Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern im Nordosten Deutschlands ist das Land der Ostsee und der tausend Seen. Weite Sandstrände, die Kreidefelsen von Rügen, die Sonneninsel Usedom, die Mecklenburgische Seenplatte und die Backsteingotik der Hansestädte prägen das dünn besiedelte Bundesland. Beste Reisezeit ist Mai bis September.

Mecklenburg-Vorpommern ist das am dünnsten besiedelte Flächenland Deutschlands und gerade deshalb ein Sehnsuchtsort für Naturfreunde. Im Norden säumt die Ostsee mit rund 2.000 Kilometern Küste, Boddengewässern und Inseln das Land, im Binnenland breitet sich die weite Landschaft der Mecklenburgischen Seenplatte mit über 1.000 Seen aus. Dazwischen liegen sanfte Hügel, Alleen, Herrenhäuser und die größten zusammenhängenden Buchenwälder Deutschlands.
Das Land verbindet zwei historische Regionen: das größere Mecklenburg im Westen mit der Landeshauptstadt Schwerin und das Vorpommern im Osten mit Greifswald und Stralsund. Als Urlaubsziel steht Mecklenburg-Vorpommern für erholsame Strandtage, drei Nationalparks, mondäne Seebäder und eine einzigartige norddeutsche Backsteinarchitektur, die gleich mehrfach zum UNESCO-Welterbe zählt.
Regionen in Mecklenburg-Vorpommern
- Insel Rügen – Deutschlands größte Insel mit Kreidefelsen, Seebädern und dem Nationalpark Jasmund.
- Insel Usedom – die „Sonneninsel“ mit den kaiserlichen Bädern Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin.
- Fischland-Darß-Zingst – eine schmale Halbinsel mit Naturstränden, Wanderdünen und Kranichrast.
- Mecklenburgische Seenplatte – Europas größtes vernetztes Seengebiet rund um die Müritz.
- Ostseeküste um Rostock – die Hanse- und Universitätsstadt mit dem Seebad Warnemünde.
- Mecklenburgische Schweiz & Vorpommern – hügelige Wälder, Herrenhäuser und stille Boddenlandschaften.
Die schönsten Städte in Mecklenburg-Vorpommern
Die Landeshauptstadt Schwerin begeistert mit ihrem märchenhaften Schloss auf einer Insel im See – oft „Neuschwanstein des Nordens“ genannt. Rostock ist die größte Stadt, eine lebendige Hansestadt mit Backsteingotik und dem beliebten Seebad Warnemünde.
Zum UNESCO-Welterbe gehören die Altstädte von Stralsund (mit dem großartigen Ozeaneum) und Wismar mit ihren mächtigen Backsteinkirchen und Giebelhäusern. Greifswald, die Universitäts- und Caspar-David-Friedrich-Stadt, und Neubrandenburg mit seiner vollständig erhaltenen mittelalterlichen Wehrmauer und den Wiekhäusern runden das städtische Angebot ab. Kur- und Seebäder wie Binz und Sellin auf Rügen bezaubern mit ihrer weißen Bäderarchitektur.
Sehenswert sind zudem die kleineren Orte an der Küste und im Binnenland: die alte Residenzstadt Ludwigslust mit ihrem Barockschloss, das Seebad Kühlungsborn mit der längsten Strandpromenade Deutschlands, die verträumte Inselstadt Waren (Müritz) als Tor zur Seenplatte sowie die Kaiserbäder Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin auf Usedom. Der autofreie Charme von Hiddensee und die Fischerdörfer auf dem Darß runden das Bild ab. Damit vereint Mecklenburg-Vorpommern mondäne Bäderkultur, lebendige Hansestädte und stille Naturorte auf einzigartige Weise.
Natur & Landschaft
Die Naturhöhepunkte sind weltbekannt: Die leuchtenden Kreidefelsen mit dem Königsstuhl im Nationalpark Jasmund auf Rügen sind Teil des Weltnaturerbes „Alte Buchenwälder“. Der Müritz-Nationalpark schützt Seen, Moore und Adlerreviere, der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft ist im Herbst Bühne für zehntausende rastende Kraniche – ein Naturschauspiel von europäischem Rang. Die Müritz ist der größte See, der vollständig in Deutschland liegt. Endlose Sandstrände, Wanderdünen auf dem Darß und klare Seen zum Kanufahren machen das Land zum Paradies für Aktivurlauber.
