünen und die Wattinsel Texel. Gezahlt wird mit dem Euro; beste Reisezeit ist April bis Oktober – im Frühjahr blühen die Tulpen.

Landkarte Nordholland
Landkarte Nordholland

Nordholland (niederländisch Noord-Holland) ist eine der bekanntesten Provinzen der Niederlande – schon weil ihre größte Stadt zugleich die Landeshauptstadt ist: Amsterdam. Doch die Provinz ist weit mehr als die Metropole an den Grachten. Zwischen Nordsee und IJsselmeer reihen sich Windmühlen, historische Käsestädte, weite Strände, Dünenlandschaften und die Wattinsel Texel aneinander. Gezahlt wird mit dem Euro, und für EU-Bürger ist die Anreise so unkompliziert wie eine Inlandsreise.

Nordholland verbindet auf kleinem Raum Weltstadtflair und typisch niederländische Idylle. Innerhalb einer knappen Autostunde gelangt man von Amsterdams Museen zu klappernden Windmühlen, von einem traditionellen Käsemarkt an einen breiten Sandstrand. Die Provinz ist zudem ein Paradies für Radfahrer, denn ein dichtes Netz gut ausgebauter Radwege verbindet Städte, Dörfer und Küsten.

Amsterdam – Weltstadt an den Grachten

Das Herz der Provinz ist Amsterdam, dessen Grachtengürtel aus dem Goldenen Zeitalter zum UNESCO-Welterbe zählt. Weltberühmt sind die Museen: das Rijksmuseum mit Rembrandts „Nachtwache“, das Van-Gogh-Museum und das Anne-Frank-Haus. Dazu kommen lebendige Viertel wie der Jordaan, der Blumenmarkt und unzählige Cafés entlang der Kanäle.

Ehrlich gesagt leidet Amsterdam zeitweise unter dem Ansturm der Besucher; beliebte Museen sollten unbedingt online mit Zeitfenster gebucht werden, und die frühen Morgenstunden schenken die ruhigsten Grachtenblicke. Wer dem Trubel entgehen möchte, erkundet die Stadt per Rad oder Boot und weicht auf die vielen sehenswerten Orte im Umland aus – die Provinz hält reichlich Alternativen bereit.

Haarlem & die historischen Städte

Die eigentliche Provinzhauptstadt ist das elegante Haarlem, nur eine Viertelstunde von Amsterdam entfernt. Rund um den großen Marktplatz mit der mächtigen Grote Kerk reihen sich Giebelhäuser, Höfe (Hofjes) und das Frans-Hals-Museum. Haarlem gilt vielen als das „kleine Amsterdam“ – schön, entspannt und deutlich weniger überlaufen.

Sehenswert sind auch das befestigte Städtchen Naarden-Vesting im Gooi mit seinem sternförmigen Grundriss, das historische Hoorn und Enkhuizen in West-Friesland, deren Reichtum einst aus dem Seehandel der Ostindien-Kompanie stammte. Enkhuizen beherbergt zudem das große Freilichtmuseum Zuiderzeemuseum, das die Kultur der einstigen Fischerorte lebendig hält.

Windmühlen & Käsestädte

Nirgends wirkt Holland so klischeehaft schön wie an der Zaanse Schans nahe Zaandam: Hier drehen sich historische grüne Windmühlen am Flussufer, umgeben von Holzhäusern, einer Käserei und einer Klompen-(Holzschuh-)Werkstatt. Das Freilichtensemble zeigt die frühindustrielle Vergangenheit der Zaanstreek und ist eines der meistbesuchten Ziele der Provinz.

Untrennbar mit Nordholland verbunden ist der Käse: In Alkmaar findet von Frühjahr bis Herbst der traditionelle Käsemarkt statt, bei dem Träger in weißen Trachten die schweren Laibe auf Bahren transportieren. Das Städtchen Edam gab einer weltberühmten Käsesorte den Namen. Ein Besuch verbindet Folklore, Genuss und Geschichte auf sympathische Weise.

Fischerdörfer am IJsselmeer

An den Ufern des Markermeers und des IJsselmeers, einst offene Nordsee, heute durch Deiche abgetrennt, liegen malerische alte Fischerorte. Volendam mit seinem Hafen und den traditionellen Trachten und die autofreie Insel Marken mit ihren grünen Holzhäusern gehören zu den beliebtesten Ausflugszielen, gut per Bus, Rad oder Ausflugsboot von Amsterdam erreichbar.

Ruhiger geht es in der Region Waterland nördlich von Amsterdam zu, einer flachen Polderlandschaft mit Kanälen, Wiesen und kleinen Dörfern wie Broek in Waterland – ideal zum Radeln. Diese Landschaft, in der Wasser, Deiche und Weideland ineinandergreifen, zeigt das typische Bild der Niederlande, wie es Generationen von Landgewinnung geprägt haben.

Nordseeküste, Strände & Dünen

Die gesamte Westseite der Provinz säumt die Nordseeküste mit breiten Sandstränden und ausgedehnten Dünen. Beliebte Badeorte sind Zandvoort (mit seiner Rennstrecke, die die Formel 1 zurückbrachte), Bergen aan Zee, Egmond und Camperduin. Im Sommer laden die Strände zum Baden, Kitesurfen und zu langen Spaziergängen ein.

