Island

Island ist die Insel aus Feuer und Eis: Vulkane, Gletscher, tosende Wasserfälle, heiße Quellen und Geysire, dazu die Blaue Lagune und im Winter das Nordlicht. Amtssprache ist Isländisch, gezahlt wird mit der Isländischen Krone, die beste Reisezeit ist der Sommer oder der Winter für Polarlichter.

Island ist eine der außergewöhnlichsten Landschaften der Erde – eine Vulkaninsel im Nordatlantik, auf der Feuer und Eis unmittelbar aufeinandertreffen. Auf rund 103.000 Quadratkilometern reihen sich aktive Vulkane, mächtige Gletscher, dampfende Geothermalfelder, tosende Wasserfälle und schwarze Lavastrände aneinander. Mit nur etwa 390.000 Einwohnern, von denen rund zwei Drittel im Großraum Reykjavík leben, ist das Hochland weitgehend menschenleer – pure, ursprüngliche Natur, so weit das Auge reicht.
Für deutsche Reisende ist Island dank Direktflügen in wenigen Stunden erreichbar und zugleich ein Ziel wie von einem anderen Stern. Ob eine Rundreise auf der Ringstraße rund um die Insel, ein Bad in der Blauen Lagune, die Jagd nach dem Nordlicht im Winter oder Wanderungen zwischen Gletschern und Vulkanen – Island bietet Naturerlebnisse von überwältigender Wucht und ein Gefühl von Freiheit, das seinesgleichen sucht.
Wer Island zum ersten Mal bereist, plant am besten eine Rundreise auf der Ringstraße, die die Insel einmal umrundet und die meisten Höhepunkte verbindet – je nach Zeit in fünf bis zehn Tagen. Wer nur ein langes Wochenende hat, konzentriert sich auf den Südwesten mit Reykjavík, dem Goldenen Kreis und der Blauen Lagune. Übernachten lässt es sich in Hotels und Guesthouses, auf Campingplätzen oder auf Bauernhöfen; in der Hochsaison ist eine frühzeitige Buchung ratsam, da das Angebot begrenzt und teuer ist. Sehr beliebt sind auch Mietwagen- und Camper-Reisen, die maximale Flexibilität bieten. Wichtig ist, das wechselhafte Wetter und die Straßenverhältnisse im Blick zu behalten und Etappen realistisch zu planen.
Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Island?
Islands Attraktionen sind fast ausnahmslos Naturwunder. Die bekanntesten Ziele lassen sich gut zu einer Rundreise verbinden:
- Goldener Kreis – der Thingvellir-Nationalpark, der Geysir Strokkur und der Wasserfall Gullfoss nahe Reykjavík.
- Blaue Lagune – das berühmte geothermale Thermalbad in einem Lavafeld nahe dem Flughafen.
- Gletscherlagune Jökulsárlón – treibende Eisberge vor dem größten Gletscher Europas, dem Vatnajökull.
- Wasserfälle Skógafoss und Seljalandsfoss – mächtige Kaskaden an der Südküste.
- Reykjavík – die nördlichste Hauptstadt der Welt mit der Hallgrímskirkja und lebendiger Kulturszene.
- Halbinsel Snæfellsnes – „Island in Miniatur“ mit Vulkan, Lava, Küste und Fischerdörfern.
Welche Regionen und Städte sollte man in Island kennen?
Island lässt sich entlang der Ringstraße in mehrere Reisewelten teilen. Der Südwesten um Reykjavík ist am dichtesten besiedelt und beherbergt mit dem Goldenen Kreis und der Blauen Lagune die meistbesuchten Ziele. Der Süden beeindruckt mit Wasserfällen, schwarzen Stränden bei Vík und der Gletscherlagune. Der Norden um Akureyri lockt mit dem Vulkansee Mývatn, dem mächtigen Wasserfall Dettifoss und Walbeobachtung. Der Osten mit seinen Fjorden ist ruhiger und ursprünglicher. Das unbewohnte Hochland im Zentrum mit Landmannalaugar und Þórsmörk ist nur im Sommer per Geländewagen zugänglich und ein Traum für Wanderer.
Wann ist die beste Reisezeit für Island?
Island hat zwei sehr unterschiedliche Reisesaisons. Der Sommer von Juni bis August bietet milde Temperaturen, endlose helle Tage mit der Mitternachtssonne und die einzige Zeit, in der das Hochland zugänglich ist – ideal für Rundreisen, Wandern und Papageitaucher-Beobachtung. Der Winter von Oktober bis März ist die Zeit für das Nordlicht, Eishöhlen und eine tief verschneite Landschaft, allerdings mit kurzen Tagen und wechselhaftem Wetter. Frühling und Frühherbst sind ruhigere Übergangszeiten. Das Wetter ist ganzjährig unbeständig – „Wenn dir das Wetter nicht gefällt, warte fünf Minuten“, sagt man auf Island; wetterfeste Kleidung ist Pflicht.
Wie reist man nach Island an?
