Malaysia

Malaysia vereint die Metropole Kuala Lumpur mit den Petronas Towers und den Batu-Höhlen, die UNESCO-Altstadt George Town auf Penang, den Dschungel Borneos mit Orang-Utans und Traumstrände auf Langkawi und den Perhentians. Gezahlt wird mit dem Ringgit. Deutsche reisen visumfrei bis 90 Tage ein. Ganzjährig tropisch warm.

Malaysia vereint auf der malaiischen Halbinsel und auf Borneo eine Mischung aus moderner Metropole, Regenwald und Inselwelt. Hauptstadt und größte Stadt ist Kuala Lumpur mit den markanten Petronas Twin Towers, während sich das Land über gut 330.000 km² erstreckt und in einen Halbinsel-Teil sowie die beiden ostmalaysischen Bundesstaaten Sabah und Sarawak auf Borneo gliedert. Mit rund 34 Mio. Einwohnern ist Malaysia ein Vielvölkerstaat, in dem malaiische, chinesische und indische Kultur nebeneinander existieren, was sich in Sprache, Religion und vor allem in der Küche zeigt.
Amtssprache ist Malaiisch, Englisch ist aber weit verbreitet und im Tourismus fast überall ausreichend. Gezahlt wird mit dem Ringgit, Deutsche reisen bis 90 Tage visumfrei ein. Das Klima ist ganzjährig tropisch warm, wobei sich beste Reisezeiten regional unterscheiden: An der Westküste rund um Kuala Lumpur und Penang ist es zwischen Dezember und Februar am trockensten, an der Ostküste und auf Borneo eignen sich eher die Monate März bis Oktober.
Kuala Lumpur
Kuala Lumpur ist Hauptstadt und größte Stadt Malaysias und zugleich meist erster Anlaufpunkt für Reisende. Wahrzeichen sind die Petronas Twin Towers, deren Skybridge und Aussichtsplattform Ausblicke über die Skyline bieten, ergänzt durch den noch höheren KL Tower. Am Stadtrand liegen die Batu-Höhlen, ein hinduistisches Heiligtum in einer Kalksteinhöhle mit markanter goldener Statue am Eingang. Daneben prägen das historische Chinatown mit seinen Nachtmärkten und das koloniale Merdeka Square das Stadtbild. Kuala Lumpur eignet sich sowohl für Tagesausflüge als auch für mehrere Tage Städtereise mit vielfältigem Streetfood-Angebot.
George Town auf Penang
Die Insel Penang mit ihrer Hauptstadt George Town zählt wegen ihrer gut erhaltenen Kolonialarchitektur zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Altstadt ist bekannt für ihre Streetart, die sich zwischen chinesischen Tempeln, indischen Vierteln und alten Shophouses verteilt, sowie für eine der vielfältigsten Streetfood-Szenen Malaysias. George Town lässt sich gut zu Fuß oder per Fahrrad erkunden, viele Cafés und Galerien haben sich in restaurierten Altbauten angesiedelt. Die Mischung aus malaiischer, chinesischer und indischer Kultur ist in Penang besonders sichtbar und macht die Insel zu einem kulinarischen und kulturellen Schwerpunkt einer Malaysia-Reise.
Malakka
Malakka, ebenfalls UNESCO-Weltkulturerbe, war über Jahrhunderte einer der bedeutendsten Handelshäfen Südostasiens und wurde nacheinander von Portugiesen, Niederländern und Briten kontrolliert. Diese Kolonialgeschichte ist bis heute in der Architektur sichtbar, etwa an der roten niederländischen Stadtkirche und den Ruinen der Festung A Famosa. Die Stadt liegt an der Straße von Malakka und lässt sich gut als Tagesausflug oder Zwischenstopp zwischen Kuala Lumpur und Singapur besuchen. Abends verwandelt sich die Jonker Street in einen belebten Nachtmarkt mit Streetfood und Kunsthandwerk.
