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Sachsen

Illustration der Altstadt von Dresden an der Elbe mit Frauenkirche, Sachsen

Sachsen im Osten Deutschlands verbindet die Barockpracht Dresdens und die Musik- und Messestadt Leipzig mit der spektakulären Sächsischen Schweiz, dem Erzgebirge und den Kulturschätzen entlang der Elbe. Meißner Porzellan, Weihnachtstradition und lebendige Kunststädte prägen den Freistaat. Beste Reisezeit ist Mai bis Oktober – und die Adventszeit.

Landkarte Sachsen
Landkarte Sachsen

Der Freistaat Sachsen ist ein Land der Kunst, der Kultur und der Erfindungen. Über Jahrhunderte machten die sächsischen Kurfürsten und Könige aus Dresden ein „Elbflorenz“ von europäischem Rang; in Leipzig wirkten Bach, Mendelssohn und Wagner, und von hier ging 1989 die Friedliche Revolution aus. Zugleich ist Sachsen die Wiege des europäischen Porzellans und einer langen Bergbautradition im Erzgebirge.

Landschaftlich reicht Sachsen von der Sächsischen Schweiz mit ihren bizarren Sandsteinfelsen über das Elbtal mit seinen Weinbergen bis zu den Kämmen des Erzgebirges und den Teichlandschaften der Oberlausitz. Auf vergleichsweise kleiner Fläche drängen sich damit Weltkulturerbe, drei pulsierende Großstädte und stille Natur – ein ideales Ziel für Kultur- und Aktivreisende gleichermaßen.

Regionen in Sachsen

  • Sächsische Schweiz – das Elbsandsteingebirge mit der Bastei, der Festung Königstein und dem Malerweg.
  • Elbland – Dresden, Meißen und Radebeul mit Schlössern, Porzellan und Weinbergen.
  • Erzgebirge – waldreiche Kammlandschaft mit Bergbau-Welterbe, Volkskunst und Wintersport.
  • Leipzig & Neuseenland – die dynamische Messestadt mit einer Seenlandschaft aus ehemaligen Tagebauen.
  • Oberlausitz – Umgebindehäuser, die sorbische Kultur, Görlitz und der Muskauer Park.
  • Vogtland – Musikinstrumentenbau, Mineralbäder und die höchste Ziegelbrücke der Welt bei Göltzschtal.

Die schönsten Städte in Sachsen

Die Landeshauptstadt Dresden ist ein Gesamtkunstwerk des Barock: der Zwinger, die Semperoper, die wiederaufgebaute Frauenkirche und das Residenzschloss mit dem Grünen Gewölbe reihen sich an der Elbe. Leipzig begeistert als Musik-, Buch- und Universitätsstadt mit der Thomaskirche (Bach), dem Völkerschlachtdenkmal und einer lebendigen Kreativszene.

Görlitz, Deutschlands östlichste Stadt, besitzt eine der schönsten und vollständigsten Altstädte des Landes und ist als „Görliwood“ beliebte Filmkulisse. Meißen ist die Wiege des europäischen Porzellans und thront mit der Albrechtsburg über der Elbe. Hinzu kommen Chemnitz, Europäische Kulturhauptstadt 2025, sowie Bautzen als Zentrum der sorbischen Minderheit und die Bergstadt Freiberg.

Auch kleinere Städte lohnen den Besuch: das barocke Radebeul mit Weinbergen und dem Karl-May-Museum, die Silberstadt Freiberg mit ihrer historischen Bergakademie, das Fachwerkstädtchen Pirna als „Tor zur Sächsischen Schweiz“, die Barockstadt Zittau im Dreiländereck und Zwickau, Geburtsstadt Robert Schumanns und Wiege des sächsischen Automobilbaus. In der Oberlausitz reihen sich malerische Umgebindehaus-Dörfer, in denen sich Fachwerk und Blockbau kunstvoll verbinden. Diese Dichte an Kulturschätzen auf kleiner Fläche macht Sachsen zu einem der lohnendsten Reiseländer im Osten Deutschlands.

Natur & Landschaft

Das große Naturwunder Sachsens ist die Sächsische Schweiz: Im Nationalpark ragen tausende Sandsteintürme auf, die berühmte Basteibrücke spannt sich über eine Schlucht, und die Festung Königstein thront hoch über der Elbe. Das Erzgebirge mit dem 1.215 Meter hohen Fichtelberg ist Wander- und Wintersportregion, im Vogtland und im Zittauer Gebirge locken stille Wälder. Die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft ist ein Biosphärenreservat voller Vögel, und das Leipziger Neuseenland verwandelt frühere Tagebaue in ein wachsendes Wassersportrevier.

