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Jordanien

Die rosarote, in den Fels gehauene Fassade des Schatzhauses (Al-Khazneh) von Petra, Jordanien, im warmen Sonnenlicht am Ende der Schlucht Siq

Jordanien vereint die Felsenstadt Petra, die Wüste Wadi Rum, das heilbringende Tote Meer und die Hauptstadt Amman auf überschaubarem Raum. Gezahlt wird mit dem Jordanischen Dinar. Für die Einreise ist ein Visum nötig (der Jordan Pass ist praktisch). Beste Reisezeit ist Frühjahr und Herbst.

Landkarte Jordanien
Landkarte Jordanien

Zwischen Wüste und Totem Meer liegt Jordanien, ein überschaubares Land mit einigen der eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten des Nahen Ostens: die Felsenstadt Petra, die rote Wüste Wadi Rum und die Hauptstadt Amman mit ihrer Zitadelle und den Souks. Kurze Distanzen erlauben es, mehrere Höhepunkte in einer ein- bis zweiwöchigen Rundreise zu verbinden.

Gezahlt wird mit dem Jordanischen Dinar, für die Einreise ist ein Visum nötig, das mit dem sogenannten Jordan Pass praktisch mitgebucht werden kann. Reisezeitlich eignen sich Frühjahr und Herbst am besten, wenn die Temperaturen in Petra und Wadi Rum tagsüber angenehm und nachts nicht zu kalt sind.

Hauptstadt Amman

Amman ist mit rund vier Millionen Einwohnern die mit Abstand größte Stadt Jordaniens und meist Ausgangspunkt jeder Rundreise. Auf dem Zitadellenhügel erinnern Ruinen aus römischer, byzantinischer und islamischer Zeit an die lange Geschichte der Stadt, unten im Tal liegt ein gut erhaltenes römisches Theater, das noch heute für Veranstaltungen genutzt wird. Rund um die Altstadt laden Souks mit Gewürzen, Textilien und Schmuck zum Bummeln ein, während sich moderne Viertel mit Cafés und Restaurants über die Hügel der Stadt verteilen. Amman wirkt geschäftig und modern, ohne die Sehenswürdigkeiten der Antike zu verdrängen, und eignet sich gut für einen ein- bis zweitägigen Aufenthalt vor der Weiterreise.

Petra

Die Felsenstadt Petra ist Jordaniens bekannteste Sehenswürdigkeit und UNESCO-Welterbe. Durch die enge Schlucht Siq gelangt man zum Schatzhaus Al-Khazneh, dessen Fassade direkt in den rosafarbenen Fels gehauen wurde, dahinter erstreckt sich ein weitläufiges Areal mit Gräbern, Tempeln und dem hoch gelegenen Kloster Ad-Deir, das über eine steile Treppe erreichbar ist. Für einen vollständigen Eindruck sollte man mindestens einen ganzen Tag einplanen; Frühaufsteher erleben den Siq bei Sonnenaufgang deutlich ruhiger. Abendliche Führungen unter dem Titel „Petra by Night“ erhellen den Weg zum Schatzhaus mit Kerzen und vermitteln eine stimmungsvolle, ganz andere Atmosphäre der antiken Stätte.

Wadi Rum

Südlich von Petra erstreckt sich das Wadi Rum, eine Wüstenlandschaft aus rotem Sand und schroffen Sandsteinbergen, die durch Filme wie „Lawrence von Arabien“ bekannt wurde. Beduinenfamilien betreiben in der Wüste Camps, in denen Besucher übernachten, traditionelle Gerichte probieren und abseits jeder Lichtverschmutzung einen außergewöhnlich klaren Sternenhimmel erleben können. Jeep-Touren und geführte Wanderungen bringen Reisende zu Felsbögen, Canyons und alten Inschriften. Die Landschaft ist einer der eindrucksvollsten Programmpunkte einer Jordanien-Reise und lässt sich gut mit einem Besuch in Petra kombinieren, da beide Ziele nur etwa eine Autostunde voneinander entfernt liegen.