Kultur & Sehenswürdigkeiten
Prägend ist die norddeutsche Backsteingotik mit den Welterbe-Altstädten von Stralsund und Wismar. Das Schweriner Schloss und die Residenzstadt bewerben sich ebenfalls um den Welterbetitel. Auf Rügen thront das Jagdschloss Granitz, in Ralswiek locken im Sommer die Störtebeker-Festspiele, Deutschlands größtes Open-Air-Theater. Die mondäne Bäderarchitektur der Kaiserbäder auf Usedom und die längste Seebrücke des Kontinents in Heringsdorf erinnern an die Sommerfrische um 1900. Kunstfreunde folgen den Spuren des Romantikers Caspar David Friedrich in Greifswald.
Kulinarik & Spezialitäten
Hier dreht sich alles um Fisch und die Küste: frisch geräucherte Forelle und Dorsch, Hering in allen Variationen und natürlich das Fischbrötchen direkt am Hafen. Typisch sind zudem der Sanddorn – die „Zitrone des Nordens“ als Saft, Likör oder Marmelade – sowie deftige Gerichte wie Mecklenburger Rippenbraten mit Backobst, Tollatsch und Buttermilchgetzen. Aus den Wäldern kommen Wild und Pilze, von den Feldern der Sanddorn und Honig. Dazu passt ein regionales Bier oder ein „Petermännchen“. Eine Spezialität der Küste sind zudem Bismarckhering und Matjes, während im Binnenland frischer Zander und Aal aus den Seen der Mecklenburgischen Seenplatte auf den Tisch kommen. Wer es süß mag, probiert den Sanddorn-Käsekuchen oder die typischen Mecklenburger Bützen.
Beste Reisezeit für Mecklenburg-Vorpommern
Von Mai bis September zeigt sich das Land von seiner besten Seite: Die Ostsee lädt im Hochsommer (Juli/August) zum Baden ein, das Reizklima an der Küste ist mild und gesund. Der Frühsommer bringt blühende Rapsfelder, der Herbst die spektakuläre Kranichrast an den Boddengewässern und leuchtendes Laub in den Buchenwäldern. Auch der Winter hat seinen Reiz: leere Strände, Strandkörbe im Schnee und die stille Seenplatte laden zu Spaziergängen und Wellness ein.
Anreise & Mobilität
Die Anreise gelingt bequem per Bahn: IC- und ICE-Züge fahren nach Rostock, Schwerin und Stralsund, von dort geht es mit Regionalbahnen weiter auf die Inseln. Regionalflughäfen sind Rostock-Laage (RLG) und Heringsdorf auf Usedom. Über die Autobahnen A19, A20 und A24 ist das Land aus Berlin und Hamburg schnell erreichbar. Auf den Inseln verkehren nostalgische Schmalspurbahnen wie der Rasende Roland auf Rügen und die Molli zwischen Bad Doberan und Kühlungsborn. Ideal für Aktive: der Ostseeküsten-Radweg und zahllose Wasserwanderwege auf der Seenplatte.
Reisetipps & Geheimtipps
Ein besonderes Erlebnis ist die autofreie Insel Hiddensee mit ihrer stillen Weite, erreichbar nur per Fähre. Das Nordkap Rügens, Kap Arkona mit seinen Leuchttürmen, und das verträumte Fischerdorf Vitt lohnen einen Ausflug. Im Oktober ist die Kranichrast bei Zingst und dem Bock ein Muss für Naturfans. Wer Ruhe sucht, findet sie in der Feldberger Seenlandschaft oder unter den tausendjährigen Ivenacker Eichen, Deutschlands erstem Nationalen Naturmonument. Ein Geheimtipp bleibt das Barockschloss Ludwigslust mit seinem weitläufigen Park.
Geschichte, Hanse & Traditionen
Die Geschichte Mecklenburg-Vorpommerns ist eng mit der Ostsee und der Hanse verbunden. Im Mittelalter blühten Rostock, Stralsund, Wismar und Greifswald als reiche Hansestädte, deren Kaufleute mit Getreide, Fisch und Bier über die ganze Ostsee handelten. Von diesem Wohlstand zeugen bis heute die mächtigen Backsteinkirchen, die stolzen Giebelhäuser und die alten Rathäuser. Bis 1918 regierten die Herzöge und Großherzöge von Mecklenburg und die pommerschen Fürsten das Land; Schlösser und Herrenhäuser prägen deshalb noch immer die Landschaft. Das heutige Bundesland entstand 1990 mit der Wiedervereinigung neu.
