England

England ist der größte und bevölkerungsreichste Landesteil des Vereinigten Königreichs, berühmt für die Weltstadt London, den Steinkreis von Stonehenge, die Küsten Cornwalls und den Lake District. Gezahlt wird mit dem Pfund Sterling, es herrscht Linksverkehr, und nach dem Brexit ist zur Einreise ein Reisepass nötig. Beste Reisezeit ist Mai bis September.

England ist mit Abstand der größte und bevölkerungsreichste der vier Landesteile des Vereinigten Königreichs. Über 55 Millionen Menschen leben auf rund 130.400 Quadratkilometern zwischen der Nordsee im Osten, dem Atlantik im Südwesten sowie der Irischen See und Wales im Westen; im Norden grenzt England an Schottland. Kaum ein anderer Landesteil verbindet Weltstadtflair, königliche Geschichte, sanfte Hügellandschaften und eine raue Küste auf so engem Raum.
Von der pulsierenden Hauptstadt London über die uralten Steinkreise von Stonehenge bis zu den Seen und Bergen des Lake District reicht das Spektrum. Gezahlt wird mit dem Pfund Sterling und nicht mit dem Euro, auf den Straßen herrscht Linksverkehr, und seit dem Brexit benötigen Reisende aus Deutschland einen gültigen Reisepass; die Reisezeit reicht am angenehmsten von Mai bis September. Amtssprache ist Englisch.
London – Weltstadt an der Themse
Kaum eine Metropole vereint so viel Geschichte und Gegenwart wie London. Rund um die Themse reihen sich weltberühmte Wahrzeichen aneinander: der Uhrturm mit dem Big Ben und der Palace of Westminster, das Riesenrad London Eye, die Kuppel der St Paul’s Cathedral und der Wolkenkratzer The Shard. Kulturfreunde kommen im British Museum, der National Gallery und im nachgebauten Shakespeare’s Globe Theatre voll auf ihre Kosten – viele der großen Häuser verlangen keinen Eintritt.
London ist zugleich eine Stadt der Viertel: das lebhafte West End mit seinen Musicals, die Märkte von Camden und Borough, die Parks wie Hyde Park und Regent’s Park sowie die eleganten Straßenzüge von Kensington. Wer die Weltstadt zu Fuß und mit der berühmten roten U-Bahn („Tube“) erkundet, spürt schnell, warum die Neun-Millionen-Metropole zu den meistbesuchten Städten Europas zählt. Ehrlich gesagt sind Unterkünfte und Restaurants hier teuer – ein früh gebuchtes Zimmer und ein Blick auf kostenlose Museen schonen das Reisebudget.
Königliche Bauwerke & Wahrzeichen
England ist das Land der Burgen, Schlösser und Paläste. Der Tower of London am Themseufer bewahrt die Kronjuwelen und erzählt von tausend Jahren Geschichte, während der Buckingham Palace mit der Wachablösung zu den größten Publikumsmagneten der Hauptstadt gehört. Vor den Toren Londons thront Windsor Castle, eine der ältesten bewohnten Burgen der Welt.
Auch abseits der Metropole lohnen sich royale Ausflüge: das mächtige Dover Castle über den weißen Kreidefelsen des Ärmelkanals oder das malerische Wardour Castle in Wiltshire, das schon als Filmkulisse diente. Prunkvolle Landsitze wie Blenheim Palace bei Oxford runden das Bild eines Landes ab, in dem Adel und Geschichte bis heute allgegenwärtig sind.
Südküste, Cornwall & Devon
Der Südwesten Englands ist ein Traum für Küstenliebhaber. In Cornwall und Devon wechseln sich schroffe Klippen, versteckte Buchten und Sandstrände ab: Am äußersten Zipfel liegt Land’s End, im Künstlerort St Ives lockt eine Außenstelle der Tate-Galerie, und subtropische Gärten wie das Eden Project zeigen, wie mild das Klima hier sein kann. Surfer schätzen die Atlantikwellen bei Newquay.
Weiter östlich zieht sich die Jurassic Coast entlang der Grafschaften Dorset und Devon – ein UNESCO-Welterbe voller Fossilien, Steilküsten und Naturbögen wie Durdle Door. Traditionsreiche Seebäder wie Brighton mit seinem viktorianischen Pier gehören ebenso zur englischen Südküste wie die weltberühmten weißen Klippen von Dover.
Stonehenge & das prähistorische England
Kein Bauwerk verkörpert das geheimnisvolle England so sehr wie Stonehenge. Der Steinkreis aus der Jungsteinzeit bei Amesbury in Wiltshire zählt zum UNESCO-Welterbe und gibt bis heute Rätsel auf: Wie die tonnenschweren Blöcke vor rund 4.500 Jahren aufgerichtet wurden, ist bis heute nicht restlos geklärt. In der weiten Landschaft der Salisbury Plain fügt sich das Monument zu einer ganzen Ritual- und Grabhügellandschaft.
Ganz in der Nähe liegt der noch größere, weniger bekannte Steinkreis von Avebury, den man frei begehen kann. Wer Englands ferne Vergangenheit erleben will, findet in diesem Landstrich Menhire, Hügelgräber und geheimnisvolle Kreidefiguren – ein Freilichtmuseum der Vorgeschichte.
