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Andamanküste

Illustration der Andamanküste Thailands mit senkrechten Kalksteinfelsen im türkisen Meer bei Krabi und Phuket, weißen Stränden, Longtailbooten und Korallenriffen

Die Andamanküste ist Thailands berühmte Westküste am türkisen Meer: die Ferieninsel Phuket, die dramatischen Kalksteinfelsen von Krabi und Railay, das ruhigere Khao Lak, die legendären Phi-Phi-Inseln und die Tauchparadiese der Similan-Inseln. Hier locken weiße Strände, Schnorcheln und Tauchen von Weltklasse. Wichtig: Die beste Reisezeit an der Andamanensee ist November bis April, denn von Mai bis Oktober herrscht Regenzeit.

Landkarte Andamanküste
Landkarte Andamanküste

Die Andamanküste im Südwesten Thailands ist das Postkartenbild schlechthin: senkrechte, dschungelbewachsene Kalksteinfelsen, die aus einem leuchtend türkisfarbenen Meer ragen, weiße Sandstrände und vorgelagerte Inseln zum Baden, Schnorcheln und Tauchen. Von der quirligen Großinsel Phuket bis zu den einsamen Similan-Inseln reicht das Spektrum.

Hier findest du beides: den lebhaften Tourismus rund um Phuket und Ao Nang mit Hotels, Bars und Bootstouren – und stille Buchten, Mangroven und Tauchreviere, in denen die Natur regiert. Wer Strandurlaub mit Abenteuer und spektakulärer Landschaft verbinden will, ist an der Andamanküste genau richtig.

Region & Landschaft

Die Küste liegt an der Andamanensee, einem Randmeer des Indischen Ozeans. Prägend sind die für Südthailand typischen Karstfelsen: aus Kalkstein geformte Türme und Inseln, oft mit Höhlen, Überhängen und versteckten Lagunen. Zwischen ihnen erstrecken sich Mangrovenwälder, Regenwald und lange Sandstrände.

Zur Region gehören die Insel Phuket, die Festlandprovinz Krabi mit den Halbinseln Railay und Ao Nang, das nördlichere Khao Lak sowie die Inselgruppen der Phi-Phi- und Similan-Inseln. Die berühmte Bucht von Phang Nga mit ihren senkrechten Felsnadeln ist der landschaftliche Höhepunkt.

Phuket — die große Insel

Phuket, Thailands größte Insel, ist per Brücke mit dem Festland verbunden und das Tor zur Andamanküste. Der Westen ist gesäumt von Stränden: das lebhafte, feierfreudige Patong, die familienfreundlicheren Buchten Kata und Karon und ruhigere Strände wie Nai Harn und Bang Tao im Norden. Über allem thront der 45 Meter hohe Big Buddha aus weißem Marmor mit weitem Rundblick.

Ein Höhepunkt ist die charmante Altstadt von Phuket-Stadt mit ihren pastellfarbenen sino-portugiesischen Häuserzeilen, Cafés und Streetart – ein ganz anderes Gesicht der Insel abseits der Strände. Von Phuket starten die meisten Bootstouren zu den umliegenden Inseln und Tauchrevieren.

Krabi, Ao Nang & Railay

Die Provinz Krabi auf dem Festland ist landschaftlich vielleicht noch spektakulärer als Phuket. Der Ferienort Ao Nang ist Ausgangspunkt für Bootsausflüge, und die nur per Longtailboot erreichbare Halbinsel Railay ist ein Traum: von hohen Kalksteinwänden umrahmte Strände, die zu den weltbesten Kletterrevieren zählen.

Von Krabi aus erreichst du die vorgelagerten Inseln, die heißen Quellen, den smaragdgrünen Waldpool (Emerald Pool) und den Tigertempel Wat Tham Suea mit seiner schweißtreibenden Treppe zu einem grandiosen Aussichtspunkt. Die Region eignet sich hervorragend, um Strand, Natur und Aktivurlaub zu verbinden.

Die Phi-Phi-Inseln

Die Phi-Phi-Inseln zwischen Phuket und Krabi sind Thailands berühmteste Inselkulisse: türkise Buchten, steile Felswände und die durch den Film „The Beach“ weltbekannt gewordene Maya Bay. Ko Phi Phi Don ist die bewohnte Hauptinsel mit Unterkünften und lebhaftem Nachtleben, Ko Phi Phi Leh die unbewohnte, geschützte Schwesterinsel.

Ein ehrlicher Hinweis: Die Schönheit hat ihren Preis. Maya Bay war zeitweise komplett gesperrt, um sich vom Massenandrang zu erholen; heute gelten strenge Besucherregeln und Ankerverbote. Komm früh oder spät, buche umweltbewusste Touren und trage riffschonende Sonnencreme, um die empfindlichen Korallen zu schützen.

