Südkorea

Südkorea verbindet die Millionenmetropole Seoul mit ihren Palästen, die Hafenstadt Busan, die Tempelstadt Gyeongju sowie lebendige K-Kultur, Streetfood und High-Tech. Gereist wird bequem mit dem Hochgeschwindigkeitszug KTX. Gezahlt wird mit dem Won. Deutsche reisen visumfrei bis 90 Tage ein. Beste Reisezeit sind Frühjahr und Herbst.

Südkorea ist ein Land der Kontraste: Uralte Palastanlagen und buddhistische Tempel treffen auf Hightech-Skylines, K-Pop und eine der am dichtesten vernetzten Gesellschaften der Welt. Zentrum des Landes ist die Millionenmetropole Seoul, doch schon eine kurze Zugfahrt entfernt warten mit der Hafenstadt Busan und der einstigen Königsstadt Gyeongju ganz eigene Facetten des Landes.
Wer tiefer eintauchen möchte, ergänzt die Städte um die Vulkaninsel Jeju, das traditionelle Dorf Hahoe bei Andong oder Wanderungen im Nationalpark Seoraksan. Dank des Hochgeschwindigkeitszugs KTX lassen sich diese Ziele bequem und ohne Mietwagen verbinden, gezahlt wird überall mit dem Won.
Seoul – Hauptstadt zwischen Palästen und Zukunft
Seoul ist mit rund 9,5 Millionen Einwohnern das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Südkoreas und für die meisten Reisenden der erste Anlaufpunkt. Im Herzen der Stadt liegt der Gyeongbokgung-Palast, die einstige Residenz der Joseon-Könige, deren Wachablösung täglich Besucher anzieht. Gleich nebenan lädt das Hanok-Dorf Bukchon mit traditionellen Holzhäusern zum Bummeln ein, während wenige Gehminuten weiter in Insadong Teehäuser und Galerien warten.
Zum Kontrastprogramm gehören das quirlige Einkaufsviertel Myeongdong sowie der Aussichtsturm N Seoul Tower auf dem Hausberg Namsan. Wer tiefer in die jüngere Geschichte eintauchen möchte, bucht einen Tagesausflug in die entmilitarisierte Zone (DMZ) an der Grenze zu Nordkorea – einer der ungewöhnlichsten Ausflüge Asiens.
Busan – Südkoreas Tor zum Meer
Busan, die zweitgrößte Stadt des Landes, liegt an der Südostküste und hat einen ganz anderen Charakter als die Hauptstadt: maritim, entspannt, mit langen Sandstränden wie Haeundae direkt vor der Skyline. Sehenswert ist das bunte Gamcheon-Kulturdorf, ein ehemaliges Armenviertel, das mit Wandmalereien und kleinen Galerien zum Fotomotiv wurde. Auf dem Fischmarkt Jagalchi wechseln frischer Fisch und Meeresfrüchte direkt am Hafen den Besitzer – ein lebendiger Einblick in den Alltag der Hafenstadt.
Kulturell und landschaftlich reizvoll sind die Tempel Beomeosa im Wald der Berge sowie Haedong Yonggungsa, einer der wenigen Tempel Koreas direkt am Meer, wo Felsen und Wellen die Kulisse bilden.
Gyeongju – Tempelstadt und UNESCO-Welterbe
Gyeongju war über tausend Jahre Hauptstadt des Silla-Königreichs und gilt heute als „Museum ohne Mauern“: Kaum eine andere Stadt Südkoreas bündelt so viel Geschichte auf so kleinem Raum. Der Tempel Bulguksa zählt zu den bedeutendsten buddhistischen Bauwerken Ostasiens und ist zusammen mit der Felsengrotte Seokguram, in der eine steinerne Buddha-Statue über dem Meer thront, UNESCO-Welterbe.
In der Innenstadt liegen die grasbewachsenen Königsgräber der Silla-Dynastie, die sich als sanfte Hügel durch Parks ziehen und abends stimmungsvoll beleuchtet werden. Gyeongju eignet sich gut als Tagesausflug oder Zwischenstopp auf dem Weg von Busan nach Seoul und lässt sich bequem zu Fuß oder per Leihrad erkunden.
Jeju-Insel – Vulkane, Küste und Subtropen
Die vulkanische Insel Jeju vor der Südküste ist Südkoreas beliebtestes Naturziel und wird wegen ihres milden Klimas gern als „koreanisches Hawaii“ bezeichnet. Im Zentrum erhebt sich der erloschene Vulkan Hallasan, mit knapp 1.950 Metern der höchste Berg des Landes und Ziel zahlreicher Wanderrouten durch Wald- und Kraterlandschaften. Die Küste ist von schwarzen Lavafelsen, weißen Stränden und Wasserfällen wie Cheonjiyeon geprägt, dazu kommen begehbare Lavaröhren.