Bekannt wurde die Region als Sommerfrische des Kaiserreichs: Um 1900 entstanden entlang der Küste die eleganten Seebäder mit ihrer typischen weißen Bäderarchitektur, den Strandpromenaden und den langen Seebrücken. Bis heute stehen die klassischen Strandkörbe für den unverwechselbaren Ostsee-Urlaub. Der Maler Caspar David Friedrich, geboren in Greifswald, verewigte die Kreidefelsen und die weite Küstenstimmung in seinen romantischen Bildern und prägte so das Landschaftsempfinden bis heute.
Lebendig sind maritime Traditionen und Feste: die Hanse Sail in Rostock als eines der größten Windjammer-Treffen der Welt, die Störtebeker-Festspiele auf Rügen, Fischerfeste und Leuchtturmwärter-Geschichten. In der Oberlausitz-fernen, dünn besiedelten Weite hat sich zudem viel Ursprüngliches erhalten: Reetdachhäuser, kopfsteingepflasterte Alleen und ein gemächlicher, herzlicher Menschenschlag, der das Plattdeutsche pflegt. Mit seinen drei Nationalparks, Naturparks und Biosphärenreservaten ist Mecklenburg-Vorpommern eines der naturreichsten Länder Deutschlands.
Praktische Reisetipps für Mecklenburg-Vorpommern
In der Hauptsaison (Juli/August) und zu den Ferienzeiten sind Unterkünfte auf Rügen, Usedom und an der Küste früh ausgebucht – rechtzeitig buchen ist Pflicht. Viele Urlaubsorte erheben eine Kurabgabe, die mit der Gästekarte oft freien oder ermäßigten Nahverkehr und Eintritte bietet. Für die Kranichbeobachtung im Herbst empfiehlt sich eine geführte Tour, um die scheuen Vögel nicht zu stören. Die Ostsee ist auch im Sommer erfrischend kühl; ein windgeschützter Strandkorb macht selbst kühlere Tage angenehm. Wer die Inseln autofrei erleben will, nutzt Fähren und die historischen Bäderbahnen.
Häufige Fragen
Was muss man über Mecklenburg-Vorpommern wissen?
Mecklenburg-Vorpommern liegt im Nordosten Deutschlands an der Ostsee und ist das am dünnsten besiedelte Flächenland. Landeshauptstadt und Regierungssitz ist Schwerin. Bezahlt wird mit dem Euro, Amtssprache ist Deutsch, dazu wird Plattdeutsch gepflegt. Das Land steht für Strände, Inseln, die Seenplatte und drei Nationalparks.
Was sind die schönsten Reiseziele in Mecklenburg-Vorpommern?
Zu den Höhepunkten zählen die Insel Rügen mit den Kreidefelsen, die Sonneninsel Usedom, das Schweriner Schloss, die Welterbe-Hansestädte Stralsund und Wismar, die Mecklenburgische Seenplatte mit der Müritz sowie das Seebad Warnemünde.
Wann ist die beste Reisezeit für Mecklenburg-Vorpommern?
Mai bis September ist ideal für Strand- und Aktivurlaub, mit den wärmsten Badetemperaturen im Juli und August. Der Herbst bringt die spektakuläre Kranichrast an den Boddengewässern, der Winter stille Strände und Wellness.
Welche Spezialitäten sollte man in Mecklenburg-Vorpommern probieren?
Typisch sind frischer und geräucherter Fisch, das Fischbrötchen am Hafen und Sanddorn-Spezialitäten. Dazu kommen deftige Gerichte wie Mecklenburger Rippenbraten mit Backobst, Tollatsch und regionales Wild.
Wie reist man am besten durch Mecklenburg-Vorpommern?
Für die Anreise dienen IC/ICE nach Rostock, Schwerin und Stralsund sowie die Autobahnen A19, A20 und A24. Auf den Inseln fahren nostalgische Schmalspurbahnen wie der Rasende Roland; für Aktive eignen sich der Ostseeküsten-Radweg und Kanutouren auf der Seenplatte.
Wo finde ich offizielle Reiseinformationen zu Mecklenburg-Vorpommern?
Offizielle Auskünfte gibt die MV Tourismus GmbH in Rostock (Landesmarketing des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern) sowie das Portal auf-nach-mv.de. Kontaktdaten finden Sie auf unserer Ämter-Seite.
Weiter zur Reiseplanung: die offiziellen Kontakte auf der Seite Fremdenverkehrsamt Mecklenburg-Vorpommern, das gesamte Land in der Übersicht Deutschland sowie die Nachbarländer Schleswig-Holstein, Brandenburg und Niedersachsen. Mehr Reiseziele in der Übersicht Europa.