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Süddalmatien (Dubrovnik)

Illustration von Süddalmatien mit den Stadtmauern und der Altstadt von Dubrovnik, der Insel Korčula und der Weinhalbinsel Pelješac

Süddalmatien rund um Dubrovnik ist der glanzvolle Süden Kroatiens: die von einer vollständigen Stadtmauer umschlossene Altstadt von Dubrovnik, weltbekannt auch als Drehort von „Game of Thrones“, die grüne Insel Korčula mit ihrer venezianischen Altstadt, der Mljet-Nationalpark mit seinen Salzseen und Klosterinsel, die Weinhalbinsel Pelješac mit Ston und seinen Austern sowie die stillen Elaphiten-Inseln. Bezahlt wird seit 2023 mit dem Euro, dank Schengen entfallen die Grenzkontrollen. Beste Reisezeit ist Mai bis Oktober.

Landkarte Süddalmatien (Dubrovnik)
Landkarte Süddalmatien (Dubrovnik)

Süddalmatien ist der äußerste Süden Kroatiens, ein schmaler, langgestreckter Küstenstreifen, der sich von der Halbinsel Pelješac und dem Neretva-Delta bis an die Grenze zu Montenegro zieht. Kulturelles und touristisches Zentrum ist Dubrovnik, die einstige Seerepublik Ragusa, deren makellose Altstadt zu den schönsten der Welt zählt. Rundherum liegen grüne Inseln, Weinberge und einer der schönsten Nationalparks der Adria.

Für Reisende ist Süddalmatien der Inbegriff des mediterranen Traums: mittelalterliche Steinstädte, türkisfarbenes Meer, exzellenter Wein und frische Austern. Die Region ist kompakter als der Norden, ihre Höhepunkte liegen nah beieinander, und Dubrovnik ist über Flughafen, Fähren und die Küstenstraße bequem der Ausgangspunkt für Ausflüge zu den Inseln und aufs Festland.

Region & Landschaft

Süddalmatien ist geografisch eine Besonderheit: Bei Neum gehört ein schmaler Küstenabschnitt zu Bosnien-Herzegowina, sodass der Süden um Dubrovnik vom übrigen Kroatien getrennt ist – seit dem Bau der Pelješac-Brücke 2022 aber wieder ohne Grenzübertritt erreichbar. Hinter der schmalen Küste steigen karge Kalksteinberge steil an, während das Neretva-Delta eine fruchtbare, von Kanälen durchzogene Ausnahme bildet.

Vor der Küste liegen grüne, waldreiche Inseln – Korčula, Mljet, Lastovo und die Elaphiten – die deutlich üppiger bewachsen sind als die kargen Inseln des Nordens. Das milde, sehr sonnige Klima begünstigt Wein, Oliven, Zitrusfrüchte und im Delta sogar Mandarinenplantagen. Dubrovnik gehört mit über 2.600 Sonnenstunden im Jahr zu den sonnigsten Orten der Adria, und die kurvenreiche Küstenstraße (Jadranska magistrala) hoch über dem Meer bietet immer wieder atemberaubende Ausblicke auf Inseln und Buchten.

Dubrovnik — die Perle der Adria

Dubrovnik wird zu Recht die „Perle der Adria“ genannt. Die Altstadt aus hellem Kalkstein, umschlossen von einer vollständig erhaltenen Stadtmauer, ist ein UNESCO-Welterbe von außergewöhnlicher Geschlossenheit. Als Republik Ragusa war die Stadt jahrhundertelang eine wohlhabende, unabhängige Seemacht, die sich geschickt zwischen Venedig und dem Osmanischen Reich behauptete.

Durch das Pile-Tor betritt man die Hauptstraße Stradun, die von Palästen, Kirchen und dem Onofrio-Brunnen gesäumt wird. Höhepunkte sind der Rektorenpalast, die Barockkathedrale, das älteste noch arbeitende Apotheken-Franziskanerkloster Europas und die vielen engen Treppengassen, die den Hang hinaufführen. Nach der Belagerung im Krieg der 1990er Jahre wurde die Stadt sorgfältig restauriert.

Über die Stadtmauern & Game of Thrones

Das eindrucksvollste Erlebnis ist der rund zwei Kilometer lange Rundgang über die Stadtmauern, die bis zu 25 Meter hoch aufragen. Von oben reicht der Blick über das Meer der roten Ziegeldächer, die Festung Lovrijenac und das tiefblaue Meer – ein Panorama, das man am besten früh am Morgen oder zum Sonnenuntergang genießt.

