Zum Inhalt springen

Singapur

Die Skyline der Marina Bay in Singapur zur blauen Stunde mit dem Marina Bay Sands und den leuchtenden Supertrees der Gardens by the Bay

Singapur ist ein moderner Stadtstaat mit den Supertrees der Gardens by the Bay, dem Marina Bay Sands, der Erlebnisinsel Sentosa und einer der besten Streetfood-Szenen Asiens. Gezahlt wird mit dem Singapur-Dollar. Die Einreise ist visumfrei. Reisen lohnt sich das ganze Jahr.

Landkarte Singapur
Landkarte Singapur

Singapur ist gleichzeitig Stadt, Insel und Staat – ein kompaktes, extrem gut organisiertes Zentrum, in dem futuristische Architektur, tropischer Regenwald und die kulturelle Vielfalt Südostasiens auf engstem Raum zusammentreffen. Wolkenkratzer stehen neben jahrhundertealten Tempeln, und zwischen Hochhäusern wuchern botanische Gärten und künstlich angelegte „Supertrees“.

Gezahlt wird mit dem Singapur-Dollar, die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige visumfrei und unkompliziert. Da Singapur nahe am Äquator liegt, herrscht ganzjährig tropisches Klima – ein Besuch lohnt sich praktisch zu jeder Jahreszeit, wenn auch mit Schauern jederzeit zu rechnen ist.

Die Stadt Singapur

Singapur ist Stadtstaat und Hauptstadt zugleich, es gibt also keine separate Metropole neben dem Staat. Die Stadt gliedert sich in unterschiedliche, dicht bebaute Viertel, die per U-Bahn in wenigen Minuten erreichbar sind. Trotz der Wolkenkratzerkulisse ist Singapur bemerkenswert grün: Straßen sind konsequent begrünt, Parks und Gärten durchziehen das Stadtgebiet, und die Stadtplanung setzt bewusst auf ein Nebeneinander von urbanem Leben und Natur. Wer zum ersten Mal da ist, wird schnell merken, wie sauber, sicher und effizient sich diese Millionenstadt organisiert. Trotz der Kompaktheit lohnt es sich, mehrere Tage einzuplanen, da sich die einzelnen Viertel in Architektur, Küche und Atmosphäre spürbar unterscheiden und ein reiner Tagesausflug den Facettenreichtum kaum abbilden kann.

Marina Bay

Das Herzstück des modernen Singapur ist die Marina Bay mit dem ikonischen Hoteltower Marina Bay Sands, dessen Dachterrasse mit Infinity-Pool und SkyPark einen der bekanntesten Ausblicke Asiens bietet. Am Ufer wacht die Merlion-Statue, halb Löwe, halb Fisch, als Wahrzeichen der Stadt über die Bucht. Das ArtScience Museum in Lotusblütenform und die geschwungene Helix Bridge ergänzen die Skyline. Abends verwandelt sich die Bucht mit Lichtshows und Spiegelungen in den Hochhausfassaden in eine der fotogensten Kulissen Südostasiens. Ein Spaziergang entlang der Uferpromenade oder über die Helix Bridge kostet nichts und gehört für die meisten Besucher trotzdem zu den Höhepunkten der Reise.

Gardens by the Bay

Direkt neben der Marina Bay liegt der Themenpark Gardens by the Bay mit den weithin sichtbaren Supertrees – bis zu 50 Meter hohen, mit Pflanzen bewachsenen Stahlkonstruktionen, die abends in einer Licht-und-Sound-Show erstrahlen. In den beiden Gewächshäusern Cloud Forest und Flower Dome lassen sich Klimazonen von tropischen Wasserfällen bis zu mediterranen Blumenlandschaften auf begehbaren Stegen erkunden. Der Park ist auch bei Einheimischen ein beliebtes Ausflugsziel und zeigt eindrücklich, wie Singapur Natur und Stadtentwicklung bewusst zusammendenkt statt sie zu trennen. Ein Besuch am frühen Abend, kurz vor der Licht-und-Sound-Show, vermeidet die größte Mittagshitze und die dichtesten Besuchergruppen.

Sentosa und Freizeit

Die vorgelagerte Insel Sentosa ist Singapurs Freizeit- und Badeinsel: Universal Studios Singapore, das S.E.A. Aquarium und mehrere künstlich angelegte Strände sorgen für Abwechslung, eine Seilbahn verbindet die Insel mit dem Festland und bietet dabei Blick über den Hafen. Sentosa eignet sich gut für einen ganzen Tag, besonders mit Kindern, ist an Wochenenden aber entsprechend belebt. Wer es ruhiger mag, findet an den weniger bekannten Stränden der Insel auch Rückzugsorte abseits der großen Attraktionen. Für einen entspannten Tagesausflug reicht ein Ticket für die Seilbahn oder den Sentosa-Express, größere Attraktionen wie die Universal Studios sollten dagegen einen ganzen Tag im Reiseplan bekommen.