Totes Meer und Wadi Mujib

Auch von jordanischer Seite ist das Tote Meer, der tiefste Punkt der Erde, gut erreichbar und bietet dank seines extremen Salzgehalts müheloses Schweben sowie mineralreiche Schlammbäder, die in mehreren Wellnesshotels an der Küste angeboten werden. Wer aktiver unterwegs sein möchte, findet im nahen Wadi Mujib ein beliebtes Ziel für Canyoning: Durch Flusscanyons mit Wasserfällen wandert und schwimmt man flussaufwärts, was von April bis Oktober möglich ist. Die Kombination aus Entspannung am Toten Meer und einer aktiven Canyon-Tour macht diese Region zu einem vielseitigen Zwischenstopp auf dem Weg von Amman Richtung Süden.

Jerash und Madaba

Nördlich von Amman liegt Jerash, eine der besterhaltenen Römerstädte im Nahen Osten mit Säulenstraßen, einem ovalen Forum und zwei Amphitheatern, die noch heute genutzt werden. Südlich der Hauptstadt lohnt ein Abstecher nach Madaba, bekannt für seine byzantinische Mosaikkarte des Heiligen Landes in der Georgskirche, sowie zum nahen Berg Nebo, von dem aus man bei klarer Sicht bis zum Toten Meer und nach Jerusalem blicken kann. In der Nähe liegt zudem die Taufstelle Bethanien am Jordan, die für christliche Pilger von Bedeutung ist. Beide Ziele lassen sich gut als Tagesausflüge von Amman aus verbinden.

Aqaba am Roten Meer

Im äußersten Süden Jordaniens liegt die Hafenstadt Aqaba am Roten Meer, unweit der Grenzen zu Israel, Ägypten und Saudi-Arabien. Warmes Wasser und vorgelagerte Korallenriffe machen die Region zu einem guten Ziel für Tauchen und Schnorcheln, ergänzt durch Wracktauchgänge und eine entspanntere Alternative zum Wüstenprogramm im Landesinneren. Aqaba profitiert von einer Freihandelszone mit entsprechend entwickelter touristischer Infrastruktur aus Hotels und Restaurants entlang der Promenade. Viele Rundreisen durch Jordanien enden hier mit einigen Tagen zum Entspannen, bevor es zurück nach Amman oder direkt über die Grenze weiter nach Ägypten oder Israel geht.

Kultur und Küche

Die jordanische Küche ist herzhaft und gastfreundschaftlich geprägt: Nationalgericht ist Mansaf, Lammfleisch in fermentierter Joghurtsauce auf Reis, serviert meist zu besonderen Anlässen und traditionell mit den Händen gegessen. Daneben prägen Mezze-Vorspeisen wie Hummus, Baba Ghanoush und Falafel den Alltag, ergänzt um frisches Fladenbrot und starken, gesüßten Tee oder Kaffee mit Kardamom. Gastfreundschaft hat in der jordanischen Kultur einen hohen Stellenwert, Einladungen zum Tee oder Essen sind keine Seltenheit. Das Land gilt in der Region als vergleichsweise liberal und stabil, religiöse und kulturelle Vielfalt wird respektiert, auch wenn der Islam als Staatsreligion den Alltag prägt.

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Beste Reisezeit und Klima

Frühjahr (März bis Mai) und Herbst (September bis November) gelten als beste Reisezeit für Jordanien, mit milden Tagestemperaturen, die sowohl Wanderungen in Petra als auch Ausflüge ins Wadi Rum angenehm machen. Im Sommer steigen die Temperaturen in Petra und besonders in der Wüste Wadi Rum auf Werte deutlich über 35 Grad, tagsüber ist körperliche Aktivität dann anstrengend, nachts kühlt es in der Wüste jedoch spürbar ab. Der Winter bringt milde Tage, kann in höheren Lagen wie Amman oder Petra aber kühl, windig und gelegentlich sogar mit Schnee ausfallen, was bei der Kleiderwahl berücksichtigt werden sollte.