Weltweit noch bekannter wurde Dubrovnik als Drehort der Serie „Game of Thrones“, wo die Altstadt die Hauptstadt „King’s Landing“ verkörperte. Auf entsprechenden Touren erkennt man die Treppen des „Walk of Shame“, die Festung Lovrijenac als „Roter Bergfried“ und viele weitere Schauplätze. Mit der Seilbahn auf den Hausberg Srđ eröffnet sich der klassische Blick von oben auf die Altstadt.

Die Insel Korčula

Die grüne, waldreiche Insel Korčula ist berühmt für ihre gleichnamige Altstadt, die mit ihren Türmen und dem fischgrätenförmigen Gassenraster wie ein kleines Dubrovnik wirkt. Die Stadt beansprucht für sich, der Geburtsort des Entdeckers Marco Polo zu sein, und pflegt alte Traditionen wie den Schwerttanz Moreška.

Korčula ist zugleich eine bedeutende Weininsel: Aus der weißen Rebsorte Pošip und dem Grk entstehen ausgezeichnete Weißweine, die man in den Dörfern Čara und Smokvica verkosten kann. Ruhige Badebuchten, Olivenhaine und Pinienwälder machen die Insel zu einem entspannten Gegenpol zum lebhaften Dubrovnik. Wer weiterfahren möchte, erreicht per Katamaran die abgelegene, fast unberührte Insel Lastovo, ein Naturpark und wegen der geringen Lichtverschmutzung ein ausgewiesenes Sternenschutzgebiet.

Mljet-Nationalpark

Die Insel Mljet gilt als die grünste Insel der Adria, und ihr Westteil bildet einen der schönsten Nationalparks Kroatiens. Kernstück sind zwei durch schmale Kanäle mit dem Meer verbundene Salzseen, Veliko und Malo jezero, deren stilles, warmes Wasser von dichten Pinienwäldern umgeben ist.

Mitten im großen See liegt auf einer kleinen Insel ein Benediktinerkloster aus dem 12. Jahrhundert, das man mit dem Boot erreicht. Rund um die Seen führen Wander- und Radwege durch schattige Wälder. Der Legende nach soll Odysseus hier bei der Nymphe Kalypso gestrandet sein – Mljet ist ein Ort der Ruhe und Ursprünglichkeit.

Halbinsel Pelješac — Wein & Austern

Die langgestreckte Halbinsel Pelješac ist Kroatiens berühmteste Rotweinregion. An den steilen, sonnenverwöhnten Südhängen bei Dingač und Postup reift die Rebsorte Plavac Mali zu kräftigen, dunklen Rotweinen heran, die zu den besten des Landes zählen. Zahlreiche Weingüter laden zur Verkostung entlang der Panoramastraße.

Am Fuß der Halbinsel, in der Bucht von Mali Ston, werden in den nährstoffreichen Gewässern seit der Antike Austern und Muscheln gezüchtet – frisch aus dem Meer gehören sie zu den kulinarischen Höhepunkten Süddalmatiens. Pelješac ist seit 2022 über die neue Brücke auch ohne Umweg über bosnisches Gebiet erreichbar.

Ston & die Elaphiten-Inseln

Das Städtchen Ston am Übergang zur Halbinsel Pelješac schützt eine der längsten Festungsmauern Europas: Über fünf Kilometer zieht sich die mittelalterliche Mauer über die Hügel und verband einst die Salzgärten – bis heute wird in Ston nach jahrhundertealter Methode Meersalz gewonnen. Der Aufstieg über die Mauer belohnt mit weiten Ausblicken.

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Vor Dubrovnik liegen die drei bewohnten Elaphiten-Inseln Koločep, Lopud und Šipan, autofreie grüne Eilande mit Sandstränden, alten Kapellen und stillen Buchten. Als Tagesausflug per Boot bieten sie eine erholsame Auszeit vom Trubel der Altstadt.

Cavtat & das Neretva-Delta

Südlich von Dubrovnik liegt das elegante Städtchen Cavtat mit palmengesäumter Uferpromenade, einer schönen Bucht und dem Mausoleum der Familie Račić von Ivan Meštrović. Es ist ein ruhigerer, günstigerer Standort in Flughafennähe und ein beliebtes Ausflugsziel.

Im Norden der Region breitet sich das grüne Neretva-Delta aus, ein fruchtbares Mündungsgebiet aus Kanälen, Feldern und Lagunen, berühmt für seine Mandarinen und als Vogelparadies. Bei Bootsfahrten durch die Kanäle und mit Aal- und Froschgerichten zeigt sich hier eine ganz andere, wenig bekannte Seite Süddalmatiens. Vom Delta aus lohnt zudem ein Abstecher in die alte Karawanenstadt Metković und zur antiken Ausgrabungsstätte Narona mit ihrem archäologischen Museum, das an römische Statuen vor Ort erinnert.