Bath & die Cotswolds
Die Stadt Bath ist gleich doppelt UNESCO-Welterbe: für ihre römischen Thermalbäder und für ihre elegante georgianische Architektur aus honigfarbenem Stein. Der Royal Crescent und die Pulteney Bridge machen Bath zu einer der schönsten Städte Englands und zum Schauplatz vieler Romanverfilmungen nach Jane Austen.
Rings um Bath erstrecken sich die Cotswolds, eine sanft gewellte Hügellandschaft mit Postkartendörfern wie Bibury, Bourton-on-the-Water und Castle Combe. Aus demselben goldgelben Kalkstein gebaut, wirken die Cottages, Kirchen und Herrenhäuser wie aus der Zeit gefallen – ideal für gemütliche Spaziergänge und eine Tasse Tee im Landgasthof.
Oxford & Cambridge
Die beiden ältesten Universitätsstädte des Landes, Oxford und Cambridge, ziehen Bildungsreisende aus aller Welt an. In Oxford reihen sich ehrwürdige Colleges, die kuppelgekrönte Radcliffe Camera und die Bodleian Library aneinander; viele Höfe dienten als Kulisse für die Harry-Potter-Filme. Cambridge lockt mit der prächtigen King’s College Chapel und den grünen Ufern des Flusses Cam.
Ein Klassiker in beiden Städten ist das Punting: eine gemächliche Fahrt im flachen Stakkahn über die Flüsse, vorbei an den historischen Colleges. Wer akademisches Flair, mittelalterliche Gassen und altehrwürdige Bibliotheken sucht, ist hier goldrichtig.
Der Norden: Lake District, Yorkshire & Peak District
Naturliebhaber zieht es in den Norden Englands. Der Lake District in Cumbria – ebenfalls UNESCO-Welterbe – begeistert mit glasklaren Seen, sanften Fells und dem höchsten Berg Englands, dem Scafell Pike. Die Dichterlandschaft rund um William Wordsworth inspiriert Wanderer bis heute. Östlich davon locken die weiten Moore und Täler der Yorkshire Dales und der North York Moors.
Der Peak District zwischen Manchester und Sheffield war der erste Nationalpark Großbritanniens und ist ein beliebtes Ziel für Kletterer und Wanderer. Die alte Wikingerstadt York beeindruckt mit ihrem gewaltigen Münster, den mittelalterlichen Stadtmauern und der engen Gasse „The Shambles“. Im äußersten Norden markiert der antike Hadrianswall die einstige Grenze des Römischen Reiches.
Liverpool & Manchester
Der industrielle Norden hat sich zu einer lebendigen Kulturregion gewandelt. Liverpool ist untrennbar mit den Beatles verbunden: Am neu belebten Albert Dock und im Beatles Story Museum wird die Musikgeschichte lebendig. Manchester wiederum ist eine Hochburg des Fußballs – Manchester United und Manchester City ziehen Fans aus aller Welt an – und punktet mit einer kreativen Musik- und Ausgehszene.
Beide Städte erzählen von der industriellen Revolution, die in Nordengland ihren Anfang nahm. Alte Lagerhäuser, Kanäle und Fabriken sind heute Museen, Galerien und Lofts – ein spannender Kontrast zum ländlichen Idyll ringsum.
Kultur, Shakespeare & Erbe
England ist die Heimat von William Shakespeare, dem berühmtesten Dramatiker der Weltliteratur. Sein Geburtsort Stratford-upon-Avon mit dem Fachwerkhaus der Familie und dem Royal Shakespeare Theatre ist ein Wallfahrtsort für Theaterfreunde. Von den Universitäten über die Kathedralen von Canterbury und Durham bis zu den großen Museen prägt ein reiches kulturelles Erbe das Land.
Auch die englische Alltagskultur ist ein Erlebnis: höfliche Umgangsformen, der Sinn für Tradition, ausgedehnte Gärten und eine tief verwurzelte Liebe zu Sport – vom Cricket über Rugby bis zum Fußball, der hier seine Wiege hat.
Kulinarik: Pub-Kultur, Afternoon Tea & Fish and Chips
Die englische Küche ist bodenständiger und besser als ihr Ruf. Herzstück des gesellschaftlichen Lebens ist der Pub, wo man bei einem Ale oder Cider zusammensitzt und oft solide Hausmannskost bekommt. Ein Klassiker ist das Sunday Roast mit Braten, Yorkshire Pudding und Bratensoße, dazu das allgegenwärtige Fish and Chips.
Zur englischen Genusskultur gehört unbedingt der Afternoon Tea mit Scones, Clotted Cream und Marmelade sowie das ausgiebige English Breakfast mit Eiern, Speck, Bohnen und Würstchen. Auf den Märkten der Großstädte spiegelt sich zudem die multikulturelle Küche des heutigen England wider – von indischem Curry bis zu Streetfood aus aller Welt.