Kulturviertel: Chinatown, Little India, Kampong Glam

Singapurs multikulturelle Geschichte zeigt sich am deutlichsten in seinen historischen Vierteln. In Chinatown ragt der Buddha-Tooth-Relic-Tempel über enge Gassen mit Räucherstäbchen-Duft, in Little India prägt der farbenfrohe Sri-Veeramakaliamman-Tempel das Straßenbild zwischen Gewürzläden und Blumenketten-Ständen. Kampong Glam rund um die goldkuppelige Sultan-Moschee ist das malaiisch-muslimische Zentrum der Stadt, mit der Haji Lane als Ort für kleine Boutiquen und Straßenkunst. Ein Streifzug durch alle drei Viertel an einem Tag zeigt die kulturelle Bandbreite Singapurs eindrücklich. In allen drei Vierteln finden sich zudem kleine Tempelfeste und religiöse Feiertage über das Jahr verteilt, die Besuchern einen authentischen Einblick in das Alltagsleben der jeweiligen Gemeinschaft geben.

Orchard Road: Einkaufsmeile

Wer shoppen möchte, findet auf der Orchard Road eine der dichtesten Einkaufsmeilen Asiens: Mehrere Kilometer Einkaufszentren reihen sich hier aneinander, von internationalen Luxusmarken bis zu lokalen Kaufhäusern und Elektronikgeschäften. Auch klimatisierte Untergeschosse mit Food Courts sorgen dafür, dass sich die Straße bei tropischer Hitze oder plötzlichem Regen komplett überdacht erkunden lässt. Zur Weihnachtszeit wird die gesamte Straße aufwendig illuminiert und zieht dann noch einmal deutlich mehr Besucher an. Wer keine Shopping-Ambitionen hat, findet hier zumindest ein gutes Bild davon, wie sehr Konsum zum Alltag der Stadt gehört.

Natur: Zoo, Botanischer Garten und mehr

Auch abseits der Innenstadt hat Singapur naturnahe Ziele zu bieten: Der Singapore Zoo gilt mit seinen offenen Gehegen als einer der besten Asiens, die angeschlossene Night Safari erlaubt nächtliche Tierbeobachtungen. Der Botanische Garten, als UNESCO-Weltkulturerbe gelistet, bietet mit seinem National Orchid Garden eine ruhige Oase im Stadtgebiet. Wer noch mehr Grün sucht, findet im MacRitchie Reservoir mit seinem Baumkronenpfad ein Stück tropischen Regenwald mitten in der Stadt – ein Kontrast, der zeigt, wie viel Natur Singapur trotz seiner Dichte bewahrt hat.

Kulinarik: Hawker-Zentren

Eine der größten Stärken Singapurs ist seine Streetfood-Kultur, die von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt wurde. In Hawker-Zentren wie Maxwell Food Centre oder Lau Pa Sat werden auf engstem Raum chinesische, malaiische, indische und peranakanische Küche angeboten, teils sogar mit Michelin-Stern ausgezeichnete Garküchen zu Straßenpreisen. Klassiker wie Chili Crab, Hainan Chicken Rice oder Laksa lassen sich hier günstig und authentisch probieren. Für kulinarisch Interessierte ist ein Besuch mehrerer Hawker-Zentren an unterschiedlichen Tagen fast Pflichtprogramm. Preislich liegen die meisten Gerichte deutlich unter dem, was Restaurants in der Innenstadt verlangen, sodass sich Hawker-Zentren auch als günstige Alternative für alle Mahlzeiten des Tages eignen.

Anzeige

Beste Reisezeit und Klima

Singapur liegt nahe am Äquator und hat daher ganzjährig ein gleichbleibend tropisches Klima mit Temperaturen um 27 bis 32 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit. Kurze, teils kräftige Regenschauer sind das ganze Jahr über jederzeit möglich und lassen sich kaum vorhersagen, dauern aber meist nicht lange. Etwas trockener gilt die Zeit zwischen Februar und April, während es zum Jahresende hin tendenziell etwas regenreicher wird. Da es keine ausgeprägten Jahreszeiten gibt, lässt sich eine Reise nach Singapur praktisch unabhängig vom Kalender planen. Leichte, atmungsaktive Kleidung ist ganzjährig sinnvoll, in klimatisierten Innenräumen wie Einkaufszentren oder der U-Bahn kann es dagegen überraschend kühl werden, sodass sich eine leichte Jacke im Gepäck lohnt.