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für Süddalmatien reicht von Mai bis Oktober. Für die Kombination aus Kultur, Baden und Weingenuss sind der späte Frühling und der Frühherbst ideal: Im Mai, Juni und September ist es warm, das Meer angenehm und Dubrovnik weniger überlaufen als im Hochsommer.

Der Hochsommer (Juli/August) bringt Hitze und in der Altstadt von Dubrovnik – oft im Takt der Kreuzfahrtschiffe – große Menschenmengen. Wer die Stadtmauern in Ruhe begehen will, kommt früh am Morgen oder abends. Frühling und Herbst gehören den Genießern: Dann ist die Zeit der Weinverkostungen und Austernsaison an der Küste.

Anreise & Praktisches

Der Flughafen Dubrovnik (DBV) bei Cavtat wird ganzjährig und im Sommer sehr dicht aus dem deutschsprachigen Raum angeflogen und ist das bequemste Tor in den Süden. Über die Küstenstraße und die neue Pelješac-Brücke ist die Region auch mit dem Auto ohne Grenzübertritt erreichbar; seit dem Schengen-Beitritt Anfang 2023 entfallen zudem die stationären Grenzkontrollen an den EU-Binnengrenzen.

Bezahlt wird seit 2023 mit dem Euro. Zu den Inseln Korčula, Mljet und den Elaphiten bestehen Fähr- und Katamaranverbindungen ab Dubrovnik; für Pelješac und das Delta ist ein Mietwagen (Rechtsverkehr) empfehlenswert. Offizielle Reiseinformationen bündelt der Tourismusverband der Region Dubrovnik (Kontakt unten auf dieser Seite) über das Portal visitdubrovnik.hr.

Reisetipps & Geheimtipps

Wer Süddalmatien erleben will, nutzt Dubrovnik oder das ruhigere Cavtat als Basis und kombiniert die Altstadt mit Inseltagen und einem Ausflug nach Pelješac. Für Stadtmauern und Seilbahn lohnt der frühe Morgen, bevor die Kreuzfahrtgruppen kommen; ein Sonnenuntergang von der Festung Lovrijenac ist unvergesslich.

Geheimtipps sind die autofreien Elaphiten-Inseln, die stille Insel Lastovo im offenen Meer, eine Weinverkostung in Dingač und frische Austern direkt am Steg in Mali Ston. Wer dem Trubel entfliehen will, findet im grünen Mljet-Nationalpark und im Neretva-Delta ursprüngliche Ruhe.

Häufige Fragen


Wie viele Tage sollte man für Süddalmatien einplanen?

Für Dubrovnik und Umgebung sollte man mindestens vier bis fünf Tage einplanen, besser eine Woche. So bleibt Zeit für die Altstadt und die Stadtmauern, einen Inseltag auf Korčula oder Mljet, einen Ausflug nach Pelješac mit Ston und Weinverkostung sowie zum Baden.


Wann besucht man die Stadtmauern von Dubrovnik am besten?

Am besten früh am Morgen direkt zur Öffnung oder am späten Nachmittag zum Sonnenuntergang. Dann ist es kühler und weniger voll, und das Licht auf den roten Dächern ist am schönsten. Im Hochsommer und bei anlaufenden Kreuzfahrtschiffen wird es tagsüber sehr eng.


Zahlt man in Süddalmatien mit Euro?

Ja. Seit dem 1. Januar 2023 gilt in ganz Kroatien der Euro, also auch in Dubrovnik und auf den Inseln. Zugleich gehört das Land zum Schengen-Raum; über die 2022 eröffnete Pelješac-Brücke erreicht man den Süden zudem ohne Grenzübertritt durch bosnisches Gebiet.


Welche Insel bei Dubrovnik lohnt sich?

Korčula lockt mit einer sehenswerten Altstadt, dem angeblichen Geburtsort Marco Polos und guten Weinen. Mljet begeistert mit seinem Nationalpark, den Salzseen und der Klosterinsel. Wer nur einen Tagesausflug möchte, wählt die nahen, autofreien Elaphiten-Inseln mit Sandstränden.


Wofür ist die Halbinsel Pelješac bekannt?

Pelješac ist Kroatiens berühmteste Rotweinregion: Bei Dingač und Postup reift die Rebsorte Plavac Mali zu kräftigen Rotweinen. In der Bucht von Mali Ston werden seit der Antike Austern gezüchtet, und Ston schützt eine der längsten Festungsmauern Europas mit alten Salzgärten.


Weiter zur Reiseplanung: die Übersicht Kroatien, das benachbarte Mitteldalmatien um Split, das Thema Adriaküste sowie die Übersicht Europa.