Khao Lak & die Similan-Inseln

Rund eine Stunde nördlich von Phuket liegt Khao Lak, ruhiger und naturnäher, mit langen Stränden, Regenwald und einer entspannten Atmosphäre – ideal für Familien und Erholungssuchende. Khao Lak ist zugleich das Sprungbrett zu den Similan-Inseln.

Die Similan-Inseln zählen zu den besten Tauch- und Schnorchelrevieren der Welt: kristallklares Wasser, bizarre Granitfelsen, artenreiche Korallengärten, Mantarochen und Walhaie. Der Nationalpark ist nur in der Trockenzeit (etwa Mitte Oktober bis Mitte Mai) geöffnet und wird in der Regenzeit zum Schutz der Natur geschlossen. Tagestouren und mehrtägige Tauchsafaris starten von Khao Lak.

Phang Nga Bay & Natur

Die Bucht von Phang Nga ist ein Naturwunder aus Dutzenden senkrechter Kalksteinnadeln, die aus dem stillen Wasser ragen. Berühmt ist die James-Bond-Insel (Khao Phing Kan) aus dem Film „Der Mann mit dem goldenen Colt“. Per Kajak gleitest du durch Mangroven und in verborgene, von innen offene Höhlen (Hongs).

Die Region bietet außerdem Nationalparks, Wasserfälle und stille Fischerdörfer wie das auf Stelzen ins Meer gebaute muslimische Dorf Koh Panyee. Wer Tiere mag: Achte auch hier auf tierfreundliche Anbieter und meide Attraktionen mit Tierhaltung fragwürdiger Art.

Baden, Schnorcheln & Tauchen

Die Andamanküste ist ein Wassersport-Paradies. Schnorchler finden bunte Riffe rund um die Phi-Phi- und Similan-Inseln, Taucher Weltklasse-Spots mit Großfischen. Anfänger machen ihren Tauchschein günstig auf Phuket oder in Khao Lak; Fortgeschrittene buchen Tauchsafaris zu den entlegenen Riffen.

Beim Baden gilt Vorsicht: An manchen Stränden treten in der Regenzeit gefährliche Rückströmungen (Rip Currents) auf – achte auf rote Flaggen und Warnschilder und schwimme nicht bei rauer See hinaus. Gelegentlich kommen auch Quallen vor. Trage im Wasser am besten Badeschuhe zum Schutz vor Seeigeln und scharfen Korallen.

Kultur, Tempel & Etikette

Der Süden Thailands hat einen höheren muslimischen Bevölkerungsanteil als der Rest des Landes – neben buddhistischen Tempeln siehst du hier auch Moscheen. Begegne beiden mit Respekt: bedeckte Kleidung an religiösen Orten, in Tempeln die Schuhe aus, und richte deine Fußsohlen nie auf einen Buddha.

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Wie in ganz Thailand gilt: Die Majestätsbeleidigung ist strafbar – begegne dem Königshaus stets mit Respekt, auch auf Bildern und Geldscheinen. An den Stränden ist Badekleidung normal, doch Oben-ohne oder Nacktbaden gilt als unangebracht. Beim Verlassen des Strandes zieht man sich etwas über.

Kulinarik: Meeresfrüchte & Südthai-Küche

Frische Meeresfrüchte sind hier das Highlight: gegrillter Fisch, Tintenfisch, Garnelen und Krabben, oft direkt am Strand serviert. Die südthailändische Küche ist besonders scharf und aromatisch – probiere das gelbe Fischcurry Gaeng Som, das cremige Massaman-Curry mit muslimischen Wurzeln und den würzigen Krabben-Reis.

An Nachtmärkten und in einfachen Garküchen isst du hervorragend und günstig. Wähle bei Meeresfrüchten Lokale mit hohem Durchsatz, damit die Ware frisch ist, trinke abgefülltes Wasser und bitte mit „mai phet“ um eine mildere Schärfe, falls nötig.

Beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für die Andamanküste ist die Trockenzeit von November bis April: ruhiges, klares Meer, viel Sonne und ideale Bedingungen zum Baden, Schnorcheln und für Bootstouren. Der Jahreswechsel und die Monate Januar bis März sind Hauptsaison mit den höchsten Preisen.

Ein ehrlicher, wichtiger Hinweis: Anders als am Golf herrscht an der Westküste von Mai bis Oktober Regenzeit (Südwest-Monsun) mit häufigem Regen, rauer See und starken Strömungen. Viele Inseltouren fahren dann eingeschränkt, der Similan-Nationalpark ist geschlossen. Reisen bleibt möglich und günstig, doch wer Strand und Meer sucht, plant besser die Trockenzeit.

Anreise & Verkehr

Phuket (HKT) hat einen großen internationalen Flughafen mit Direktverbindungen und vielen Inlandsflügen aus Bangkok (rund 90 Minuten). Krabi besitzt ebenfalls einen internationalen Flughafen; Khao Lak erreichst du am besten über Phuket. Zwischen den Orten und zu den Inseln verkehren Busse, Minivans und Fähren.