Jeju lässt sich gut mit dem Mietwagen erkunden; wer lieber wandert, findet mit dem Olle-Fernwanderweg ein Netz aus Küsten- und Inlandsrouten, das die ganze Insel umrundet.
Andong und das ländliche Korea
Abseits der Großstädte zeigt Andong im Landesinneren ein ruhigeres, traditionelleres Südkorea. Das Hahoe-Volksdorf, ebenfalls UNESCO-Welterbe, besteht aus jahrhundertealten Gehöften mit Reetdächern, die noch heute von Familien alter Yangban-Clans bewohnt werden. Der Fluss Nakdonggang umschließt das Dorf in einer Flussschleife und sorgt für eine malerische Kulisse, die Besucher am besten von der gegenüberliegenden Anhöhe aus überblicken.
In Andong lassen sich auch traditionelle Maskentänze erleben, die auf eine lange schamanistische Tradition zurückgehen – ein Kontrastprogramm für Reisende, die neben Seoul und Busan auch das dörfliche Korea kennenlernen möchten.
Nationalpark Seoraksan und Wanderungen
Der Nationalpark Seoraksan im Nordosten des Landes gilt als einer der schönsten Gebirgsparks Südkoreas und ist besonders im Herbst für seine leuchtende Laubfärbung bekannt. Steile Granitgipfel, Wasserfälle und buddhistische Tempel wie Sinheungsa liegen dicht beieinander, markierte Wanderwege führen von leichten Spaziergängen bis zu anspruchsvollen Gipfeltouren auf den Daecheongbong.
Eine Seilbahn erspart weniger sportlichen Besuchern den Aufstieg zu einem der Aussichtspunkte. Da der Park bei Koreanern selbst sehr beliebt ist, sind Wochenenden und die Hauptreisezeit im Herbst entsprechend voll – ein Wochentagsbesuch lohnt sich für mehr Ruhe.
K-Kultur, K-Pop und modernes Alltagsleben
Südkorea hat mit K-Pop, koreanischen Serien und Filmen in den vergangenen Jahren weltweit Kultur exportiert wie kaum ein anderes Land Asiens – in Seoul lässt sich dieser Boom hautnah erleben, etwa in den Vierteln Hongdae und Gangnam mit ihren Themencafés, Fanshops und Musikstudios. Gleichzeitig ist die Gesellschaft stark technikaffin: schnelles Internet, kontaktloses Bezahlen und durchgetaktete U-Bahn-Systeme prägen den Alltag.
Traditionelle Werte wie Respekt vor dem Alter bestehen daneben fort, sichtbar etwa in Tempelzeremonien oder Familienfesten. Für Reisende bedeutet das einen Kontrast auf engstem Raum: Hightech-Skyline und jahrhundertealte Palastmauern liegen oft nur eine U-Bahn-Station voneinander entfernt.
Koreanische Küche und Streetfood
Die koreanische Küche ist würzig, vielseitig und fester Bestandteil jeder Reise. Zum Alltag gehören Kimchi, fermentiertes Gemüse, das zu praktisch jeder Mahlzeit gereicht wird, sowie Gerichte wie Bibimbap, Bulgogi oder der scharfe Eintopf Kimchi-jjigae. In Streetfood-Gassen, etwa rund um Myeongdong oder auf dem Gwangjang-Markt in Seoul, werden gefüllte Teigtaschen, Fischkuchen am Spieß und der süß-scharfe Reiskuchen Tteokbokki direkt an Ständen zubereitet.
Koreanisches Grillen (Samgyeopsal) am Tisch, oft begleitet vom Reisschnaps Soju, gehört zu den geselligsten kulinarischen Erlebnissen des Landes. Vegetarier finden in buddhistisch geprägten Tempelküchen zunehmend eigene Angebote.
Beste Reisezeit und Klima
Südkorea liegt in der gemäßigten Klimazone mit deutlichen Jahreszeiten. Am beliebtesten sind Frühjahr (April bis Juni) mit der berühmten Kirschblüte und milden Temperaturen sowie der Herbst (September bis November) mit klarem Wetter und intensiver Laubfärbung – beides gute Reisezeiten mit wenig Niederschlag. Der Sommer von Juli bis August ist dagegen heiß, schwül und fällt in die Regenzeit Jangma mit teils heftigen Schauern und gelegentlichen Taifunausläufern.
Der Winter ist trocken, aber kalt, besonders im Landesinneren und in den Bergen, wo Schnee für Skigebiete sorgt. Wer Menschenmassen meiden möchte, plant Frühjahr und Herbst außerhalb koreanischer Feiertage wie Chuseok, wenn viele Koreaner selbst im Land unterwegs sind.
Einreise, Visum und Geld
Deutsche Staatsangehörige können mit einem gültigen Reisepass bis zu 90 Tage visumfrei nach Südkorea einreisen. Eigentlich ist dafür zusätzlich die elektronische Einreiseerlaubnis K-ETA vorgesehen, diese ist für deutsche Staatsangehörige aktuell jedoch befristet ausgesetzt – vor der Reise lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts, da sich Regelungen kurzfristig ändern können.