Hinter den Stränden erstrecken sich geschützte Dünen- und Naturgebiete wie der Nationalpark Zuid-Kennemerland, in denen Wanderer und Radfahrer auf Wildpferde, Damwild und eine reiche Vogelwelt treffen. Die Kombination aus Strand, Dünen und nahen Städten macht die Küste zu einem attraktiven Ziel für Tagesausflüge und Ferien gleichermaßen.

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Texel & der Kop van Noord-Holland

Ganz im Norden reicht die Provinz bis zur Hafenstadt Den Helder, dem Tor zur Wattinsel Texel. Die größte der westfriesischen Inseln lockt mit endlosen Stränden, Schafweiden, Leuchtturm und dem Nationalpark Duinen van Texel; das umgebende Wattenmeer ist UNESCO-Welterbe und ein Paradies für Vögel und Seehunde. Eine Fähre bringt Besucher in gut 20 Minuten hinüber.

Die Region rund um die Nordspitze, der Kop van Noord-Holland, ist ländlich und ursprünglich. Im Frühjahr verwandeln sich hier weite Felder in ein Meer aus Tulpen und anderen Zwiebelblumen – ein farbenprächtiges Schauspiel, das viele Besucher gezielt zwischen April und Mai anlockt. Radtouren durch die Blütenfelder gehören zu den schönsten Frühlingserlebnissen der Provinz.

Kulinarik & Radkultur

Die niederländische Küche ist bodenständig und maritim. Zu probieren sind der frische Hering („Hollandse Nieuwe“), Kibbeling (frittierter Fisch), Poffertjes und natürlich der Käse aus Edam und Umgebung. In Amsterdam trifft die traditionelle Küche auf eine weltoffene, internationale Gastronomie mit Einflüssen aus aller Welt.

Prägend ist zudem die Radkultur: Nordholland ist flach und mit einem vorbildlichen Netz aus Radwegen und Knotenpunkten überzogen. Ob entlang der Grachten, durch die Polder von Waterland oder über die Deiche am IJsselmeer – das Fahrrad ist hier nicht nur Fortbewegungsmittel, sondern die ideale Art, die Landschaft im eigenen Tempo zu erleben.

Beste Reisezeit & Anreise

Die beste Reisezeit reicht von April bis Oktober. Für die Tulpen- und Zwiebelblüte kommt man im April und Mai, für Strand und Küste im Sommer. Das Klima ist ozeanisch-mild, aber wechselhaft und windig; ein Regenschutz gehört zu jeder Jahreszeit ins Gepäck. Der Winter ist mild, doch viele Küstenbetriebe machen dann Pause.

Die Anreise ist einfach: Der Flughafen Amsterdam Schiphol ist eines der größten Drehkreuze Europas, und ein dichtes Bahnnetz verbindet die Städte der Provinz in Minutentakt. Aus Deutschland ist Nordholland zudem gut mit dem Auto oder mit Direktzügen erreichbar. Vor Ort empfiehlt sich die Kombination aus Bahn, Bus und – ganz niederländisch – dem Fahrrad.

Häufige Fragen


Wann ist die beste Reisezeit für Nordholland?

Ideal ist die Zeit von April bis Oktober. Wer die Tulpen- und Zwiebelblüte erleben möchte, reist im April/Mai; für Strand und Küste eignet sich der Sommer. Das Wetter ist mild, aber wechselhaft und windig, sodass ein Regenschutz ganzjährig sinnvoll ist.


Ist Amsterdam die Hauptstadt von Nordholland?

Amsterdam ist die größte Stadt der Provinz und zugleich die Hauptstadt der Niederlande. Die eigentliche Provinzhauptstadt (Verwaltungssitz) von Noord-Holland ist jedoch das nahe Haarlem. Beide Städte liegen nur eine Viertelstunde voneinander entfernt.


Welche Ausflüge lohnen sich rund um Amsterdam?

Beliebt sind die Windmühlen der Zaanse Schans, die Fischerdörfer Volendam und Marken am Markermeer, der Käsemarkt von Alkmaar, das elegante Haarlem sowie die Strände und Dünen der Nordseeküste. Alle sind bequem per Bahn, Bus oder Rad erreichbar.


Kann man in Nordholland Tulpenfelder sehen?

Ja. Vor allem im Norden der Provinz, im Kop van Noord-Holland und in West-Friesland, verwandeln sich im April und Mai weite Felder in ein Meer aus Tulpen und anderen Zwiebelblumen. Radtouren durch die Blütenfelder sind ein Höhepunkt des Frühlings.


Lohnt sich ein Ausflug auf die Insel Texel?

Sehr. Texel im Norden der Provinz bietet endlose Strände, Schafweiden, einen Leuchtturm und den Nationalpark Duinen van Texel; das umgebende Wattenmeer ist UNESCO-Welterbe. Eine Fähre ab Den Helder bringt Besucher in rund 20 Minuten hinüber.


Wo finde ich offizielle Reiseinformationen zu Nordholland?

Offizielle Auskünfte zu den Niederlanden bündelt das nationale Fremdenverkehrsbüro NBTC Holland Marketing über das Portal holland.com; für die Region informieren zudem die Marketingorganisationen „Amsterdam & Partners“ (iamsterdam.com) und „Holland boven Amsterdam“. Einen Überblick über das ganze Land bietet die Niederlande-Übersicht.


Weiter zur Reiseplanung: die Übersicht Niederlande, die Nachbarländer Belgien und Deutschland sowie weitere Ziele in der Übersicht Europa.

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