Langkawi und die Ostküsteninseln
Der Archipel Langkawi vor der Nordwestküste ist für seine Strände und als zollfreies Einkaufsgebiet bekannt. Wahrzeichen ist die Langkawi Sky Bridge, eine gebogene Fußgängerbrücke hoch über dem Regenwald, die über eine Seilbahn erreicht wird und weite Ausblicke bietet. Neben mehreren gut ausgebauten Stränden mit Resorts bietet die Insel auch ruhigere Ecken sowie Bootstouren zu vorgelagerten kleineren Inseln.
Vor der Ostküste der Halbinsel liegen die Perhentian-Inseln, Redang und Tioman, die zu den besten Tauch- und Schnorchelgebieten Malaysias zählen, mit vergleichsweise gut erhaltenen Riffen. Wegen des Nordost-Monsuns sind viele dieser Inseln zwischen November und Februar geschlossen oder eingeschränkt erreichbar, die beste Zeit liegt zwischen März und Oktober.
Cameron Highlands
Die Cameron Highlands im malaysischen Hochland bieten wegen ihrer Höhenlage ein spürbar kühleres Klima als der Rest des Landes und sind vor allem für ihre ausgedehnten Teeplantagen bekannt. Wanderwege führen durch Plantagen, Erdbeerfarmen und Reste des ursprünglichen Bergregenwalds, dazu kommen Besichtigungen von Teefabriken mit Verkostung. Die Region ist bei einheimischen wie internationalen Reisenden beliebt, entsprechend gut ausgebaut, aber auch touristisch geprägt. Für Reisende, die dem tropischen Klima der Küste für ein paar Tage entkommen möchten, sind die Cameron Highlands ein angenehmer Kontrast.
Borneo: Sabah und Sarawak
Der malaysische Teil Borneos gliedert sich in die Bundesstaaten Sabah und Sarawak und unterscheidet sich landschaftlich deutlich von der Halbinsel. In Sabah dominiert der Mount Kinabalu, einer der höchsten Berge Südostasiens. Bekannt ist die Region zudem für das Rehabilitationszentrum Sepilok, in dem Orang-Utans auf die Auswilderung vorbereitet werden, sowie für erstklassige Tauchgebiete rund um die Insel Sipadan.
Sarawak, der zweite malaysische Bundesstaat auf Borneo, ist geprägt von dichtem Regenwald und traditionellen Langhaus-Siedlungen der indigenen Bevölkerung. Ausgangspunkt ist meist die Stadt Kuching, von der aus sich der Bako-Nationalpark mit seinen Nasenaffen gut als Tagesausflug erreichen lässt. Sabah und Sarawak sind von der Halbinsel aus nur per Flugzeug in angemessener Zeit erreichbar.
Kultur und Küche
Malaysia ist ein Vielvölkerstaat, in dem malaiische, chinesische und indische Bevölkerungsgruppen zusammenleben, was sich unmittelbar in der Küche niederschlägt: Von malaiischem Nasi Lemak über chinesische Nudelgerichte bis zu indischen Currys reicht das tägliche Angebot, oft an einem einzigen Hawker-Markt nebeneinander. Der Islam ist die vorherrschende Religion und prägt Feiertage sowie den öffentlichen Alltag, weshalb an Moscheen und in religiös geprägten Vierteln angemessene, bedeckende Kleidung erwartet wird. Gleichzeitig sind buddhistische, hinduistische und christliche Gemeinden Teil des Alltags, sichtbar an Tempeln und Kirchen in unmittelbarer Nachbarschaft.
Beste Reisezeit und Klima
Malaysia liegt nahe am Äquator und ist ganzjährig tropisch warm und feucht, eine ausgeprägte kühle Jahreszeit gibt es nicht. Für die Westküste mit Kuala Lumpur, Penang und Malakka gilt die Zeit von Dezember bis Februar als trockenste und damit beste Reisezeit. Die Ostküste der Halbinsel sowie Borneo werden dagegen vom Nordost-Monsun geprägt, der zwischen November und Februar für starken Regen sorgt; viele Inseln sind in dieser Zeit geschlossen. Empfehlenswert für Ostküste und Borneo sind daher die Monate März bis Oktober.