Kultur & Sehenswürdigkeiten

Sachsen ist reich an Welterbe: die grenzüberschreitende Montanregion Erzgebirge mit ihren Bergwerken und der Muskauer Park in Bad Muskau zählen zum UNESCO-Welterbe. Weltberühmt ist das Meißner Porzellan mit den gekreuzten Schwertern, dessen Manufaktur besichtigt werden kann. Dresdens Kunstsammlungen – die Gemäldegalerie Alte Meister mit Raffaels „Sixtinischer Madonna“ und das Grüne Gewölbe mit den Schätzen Augusts des Starken – gehören zu den bedeutendsten Europas. In Leipzig pflegen Thomanerchor und Gewandhausorchester eine jahrhundertealte Musiktradition. Schlösser wie Moritzburg und die Karl-May-Stadt Radebeul ergänzen das Angebot.

Kulinarik & Spezialitäten

Die sächsische Küche ist gemütlich und süß: Berühmt ist der Dresdner Christstollen, dazu die saftige Eierschecke, Quarkkeulchen und die kleine Leipziger Lerche (ein Mürbeteiggebäck). Herzhaft geht es mit sächsischem Sauerbraten und dem feinen Gemüsegericht Leipziger Allerlei zu. Getrunken wird gern Kaffee – die Sachsen gelten als „Kaffeesachsen“ – oder ein regionales Bier wie Radeberger. Eine Besonderheit ist der Meißner Wein aus dem Elbtal, einem der nördlichsten und kleinsten Weinanbaugebiete Deutschlands. Aus Pulsnitz kommen die berühmten Pfefferkuchen.

Beste Reisezeit für Sachsen

Von Mai bis Oktober ist Sachsen ideal für Städtereisen, Wanderungen in der Sächsischen Schweiz und Radtouren am Elbe-Radweg. Der Frühsommer bringt mildes Wetter, der Herbst die Weinlese im Elbtal und leuchtende Wälder im Erzgebirge. Ganz besonders ist die Adventszeit: Der Dresdner Striezelmarkt gilt als einer der ältesten Weihnachtsmärkte Deutschlands, und das Erzgebirge verzaubert mit Schwibbögen, Räuchermännchen, geschnitzten Pyramiden und der weltbekannten Volkskunst als „Weihnachtsland“.

Anreise & Mobilität

Sachsen ist gut angebunden: Die Flughäfen Dresden (DRS) und Leipzig/Halle (LEJ) sowie die ICE-Achse Leipzig–Dresden verbinden das Land mit Berlin, Frankfurt und Prag. Über die Autobahnen A4, A14, A17 und A72 reist man bequem mit dem Auto an. In der Region fährt man günstig mit den Verkehrsverbünden und der S-Bahn Dresden. Ein besonderes Erlebnis sind die historischen Elbe-Raddampfer der Sächsischen Dampfschiffahrt – die älteste und größte Raddampferflotte der Welt – sowie Schmalspurbahnen wie die Kirnitzschtalbahn und der Elbe-Radweg als einer der beliebtesten Radfernwege Deutschlands.

Reisetipps & Geheimtipps

Wanderer sollten den Malerweg durch die Sächsische Schweiz erkunden, der einst Künstler wie Caspar David Friedrich inspirierte. Ein Fotomotiv der Superlative ist die Rakotzbrücke im Kromlauer Park, die sich mit ihrem Spiegelbild zum perfekten Kreis fügt. In der Oberlausitz lohnt das Eintauchen in die lebendige sorbische Kultur mit ihren Bräuchen und der zweisprachigen Beschilderung. Wer Dresden einmal anders erleben will, besucht die Weinberge von Radebeul und Meißen oder das mondäne Schloss Moritzburg, Kulisse des Filmklassikers „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.

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Geschichte, Erfindungen & Traditionen

Sachsen war über Jahrhunderte eines der reichsten und kultiviertesten Länder Mitteleuropas. Unter den Wettinern und besonders unter Kurfürst August dem Starken, der zugleich König von Polen war, erlebte Dresden im Barock eine kulturelle Blüte, die der Stadt den Namen „Elbflorenz“ eintrug. Hier gelang 1708 auch die Wiedererfindung des Porzellans in Europa – das „weiße Gold“ aus Meißen. Leipzig wiederum war seit dem Mittelalter eine europäische Messe- und Handelsstadt und ein Zentrum des Buchdrucks. 1989 gingen von den Montagsdemonstrationen in Leipzig und den Kirchen Dresdens die entscheidenden Impulse der Friedlichen Revolution aus, die zum Fall der Mauer führte.

