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Israel

Der goldene Felsendom und die Altstadt von Jerusalem, Israel, im warmen Licht des Sonnenuntergangs über den honigfarbenen Steinmauern
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Israel vereint das historische Jerusalem, das lebendige Tel Aviv, das heilbringende Tote Meer und die Wüste Negev auf kleinem Raum. Gezahlt wird mit dem Neuen Schekel. Die Einreise ist visumfrei, seit 2025 ist aber eine elektronische Genehmigung (ETA-IL) nötig. Beste Reisezeit ist Frühjahr und Herbst.

Landkarte Israel
Landkarte Israel

Auf kleiner Fläche vereint Israel eine ungewöhnliche Bandbreite an Reisezielen: das dreitausend Jahre alte Jerusalem mit seiner ummauerten Altstadt, das mediterrane Tel Aviv mit Strandpromenade und Bauhaus-Architektur sowie im Süden das Tote Meer und die Wüste Negev. Zwischen Pilgerstätten dreier Weltreligionen, quirligen Küstenstädten und kargen Wüstenlandschaften liegen oft nur wenige Autostunden.

Gezahlt wird mit dem Neuen Schekel, die Einreise ist für deutsche Staatsangehörige visumfrei, seit 2025 aber an eine vorab zu beantragende elektronische Reisegenehmigung (ETA-IL) gebunden. Reisezeitlich empfehlen sich Frühjahr und Herbst, wenn Temperaturen in Jerusalem und an der Küste angenehm sind und auch Ausflüge ans Tote Meer und in die Negev-Wüste ohne Extremhitze möglich sind.

Hauptstadt Jerusalem

Jerusalem ist geistiges Zentrum von Judentum, Christentum und Islam und zugleich Regierungssitz Israels. Die von einer historischen Stadtmauer umschlossene Altstadt (UNESCO-Welterbe) gliedert sich in vier Viertel und vereint auf engstem Raum die Klagemauer, die Grabeskirche, den Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg sowie die Via Dolorosa und den Ölberg mit Blick über die Stadt. Die Gedenkstätte Yad Vashem erinnert an den Holocaust und gehört für viele Besucher zum Pflichtprogramm. Außerhalb der Mauern hat sich Jerusalem zu einer modernen Stadt mit Universitäten, Museen und lebendiger Marktszene entwickelt, bleibt aber untrennbar mit seiner religiösen Bedeutung verbunden.

Tel Aviv-Jaffa

Nur eine Autostunde von Jerusalem entfernt liegt mit Tel Aviv-Jaffa das weltliche Gegenstück: eine Mittelmeerstadt mit kilometerlangen Sandstränden, pulsierendem Nachtleben und der als „Weiße Stadt“ bekannten Bauhaus-Architektur, die ebenfalls UNESCO-Welterbe ist. Tagsüber laden Strandpromenade, Cafés und der Carmel-Markt zum Bummeln ein, abends füllen sich Bars und Clubs rund um den Rothschild-Boulevard. Im südlich angrenzenden Jaffa erinnert die jahrtausendealte Altstadt mit Gassen, Galerien und Hafen an die Geschichte als eine der ältesten Hafenstädte der Welt. Tel Aviv gilt zudem als vergleichsweise liberale und weltoffene Stadt innerhalb Israels.

Totes Meer, Masada und Negev

Am tiefsten Punkt der Erde liegt das Tote Meer, dessen extrem hoher Salzgehalt müheloses Schweben ermöglicht; Schlammbäder und Wellnesshotels an der Küste nutzen die mineralreichen Ablagerungen. In der Nähe erhebt sich die Bergfestung Masada, die per Seilbahn oder zu Fuß erreichbar ist und bei Sonnenaufgang einen eindrucksvollen Blick über die Wüste bietet. Die Oase Ein Gedi mit Wasserfällen und Wildziegen liegt ebenfalls in Reichweite. Weiter südlich erstreckt sich die karge Wüste Negev mit dem Ramon-Krater, dem größten Erosionskrater der Welt, und dem Wüstenstädtchen Mitzpe Ramon als Ausgangspunkt für Wanderungen und Sternenbeobachtung.