Einreise und Geld
Deutsche Staatsangehörige können mit gültigem Reisepass bis zu 90 Tage visumfrei nach Malaysia einreisen. Gezahlt wird mit dem Malaysischen Ringgit, Kartenzahlung ist in Städten und größeren Resorts verbreitet, in ländlichen Regionen und auf kleineren Inseln empfiehlt sich dagegen Bargeld. Wie bei tropischen Reisezielen üblich, ist eine Reisekrankenversicherung sinnvoll, da medizinische Versorgung außerhalb der größeren Städte eingeschränkter ist. Wer zwischen der Halbinsel und Borneo reist, sollte beachten, dass trotz formaler Inlandsreise Passkontrollen stattfinden.
Fortbewegung und praktische Tipps
Innerhalb der malaiischen Halbinsel verbindet ein gut ausgebautes Netz aus Fernbussen, Zügen und Inlandsflügen die wichtigsten Städte, Kuala Lumpur verfügt zudem über ein funktionierendes Nahverkehrssystem. Für Borneo sowie abgelegene Inselgruppen sind Inlandsflüge meist die praktischste Option, da Land- und Bootsverbindungen deutlich länger dauern. Wer mehrere Regionen wie die Halbinsel und Borneo verbinden möchte, sollte genügend Zeit einplanen, da es sich trotz gemeinsamer Landesgrenze um weit auseinanderliegende Gebiete handelt. Insgesamt gilt Malaysia touristisch als gut organisiert und vergleichsweise unkompliziert zu bereisen.
Häufige Fragen
Was muss man über Malaysia wissen?
Malaysia besteht aus der malaiischen Halbinsel und den Bundesstaaten Sabah und Sarawak auf Borneo. Als Vielvölkerstaat vereint das Land malaiische, chinesische und indische Kultur, was sich besonders in der Küche zeigt. Hauptstadt ist Kuala Lumpur mit den bekannten Petronas Twin Towers.
Was sind die schönsten Reiseziele in Malaysia?
Zu den Höhepunkten zählen Kuala Lumpur mit den Petronas Towers, die UNESCO-Altstadt George Town auf Penang sowie das historische Malakka. Für Strände und Tauchen bieten sich Langkawi, die Perhentian-Inseln und Redang an, für Regenwald und Orang-Utans lohnt sich ein Abstecher nach Borneo.
Wann ist die beste Reisezeit für Malaysia?
Malaysia ist ganzjährig tropisch warm, die Westküste um Kuala Lumpur und Penang ist zwischen Dezember und Februar am trockensten. Die Ostküste und Borneo werden dagegen von November bis Februar vom Monsun geprägt, hier eignen sich eher die Monate März bis Oktober.
Braucht man für Malaysia ein Visum?
Deutsche Staatsangehörige reisen mit gültigem Reisepass bis zu 90 Tage visumfrei nach Malaysia ein. Ein gesondertes Visum ist für kürzere touristische Aufenthalte somit nicht erforderlich. Die aktuellen Einreisebestimmungen sollten dennoch vor Reiseantritt geprüft werden.
Wo finde ich offizielle Reiseinformationen zu Malaysia?
Offizielle und aktuelle Reiseinformationen zu Malaysia bietet das Fremdenverkehrsamt auf tourismus.de/asien/malaysia/fremdenverkehrsamt/. Dort finden sich Ansprechpartner und weiterführende Hinweise für die Reiseplanung.
Weitere Reiseinformationen zu Asien gibt es im Asien-Reiseführer von tourismus.de. Wer Malaysia mit weiteren Zielen Südostasiens verbinden möchte, findet Informationen zu Thailand und Singapur. Offizielle Auskünfte bietet das Fremdenverkehrsamt Malaysia.