Der sächsische Erfindergeist ist legendär: Vom ersten deutschen Automobil-Serienbau in Zwickau über die Erfindung der Zahnpasta, des Kaffeefilters (durch die Dresdnerin Melitta Bentz) und des BHs bis zur Mundlos-Nähmaschine reicht die Liste. Bis heute ist Sachsen mit „Silicon Saxony“ rund um Dresden das größte Mikroelektronik-Cluster Europas. Zugleich hat sich viel Ursprüngliches erhalten – etwa die Kultur der Sorben, einer westslawischen Minderheit in der Oberlausitz mit eigener Sprache, bunten Trachten und Bräuchen wie dem Osterreiten und den kunstvoll verzierten Ostereiern.

Weltberühmt ist Sachsens Weihnachtstradition: Im Erzgebirge, dem „Weihnachtsland“, werden seit Generationen Nussknacker, Räuchermännchen, Schwibbögen und Weihnachtspyramiden geschnitzt und gedrechselt. Der Dresdner Striezelmarkt von 1434 zählt zu den ältesten Weihnachtsmärkten der Welt, und der Dresdner Christstollen wird jedes Jahr mit einem großen Stollenfest gefeiert. Dazu kommen die Bergparaden der Bergmannskapellen und eine lebendige Chor- und Orchestertradition von den Thomanern bis zum Kreuzchor.

Praktische Reisetipps für Sachsen

Für die Sächsische Schweiz empfiehlt sich früh startendes Wandern – die Bastei ist am Vormittag am ruhigsten. Die S-Bahn Dresden und die historische Kirnitzschtalbahn bringen Wanderer bequem zu den Startpunkten. Für Dresdens Museen wie das Grüne Gewölbe (Historisches Gewölbe) sind Zeitfenster-Tickets nötig und oft schnell vergriffen – am besten online vorbuchen. Eine Fahrt mit dem historischen Elbe-Raddampfer ist zwischen Dresden, Pillnitz und Meißen ein Höhepunkt. Im Advent sind Unterkünfte in Dresden und im Erzgebirge früh ausgebucht. Die Verkehrsverbünde bieten günstige Tageskarten für Bus und Bahn.

Häufige Fragen


Was muss man über Sachsen wissen?

Sachsen ist ein Freistaat im Osten Deutschlands. Landeshauptstadt und Regierungssitz ist Dresden. Bezahlt wird mit dem Euro, Amtssprache ist Deutsch, in der Oberlausitz zusätzlich Sorbisch. Das Land verbindet die Kunststädte Dresden und Leipzig mit der Sächsischen Schweiz, dem Erzgebirge und einer langen Porzellan- und Bergbautradition.


Was sind die schönsten Reiseziele in Sachsen?

Zu den Höhepunkten zählen Dresden mit Zwinger, Semperoper und Frauenkirche, Leipzig mit Thomaskirche und Völkerschlachtdenkmal, die Bastei in der Sächsischen Schweiz, die Porzellanstadt Meißen, die Altstadt von Görlitz sowie das Erzgebirge.


Wann ist die beste Reisezeit für Sachsen?

Mai bis Oktober ist ideal für Städte, Wandern und Radtouren am Elbe-Radweg. Besonders reizvoll ist die Adventszeit: Der Dresdner Striezelmarkt ist einer der ältesten Weihnachtsmärkte, und das Erzgebirge wird zum „Weihnachtsland“.


Welche Spezialitäten sollte man in Sachsen probieren?

Süß sind der Dresdner Christstollen, die Eierschecke und die Leipziger Lerche. Herzhaft gibt es sächsischen Sauerbraten und Leipziger Allerlei. Dazu passen ein regionales Bier und der seltene Meißner Wein aus dem Elbtal.


Wie reist man am besten durch Sachsen?

Für die Anreise dienen die Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle sowie die ICE-Achse Leipzig–Dresden. Vor Ort fährt man günstig mit S-Bahn und Verkehrsverbünden; ein Erlebnis sind die historischen Elbe-Raddampfer und der Elbe-Radweg.


Wo finde ich offizielle Reiseinformationen zu Sachsen?

Offizielle Auskünfte gibt die Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH in Dresden sowie das Portal sachsen-tourismus.de. Kontaktdaten finden Sie auf unserer Ämter-Seite.


Weiter zur Reiseplanung: die offiziellen Kontakte auf der Seite Fremdenverkehrsamt Sachsen, das gesamte Land in der Übersicht Deutschland sowie die Nachbarländer Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Mehr Reiseziele in der Übersicht Europa.

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