Bezahlt wird mit dem Won; Kartenzahlung ist in Städten praktisch überall möglich, auf dem Land empfiehlt sich dennoch etwas Bargeld. Englisch wird außerhalb der Touristenzentren nur begrenzt gesprochen, die Beschilderung in Metros und an Bahnhöfen ist aber meist zweisprachig.
Mit dem KTX durchs Land
Südkorea verfügt über ein hervorragendes Bahnnetz, dessen Rückgrat der Hochgeschwindigkeitszug KTX bildet. Er verbindet Seoul mit Busan in rund zweieinhalb Stunden und macht auch Gyeongju und andere Regionen gut erreichbar, ohne dass ein Mietwagen nötig wäre. Innerhalb der Städte sorgen dichte, günstige und pünktliche U-Bahn-Netze für einfache Orientierung, Tickets funktionieren meist mit derselben Chipkarte wie Busse.
Für abgelegenere Ziele wie den Nationalpark Seoraksan oder Teile von Jeju sind Überlandbusse oder ein Mietwagen praktischer. Wer viel im Land unterwegs ist, profitiert von Rail-Pässen, die vorab online gebucht werden können.
Praktische Reisetipps
Für Südkorea empfiehlt sich eine Reisezeit von mindestens zehn Tagen, um neben Seoul auch Busan oder Gyeongju in Ruhe zu besuchen. Öffentliches WLAN ist in Städten weit verbreitet, ein lokales SIM- oder eSIM-Paket ab Ankunft am Flughafen erleichtert Navigation und Übersetzungs-Apps zusätzlich. In Tempeln und traditionellen Unterkünften wie Hanok-Häusern gilt es, vor dem Betreten die Schuhe auszuziehen.
Sicherheitstechnisch zählt Südkorea zu den unkompliziertesten Reisezielen Asiens, übliche Vorsicht in Großstädten reicht aus. Praktisch sind zudem die zahlreichen Convenience-Stores, die rund um die Uhr Snacks, SIM-Karten und einfache Medikamente bereithalten.
Südkorea verbindet Millionenmetropolen wie Seoul mit historischen Palast- und Tempelstädten wie Gyeongju sowie moderner K-Kultur. Das Land ist technisch hervorragend erschlossen, sicher und mit dem KTX schnell zu bereisen. Gezahlt wird mit dem Won, gesprochen wird Koreanisch, Englisch ist außerhalb der Zentren begrenzt verbreitet. Zu den Höhepunkten zählen Seoul mit Palästen und Hanok-Vierteln, die Hafenstadt Busan mit Stränden und Tempeln am Meer, das UNESCO-Tempelensemble in Gyeongju sowie die Vulkaninsel Jeju. Auch der Nationalpark Seoraksan und das traditionelle Dorf Hahoe bei Andong lohnen einen Besuch. Am angenehmsten sind Frühjahr (April–Juni) mit Kirschblüte und Herbst (September–November) mit Laubfärbung, beide mild und trocken. Der Sommer ist heiß, schwül und regenreich (Jangma-Saison), der Winter kalt, aber trocken und in den Bergen schneesicher. Nein, Deutsche reisen mit gültigem Reisepass bis zu 90 Tage visumfrei ein. Die eigentlich vorgesehene elektronische Einreiseerlaubnis K-ETA ist für deutsche Staatsangehörige derzeit befristet ausgesetzt; vor Abflug sollten die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts geprüft werden, da sich das kurzfristig ändern kann. Am komfortabelsten reist man mit dem Hochgeschwindigkeitszug KTX, der Seoul, Busan und weitere Regionen in wenigen Stunden verbindet. Innerhalb der Städte sind U-Bahnen dicht getaktet und günstig, für abgelegenere Ziele wie Teile von Jeju oder den Seoraksan empfehlen sich Busse oder ein Mietwagen. Offizielle und aktuelle Informationen zu Südkorea bietet das Fremdenverkehrsamt unter /asien/suedkorea/fremdenverkehrsamt/, mit Hinweisen zu Sehenswürdigkeiten, Einreise und Reiseplanung aus erster Hand.Häufige Fragen
Was muss man über Südkorea wissen?
Was sind die schönsten Reiseziele in Südkorea?
Wann ist die beste Reisezeit für Südkorea?
Braucht man für Südkorea ein Visum?
Wie kommt man in Südkorea am besten von Stadt zu Stadt?
Wo finde ich offizielle Reiseinformationen zu Südkorea?
Weitere Informationen zu Südkorea bietet das Fremdenverkehrsamt Südkorea. Einen Überblick über weitere Reiseziele der Region gibt der Asien-Hub, während sich Nachbarländer wie Japan und China gut für eine Kombireise eignen.