Einreise, Visum und Geld

Für die Einreise nach Jordanien benötigen deutsche Staatsangehörige ein Visum, das bei Ankunft am Flughafen oder an Landgrenzen erhältlich ist. Praktischer ist häufig der Jordan Pass, der die Visumsgebühr mit dem Eintritt zu zahlreichen Sehenswürdigkeiten, darunter Petra, bündelt und bei Vorabbuchung online meist die günstigere Option ist. Gezahlt wird mit dem Jordanischen Dinar, ein gültiger Reisepass ist Voraussetzung für die Einreise. Jordanien gilt insgesamt als sicheres und gastfreundliches Reiseland, dennoch sollten vor der Reise die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts geprüft werden, das unter anderem von Reisen in unmittelbare Grenzgebiete zu Syrien und Irak abrät.

Fortbewegung und praktische Tipps

Da öffentliche Verkehrsmittel zwischen den Sehenswürdigkeiten oft nur eingeschränkt verkehren, reisen die meisten Besucher mit Mietwagen oder gebuchtem Fahrer durch Jordanien; die Straßen zwischen Amman, Petra, Wadi Rum und Aqaba sind gut ausgebaut. Für Tagesausflüge ab Amman, etwa nach Jerash oder Madaba, lassen sich auch organisierte Touren oder Taxis nutzen. In Wadi Rum übernehmen Beduinenguides den Transport innerhalb der Wüste per Jeep. Leichte, bedeckende Kleidung wird abseits von Hotelanlagen empfohlen, insbesondere beim Besuch religiöser Stätten. Wer Petra ausgiebig erkunden möchte, sollte festes Schuhwerk, ausreichend Wasser und Sonnenschutz einplanen, da weite Strecken zu Fuß zurückgelegt werden.

Häufige Fragen


Was muss man über Jordanien wissen?

Jordanien vereint auf überschaubarem Raum die Felsenstadt Petra, die Wüste Wadi Rum und das Tote Meer. Gezahlt wird mit dem Jordanischen Dinar, für die Einreise ist ein Visum nötig, das der Jordan Pass praktisch mit Eintritten bündelt. Das Land gilt als gastfreundlich und vergleichsweise stabil.


Was sind die schönsten Reiseziele in Jordanien?

Zu den Höhepunkten zählen die Felsenstadt Petra mit dem Schatzhaus Al-Khazneh, die rote Wüste Wadi Rum mit Beduinencamps, das Tote Meer, die Römerstadt Jerash sowie Aqaba am Roten Meer zum Tauchen und Schnorcheln.


Wann ist die beste Reisezeit für Jordanien?

Am angenehmsten sind Frühjahr (März–Mai) und Herbst (September–November) mit milden Temperaturen für Petra und Wadi Rum. Im Sommer wird es in der Wüste sehr heiß, im Winter kann es besonders in höheren Lagen kühl und windig werden.


Braucht man für Jordanien ein Visum?

Ja, deutsche Staatsangehörige benötigen ein Visum, das bei Ankunft erhältlich ist. Praktischer ist meist der Jordan Pass, der Visum und Eintritte zu Sehenswürdigkeiten wie Petra bündelt und bei Online-Buchung häufig günstiger ausfällt.


Was ist der Jordan Pass?

Der Jordan Pass ist ein Kombiticket, das die Visumsgebühr mit dem Eintritt zu über 40 Sehenswürdigkeiten verbindet, darunter Petra für ein, zwei oder drei Tage. Er wird online vor der Reise gebucht und spart in den meisten Fällen Geld gegenüber Einzelzahlungen.


Wo finde ich offizielle Reiseinformationen zu Jordanien?

Offizielle Informationen zu Einreise, Visum und aktuellen Hinweisen bietet das jordanische Fremdenverkehrsamt. Eine Übersicht mit weiterführenden Links findet sich auf der Fremdenverkehrsamt-Seite von tourismus.de zu Jordanien.


Details zur Einreise liefert das Fremdenverkehrsamt Jordanien. Einen Überblick über die Region bietet der Asien-Reiseführer, und auch die Nachbarländer Israel und Ägypten lassen sich gut in eine Nahost-Rundreise integrieren.

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