Norden: Galiläa und Golanhöhen

Der Norden Israels wirkt grüner und ruhiger als der Süden. Rund um den See Genezareth liegen Orte von zentraler christlicher Bedeutung wie Nazareth und Kapernaum, während die Golanhöhen mit Weinbergen, Wasserfällen und Wanderwegen zum Kontrastprogramm zu den Wüstenregionen werden. Die Landschaft Galiläas ist hügelig und landwirtschaftlich geprägt, mit Olivenhainen und kleinen Kibbuzim. Für Israel-Reisende, die neben Jerusalem und Tel Aviv auch die religiös-historische Provinz erleben möchten, lohnt sich ein mehrtägiger Abstecher in diese Region, die touristisch deutlich weniger überlaufen ist als die großen Zentren im Zentrum und Süden des Landes.

Rotes Meer bei Eilat

Im äußersten Süden, an der Grenze zu Ägypten und Jordanien, liegt die Hafenstadt Eilat am Roten Meer. Das ganzjährig warme Wasser und die vorgelagerten Korallenriffe machen die Region zu einem beliebten Ziel für Taucher und Schnorchler; ein Unterwasserobservatorium erlaubt auch Nicht-Tauchern Einblicke in die Riffwelt. Eilat ist Israels wärmster Ferienort und wird wegen des trockenen Wüstenklimas auch im Winter für Badeurlaub angesteuert, wenn es in Jerusalem und im Norden bereits kühl und regnerisch ist. Die Stadt selbst ist touristisch geprägt, mit Hotels, Promenade und guter Infrastruktur für internationale Gäste.

Kultur und Küche

Israels Küche verbindet jüdische, arabische, mediterrane und osteuropäische Einflüsse zu einer der vielfältigsten der Region. Hummus, Falafel und Shakshuka gehören zum Alltag ebenso wie frisches Fladenbrot, gegrilltes Gemüse und Salate mit viel Olivenöl und Kräutern. Auf Märkten wie dem Carmel-Markt in Tel Aviv oder dem Machane-Yehuda-Markt in Jerusalem lässt sich diese Vielfalt hautnah erleben. Kulturell prägt die religiöse Diversität den Alltag spürbar: Der Schabbat von Freitagabend bis Samstagabend bringt große Teile des öffentlichen Lebens, darunter viele Geschäfte und einen Teil des Nahverkehrs, zum Stillstand, was Reisende bei der Planung berücksichtigen sollten.

Aktivitäten

Neben Städtereisen und Badeurlaub bietet Israel ein breites Aktivangebot: Wandern im Negev und auf dem Israel National Trail, Tauchen und Schnorcheln vor Eilat, Radtouren rund um den See Genezareth sowie Weinproben in den Golanhöhen und rund um Jerusalem, wo eine wachsende Weinbauszene entstanden ist. Wer es ruhiger mag, entspannt am Toten Meer oder an den Stränden von Tel Aviv. Historisch Interessierte kombinieren Ausgrabungsstätten wie Cäsarea, eine ehemalige römische Hafenstadt mit gut erhaltenem Theater und Aquädukt, mit den religiösen Stätten Jerusalems zu einer Rundreise, die sich dank kurzer Distanzen gut in ein bis zwei Wochen unterbringen lässt.

Beste Reisezeit und Klima

Am angenehmsten bereist man Israel im Frühjahr (März bis Mai) und im Herbst (Oktober bis November), wenn milde Temperaturen sowohl Städtetouren als auch Ausflüge in Wüste und ans Tote Meer erlauben. Der Sommer ist an der Küste schwül und im Landesinneren, besonders am Toten Meer und in der Negev-Wüste, extrem heiß mit Werten deutlich über 35 Grad, was Aktivitäten tagsüber einschränkt. Der Winter bringt in Jerusalem kühle, gelegentlich regnerische Tage und selten sogar Schnee, während Eilat am Roten Meer auch dann noch mild bleibt und sich als Winterziel eignet.