Auf den Inseln und entlang der Küste sind Longtailboote und Schnellboote das Fortbewegungsmittel zwischen den Stränden. An Land nutzt du Taxis, Songthaews oder Ride-Hailing-Apps. Gemietete Roller sind beliebt, aber die kurvigen, teils steilen Straßen sind tückisch – nur mit Erfahrung, internationalem Führerschein, Helm und Versicherung fahren.

Praktische Tipps: Geld, Gesundheit & Roller

Bezahlt wird mit dem Thailändischen Baht (THB). In den Touristenzentren ist Kartenzahlung verbreitet, an Marktständen, für Longtailboote und Trinkgelder brauchst du Bargeld. Geldautomaten erheben eine Gebühr pro Abhebung.

Schütze dich vor Moskitos (Dengue-Fieber kommt vor; keine allgemeine Impfung, daher Mückenschutz und lange Kleidung in der Dämmerung). Verwende riffschonende Sonnencreme, um die Korallen zu schützen. Rollerunfälle sind das häufigste Reiserisiko – fahre nur mit Erfahrung, Helm, internationalem Führerschein und ausreichendem Versicherungsschutz.

Sicherheit & ehrliche Hinweise

Die Andamanküste gilt als touristisch sicher; Gewaltkriminalität gegen Reisende ist selten. Die realen Risiken sind Rollerunfälle, gefährliche Strömungen beim Baden (rote Flaggen ernst nehmen) und – auf den Bootstouren – Seekrankheit. Die Küste wurde 2004 vom Tsunami schwer getroffen; heute gibt es ein Frühwarnsystem und beschilderte Evakuierungswege. Bei Erdbeben oder ungewöhnlichem Rückzug des Meeres sofort höher gelegenes Gelände aufsuchen.

Buche Touren über seriöse Anbieter, achte auf Rettungswesten und überfülle keine überladenen Boote. In den äußersten Südprovinzen an der Grenze zu Malaysia (Yala, Pattani, Narathiwat) besteht eine Reisewarnung – diese liegen weit von den Touristenzielen entfernt. Prüfe vor der Reise stets die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes.

Häufige Fragen


Wann ist die beste Reisezeit für die Andamanküste?

Die beste Reisezeit ist die Trockenzeit von November bis April mit ruhigem, klarem Meer und viel Sonne. Von Mai bis Oktober herrscht Regenzeit (Südwest-Monsun) mit rauer See, starken Strömungen und eingeschränkten Bootstouren; der Similan-Nationalpark ist dann geschlossen. Wer Strand und Tauchen sucht, plant die Trockenzeit.


Phuket oder Krabi — was passt besser?

Phuket bietet die größte Infrastruktur, viele Strände, Nachtleben und eine charmante Altstadt, ist aber lebhafter. Krabi mit Ao Nang und Railay punktet mit dramatischeren Kalksteinfelsen, Klettern und ruhigerer Natur. Beide liegen nah beieinander und lassen sich per Fähre gut kombinieren.


Kann man die Maya Bay noch besuchen?

Ja, nach einer mehrjährigen Sperrung zur Erholung ist die Maya Bay auf Ko Phi Phi Leh wieder geöffnet, jedoch mit strengen Regeln: begrenzte Besucherzahl, Ankerverbot und feste Zeiten. Komm früh oder spät, buche umweltbewusste Touren und nutze riffschonende Sonnencreme, um die Korallen zu schützen.


Sind die Similan-Inseln zum Tauchen geeignet?

Ja, die Similan-Inseln zählen zu den weltbesten Tauch- und Schnorchelrevieren: klares Wasser, Granitfelsen, Korallengärten, Mantarochen und Walhaie. Der Nationalpark ist nur von etwa Mitte Oktober bis Mitte Mai geöffnet. Tagestouren und mehrtägige Tauchsafaris starten von Khao Lak.


Wie sicher ist das Baden an der Andamanküste?

Grundsätzlich sicher, aber in der Regenzeit treten an manchen Stränden gefährliche Rückströmungen (Rip Currents) auf – rote Flaggen und Warnschilder unbedingt ernst nehmen. Gelegentlich kommen Quallen vor. Die Küste hat seit dem Tsunami 2004 ein Frühwarnsystem mit beschilderten Evakuierungswegen.


Braucht man für Thailand ein Visum?

Deutsche Staatsangehörige können für touristische Aufenthalte bis 60 Tage visumfrei einreisen (visa-exempt); der Reisepass muss noch mindestens sechs Monate gültig sein. Bezahlt wird mit dem Thailändischen Baht (THB). Prüfe die aktuellen Einreisebestimmungen vor Abflug, da sie sich ändern können.


Offizielle Reiseinfos zu Thailand bündelt das Thailändische Fremdenverkehrsamt (Tourism Authority of Thailand). Weiter zur Reiseplanung: das Länderprofil Thailand mit allen Regionen, die benachbarte Küstenregion Golf von Thailand mit Ko Samui sowie Bangkok als Ausgangspunkt, dazu die Übersicht Asien.