Beste Reisezeit & Wetter
Die beste Reisezeit für England ist Mai bis September, wenn die Tage lang und die Temperaturen am angenehmsten sind. Der Frühsommer zeigt Gärten und Parks in voller Blüte, der Hochsommer bringt die meisten Sonnenstunden, und der frühe Herbst lockt mit milder Luft und weniger Andrang an den großen Sehenswürdigkeiten.
Ehrlich gesagt ist das Wetter das ganze Jahr über wechselhaft: Sonne, Wolken und Regenschauer können sich an einem einzigen Tag abwechseln. Wer wetterfeste Kleidung und einen Regenschirm einpackt, ist bestens gerüstet – und wird mit einem satten Grün belohnt, für das die englische Landschaft berühmt ist.
Anreise, Einreise & Mobilität
England ist von Deutschland aus bequem erreichbar. Zahlreiche Direktflüge steuern die Londoner Flughäfen Heathrow, Gatwick und Stansted sowie Manchester und Birmingham an; die Flugzeit beträgt nur rund anderthalb Stunden. Alternativ verbinden der Eurostar durch den Ärmelkanaltunnel und Fähren den Kontinent mit England.
Zur Einreise genügt seit dem Brexit nicht mehr der Personalausweis: Reisende aus Deutschland brauchen einen gültigen Reisepass, und es ist mit der Einführung einer elektronischen Einreisegenehmigung (ETA) zu rechnen – vor der Reise sollte man die aktuellen Bestimmungen prüfen. Auf den Straßen herrscht Linksverkehr; ein Mietwagen ist auf dem Land praktisch, in London jedoch wegen City-Maut und dichtem Verkehr eher hinderlich. Zwischen den Städten fährt man am entspanntesten mit der Bahn.
Reisetipps & Geheimtipps
Wer England jenseits der Höhepunkte erleben will, wandert im Lake District, folgt der Küste Cornwalls oder erkundet die stillen Dörfer der Cotswolds in der Nebensaison. In London lohnt der Besuch der zahlreichen kostenlosen Museen, und ein Ausflug in eine Universitätsstadt wie Oxford oder Cambridge verbindet Kultur mit entspanntem Bummeln.
Ein echter Geheimtipp sind die Kanäle Englands: Auf einem gemieteten Narrowboat gleitet man gemächlich durch Landschaft und Städte. Und wer die kurze Flugdauer nutzt, verbindet einen Städtetrip nach London perfekt mit einem verlängerten Wochenende – England eignet sich hervorragend für Kurzreisen ebenso wie für ausgedehnte Rundreisen.
Häufige Fragen
Was muss man über England wissen?
England ist der größte und bevölkerungsreichste Landesteil des Vereinigten Königreichs, Hauptstadt ist London. Gezahlt wird mit dem Pfund Sterling und nicht mit dem Euro, auf den Straßen herrscht Linksverkehr. Seit dem Brexit ist zur Einreise ein gültiger Reisepass nötig, und künftig kommt eine elektronische Einreisegenehmigung (ETA) hinzu. Amtssprache ist Englisch.
Was sind die schönsten Reiseziele in England?
Zu den Höhepunkten zählen die Weltstadt London mit Tower, Buckingham Palace und British Museum, der Steinkreis von Stonehenge, die georgianische Stadt Bath, die Dörfer der Cotswolds, die Universitätsstädte Oxford und Cambridge, der Lake District im Norden sowie die Küsten von Cornwall und Devon.
Wann ist die beste Reisezeit für England?
Am angenehmsten ist die Zeit von Mai bis September mit langen Tagen und milden Temperaturen. Der Frühsommer zeigt die Gärten in voller Blüte, der Hochsommer bringt die meisten Sonnenstunden. Das Wetter bleibt jedoch das ganze Jahr über wechselhaft, deshalb gehören wetterfeste Kleidung und ein Regenschirm ins Gepäck.
Welche Währung gilt in England und braucht man einen Reisepass?
In England zahlt man mit dem Pfund Sterling (GBP), nicht mit dem Euro. Seit dem Brexit reicht der Personalausweis nicht mehr aus: Reisende aus Deutschland benötigen einen gültigen Reisepass. Zusätzlich ist mit der Einführung einer elektronischen Einreisegenehmigung (ETA) zu rechnen, die vor der Reise beantragt werden muss.
Was sollte man in England essen?
Typisch sind Fish and Chips, das Sunday Roast mit Braten und Yorkshire Pudding sowie das herzhafte English Breakfast. Nicht fehlen darf der Afternoon Tea mit Scones, Clotted Cream und Marmelade. Das Herzstück des geselligen Lebens ist der Pub, wo man bei einem Ale oder Cider zusammensitzt.
Wo finde ich offizielle Reiseinformationen zu England?
Offizielle Auskünfte bündelt VisitEngland, die englische Tourismusbehörde, über das Portal visitengland.com. Die Kontaktdaten finden Sie unten auf dieser Seite; einen Überblick über den ganzen Landesteil bietet die Großbritannien-Übersicht.
Weiter zur Reiseplanung: die Übersicht Großbritannien, die Nachbar-Nationen Schottland im Norden und Wales im Westen sowie weitere Ziele in der Übersicht Europa.