Einreise, Visum und Geld

Deutsche Staatsangehörige können bis zu 90 Tage visumfrei nach Israel einreisen, benötigen seit 2025 jedoch vorab die elektronische Reisegenehmigung ETA-IL, die online beantragt wird und einen gültigen Reisepass voraussetzt. Bezahlt wird mit dem Neuen Schekel; Kreditkarten werden in Städten und Hotels breit akzeptiert, in kleineren Orten und auf Märkten empfiehlt sich Bargeld. Wichtig für die Reiseplanung ist der Schabbat, an dem viele Geschäfte, Restaurants und ein Teil des öffentlichen Nahverkehrs ruhen. Vor der Reise sollten die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts geprüft werden, da sich die Lage insbesondere in Grenzregionen kurzfristig ändern kann.

Fortbewegung und praktische Tipps

Zwischen Jerusalem, Tel Aviv, dem Toten Meer und dem Norden verkehren gut ausgebaute Busse und Sammeltaxis (Sherut), zudem verbindet eine Bahnlinie Tel Aviv mit Jerusalem und dem Flughafen Ben Gurion. Für flexible Rundreisen in Negev und Norden ist ein Mietwagen empfehlenswert, in den Innenstädten von Jerusalem und Tel Aviv reicht meist Fußweg oder ÖPNV. An religiösen Stätten gelten Kleidungsregeln (bedeckte Schultern und Knie), die man aus Respekt einhalten sollte. Da am Schabbat viele öffentliche Verkehrsmittel stillstehen, lohnt es sich, Ausflüge an diesem Tag entsprechend zu planen oder auf Sammeltaxis auszuweichen, die teils weiterfahren.

Häufige Fragen


Was muss man über Israel wissen?

Israel vereint auf kleiner Fläche religiöse Stätten in Jerusalem, das moderne Tel Aviv und Naturschauspiele wie das Tote Meer und die Negev-Wüste. Gezahlt wird mit dem Neuen Schekel, die Einreise ist visumfrei, seit 2025 aber an eine elektronische Genehmigung (ETA-IL) gebunden. Der Schabbat (Fr.–Sa.) legt große Teile des öffentlichen Lebens still.


Was sind die schönsten Reiseziele in Israel?

Zu den Höhepunkten zählen die Altstadt Jerusalems mit Klagemauer und Grabeskirche, Tel Avivs Strände und Bauhaus-Viertel, das Tote Meer mit der Festung Masada, die Wüste Negev mit dem Ramon-Krater sowie das Rote Meer bei Eilat zum Tauchen und Schnorcheln.


Wann ist die beste Reisezeit für Israel?

Am angenehmsten sind Frühjahr (März–Mai) und Herbst (Oktober–November) mit milden Temperaturen für Städte- und Wüstentouren. Im Sommer wird es besonders am Toten Meer und in der Negev-Wüste extrem heiß, während Eilat am Roten Meer auch im Winter mild bleibt.


Braucht man für Israel ein Visum?

Ein klassisches Visum ist für deutsche Staatsangehörige nicht nötig, seit 2025 ist aber vor der Einreise die elektronische Reisegenehmigung ETA-IL online zu beantragen. Voraussetzung ist ein gültiger Reisepass; der Aufenthalt ist damit bis zu 90 Tage möglich.


Was sollte man zum Schabbat wissen?

Von Freitagabend bis Samstagabend ruhen in weiten Teilen Israels Geschäfte, Restaurants und ein Teil des öffentlichen Nahverkehrs, besonders in Jerusalem. Reisende sollten Ausflüge an diesem Tag vorausplanen oder auf Sammeltaxis (Sherut) ausweichen, die teils weiterfahren.


Wo finde ich offizielle Reiseinformationen zu Israel?

Offizielle Informationen zu Einreise, Sicherheit und aktuellen Hinweisen bietet das israelische Fremdenverkehrsamt. Eine Übersicht mit weiterführenden Links findet sich auf der Fremdenverkehrsamt-Seite von tourismus.de zu Israel.


Weitere Informationen zur Einreise bietet das Fremdenverkehrsamt Israel. Einen Überblick über die Region liefert der Asien-Reiseführer, und auch die Nachbarländer Jordanien und Ägypten lassen sich gut in eine Nahost-Rundreise einbinden.

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