Island ist von Deutschland aus am schnellsten mit dem Flugzeug erreichbar. Fast alle Flüge landen am internationalen Flughafen Keflavík nahe Reykjavík. Für Reisende mit dem eigenen Fahrzeug besteht zudem eine Fährverbindung über die Färöer.
| Anreise | Verbindung | Dauer ab Deutschland |
|---|---|---|
| Flug nach Keflavík | ab mehreren dt. Flughäfen | ca. 3,5 Std. |
| Transfer | Keflavík–Reykjavík | ca. 45 Min. |
| Fähre (mit Auto) | Dänemark–Färöer–Island | mehrtägige Überfahrt |
| Ringstraße im Land | Rundstrecke um die Insel | ca. 1.330 km |
Was sollte man vor der Reise nach Island wissen?
Island ist zwar kein EU-Mitglied, gehört aber zum Schengen-Raum – für Deutsche genügt der Personalausweis. Gezahlt wird mit der Isländischen Krone (ISK), nicht mit Euro; das Land ist nahezu komplett bargeldlos, alles läuft über die Karte. Amtssprache ist Isländisch, doch fast alle Isländer sprechen exzellent Englisch. Island ist teuer – vor allem Unterkünfte, Essen und Mietwagen. Das Leitungswasser hat beste Qualität und das warme Wasser riecht geothermisch nach Schwefel. Das Wetter kann schnell umschlagen; im Hochland sind nur Geländewagen erlaubt. Der Notruf ist die europaweite 112.
Welche Küche und Kultur erwarten Reisende in Island?
Die isländische Küche ist vom Meer und der kargen Natur geprägt: frischer Fisch und Lamm bilden die Basis, dazu kommen Skyr (ein dickcremiges Milchprodukt), Roggenbrot aus geothermischer Erdhitze und der berühmte Hotdog (Pylsa). Traditionelle Spezialitäten wie fermentierter Hai sind eher etwas für Mutige. Kulturell ist Island stolz auf seine mittelalterlichen Sagas, die noch heute gepflegte Erzähltradition und eine erstaunlich lebendige Musikszene, die Weltstars wie Björk hervorgebracht hat. Der Glaube an Elfen und verborgene Wesen ist Teil der Folklore, und das gemeinschaftliche Baden in heißen Quellen gehört zum Alltag.
Wie bewegt man sich in Island fort?
Das flexibelste Verkehrsmittel auf Island ist der Mietwagen; die Ringstraße (Route 1) führt einmal um die Insel und verbindet die meisten Höhepunkte. Für das Hochland und die F-Straßen ist ein Geländewagen mit Allrad zwingend nötig. Öffentliche Busse verbinden Reykjavík mit größeren Orten, sind aber außerhalb der Hauptrouten selten. Beliebt sind geführte Tagestouren ab Reykjavík zum Goldenen Kreis, zur Südküste oder zum Nordlicht, die ohne eigenes Fahrzeug auskommen. Innerhalb Reykjavíks reicht das Stadtbusnetz, und die Innenstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden. Wichtig: Off-Road-Fahren ist streng verboten, um die empfindliche Natur zu schützen.
Welche Reiseformen und Aktivitäten bietet Island?
Island ist ein Paradies für Natur- und Aktivurlauber. Rundreisen auf der Ringstraße zählen zu den großen Roadtrips der Welt. Wanderer erkunden im Sommer das Hochland, etwa den berühmten Laugavegur-Trek, sowie Gletscher und Vulkane. Aktivurlauber gehen auf Gletscherwanderung, in Eishöhlen, zum Schnorcheln in der Silfra-Spalte, zum Reiten auf Islandpferden oder zur Walbeobachtung. Wellnessfans genießen die zahlreichen Thermalbäder von der Blauen Lagune bis zu einsamen Naturquellen. Fotografen und Ruhesuchende finden überwältigende Landschaften, und im Winter lockt die Jagd nach dem Nordlicht. Reykjavík bietet zudem eine überraschend lebendige Kultur- und Ausgehszene.
Häufige Fragen
Was muss man über Island wissen?
Island ist kein EU-Mitglied, gehört aber zum Schengen-Raum; für Deutsche genügt der Personalausweis. Gezahlt wird mit der Isländischen Krone, fast komplett bargeldlos. Das Land ist teuer, das Wetter wechselhaft. Beste Reisezeit ist der Sommer oder der Winter für Nordlicht.
Was sind die schönsten Reiseziele in Island?
Zu den Höhepunkten zählen der Goldene Kreis, die Blaue Lagune, die Gletscherlagune Jökulsárlón, die Wasserfälle der Südküste, Reykjavík und die Halbinsel Snæfellsnes.
Wann ist die beste Reisezeit für Island?
Juni bis August bieten milde Temperaturen, die Mitternachtssonne und Zugang zum Hochland – ideal für Rundreisen und Wandern. Der Winter von Oktober bis März ist die Zeit für Nordlicht und Eishöhlen.
Welche Währung und Sprache gelten in Island?
Gezahlt wird mit der Isländischen Krone (ISK), nahezu ausschließlich per Karte. Amtssprache ist Isländisch, doch fast alle Menschen sprechen exzellent Englisch.
Wo finde ich offizielle Reiseinformationen zu Island?
Offizielle Auskünfte gibt Visit Iceland (Inspired by Iceland), die isländische Tourismuszentrale. Kontakt und Adresse stehen auf der Seite Fremdenverkehrsamt Island.
Weiter zur Reiseplanung: die offiziellen Kontakte auf der Seite Fremdenverkehrsamt Island und weitere Ziele in der Übersicht Europa. Beliebt für Kombireisen sind das nahe Norwegen und das skandinavische Schweden.