Einreise, Visum und Geld

Für deutsche Staatsangehörige ist Singapur für touristische Aufenthalte bis 90 Tage visumfrei, allerdings ist vor Ankunft die kostenlose elektronische SG Arrival Card auszufüllen. Ein gültiger Reisepass ist Pflicht. Gezahlt wird mit dem Singapur-Dollar, Kreditkarten werden praktisch überall akzeptiert. Wichtig zu wissen: Singapur verhängt sehr strenge Strafen bei Verstößen, etwa bei Drogenbesitz, dem Einführen von Kaugummi zum Wiederverkauf oder Rauchen an verbotenen Orten. Zudem ist Singapur ein teures Pflaster, vor allem bei Unterkünften und Alkohol. Wer beim Budget sparen möchte, weicht bei Mahlzeiten konsequent auf Hawker-Zentren aus und nutzt für die Fortbewegung den öffentlichen Nahverkehr statt Taxis, was die Reisekosten spürbar senkt.

Fortbewegung und praktische Tipps

Singapurs öffentlicher Nahverkehr zählt zu den besten weltweit: Das MRT-Bahnnetz verbindet nahezu alle wichtigen Ziele der Stadt zuverlässig, sauber und pünktlich, ergänzt durch ein dichtes Busnetz und Taxis beziehungsweise Ride-Hailing-Apps. Ein eigenes Auto ist für Touristen weder nötig noch sinnvoll. Der Flughafen Changi ist selbst eine Attraktion: Das angeschlossene Jewel-Terminal beherbergt den höchsten Indoor-Wasserfall der Welt sowie Gärten und Geschäfte, sodass sich schon ein Zwischenstopp am Flughafen lohnt, bevor es weiter in die Stadt geht. Eine kontaktlose Bankkarte oder eine EZ-Link-Karte genügt für U-Bahn und Bus, separate Fahrscheine sind kaum noch nötig, was den Einstieg für Erstbesucher deutlich erleichtert.

Häufige Fragen


Was muss man über Singapur wissen?

Singapur ist ein extrem sauberer, sicherer und effizienter Stadtstaat mit tropischem Klima ganzjährig. Es gelten sehr strenge Gesetze, etwa bei Drogen oder Rauchverboten, dafür ist die Infrastruktur hervorragend. Gezahlt wird mit dem Singapur-Dollar, die Einreise ist für Deutsche visumfrei.


Was sind die schönsten Reiseziele in Singapur?

Zu den Höhepunkten zählen die Marina Bay mit dem Marina Bay Sands, die Gardens by the Bay mit ihren Supertrees, die Erlebnisinsel Sentosa sowie die Kulturviertel Chinatown, Little India und Kampong Glam. Auch die Hawker-Zentren gehören zum Pflichtprogramm.


Wann ist die beste Reisezeit für Singapur?

Singapur lässt sich wegen seiner Äquatornähe ganzjährig bereisen, Temperaturen liegen konstant bei 27 bis 32 Grad. Kurze Regenschauer sind jederzeit möglich, etwas trockener ist es tendenziell zwischen Februar und April. Feste Reisesaison gibt es praktisch nicht.


Braucht man für Singapur ein Visum?

Nein, für touristische Aufenthalte bis 90 Tage ist für deutsche Staatsangehörige kein Visum nötig. Vor der Einreise muss aber die kostenlose elektronische SG Arrival Card ausgefüllt werden, zusätzlich ist ein gültiger Reisepass Voraussetzung.


Ist Singapur teuer für Touristen?

Ja, Singapur zählt zu den teureren Reisezielen Asiens, besonders bei Unterkünften und Alkohol. Streetfood in Hawker-Zentren bleibt dagegen erschwinglich und ist zugleich kulinarisch eines der Highlights des Landes, sodass sich Reisekosten gut steuern lassen.


Wo finde ich offizielle Reiseinformationen zu Singapur?

Offizielle und weiterführende Informationen zu Einreise, Sicherheit und Tourismus in Singapur bündelt das Fremdenverkehrsamt auf tourismus.de unter /asien/singapur/fremdenverkehrsamt/.

Weitere Reiseziele und Hintergründe finden Sie im Asien-Hub von tourismus.de sowie in unseren Länderguides zu Malaysia und Thailand.

Weitere Informationen zu Singapur