Indonesien

Indonesien ist der größte Inselstaat der Erde – von Bali über Java mit seinen Vulkanen bis zu den Tauchparadiesen und dem Komodo-Nationalpark. Gezahlt wird mit der Rupiah. Beste Reisezeit ist die Trockenzeit von Mai bis September. Für die Einreise gibt es ein Visa on Arrival.

Indonesien erstreckt sich über mehr als 17.000 Inseln zwischen Asien und Australien und ist damit der größte Inselstaat der Welt. Hauptstadt ist Jakarta auf Java, eine der größten Metropolen Asiens; das Land selbst erstreckt sich über rund 1,9 Mio. km² und drei Zeitzonen. Wer Indonesien bereist, findet auf engstem Raum große Vielfalt: hinduistische Tempel auf Bali, aktive Vulkane auf Java, Tauchgründe vor Sulawesi und Komodowarane im Komodo-Nationalpark im Osten des Landes.
Mit rund 277 Mio. Einwohnern ist Indonesien bevölkerungsreich und kulturell vielschichtig – Amtssprache ist Indonesisch, daneben werden hunderte Regionalsprachen gesprochen. Gezahlt wird mit der Rupiah, gereist wird am besten in der Trockenzeit zwischen Mai und September. Wegen der Größe des Landes lohnt es sich, eine Reise auf einzelne Regionen wie Bali, Java oder Raja Ampat zu konzentrieren, statt alles auf einmal sehen zu wollen.
Jakarta und die Hauptstadtregion
Jakarta ist die größte Stadt Indonesiens und politisches sowie wirtschaftliches Zentrum des Landes. Die Metropole auf Java ist laut und für die meisten Reisenden eher Durchgangsstation als Ziel: Verkehr und Luftqualität gelten als anstrengend, dafür bietet die Stadt Museen, Streetfood-Märkte und die Altstadt Kota Tua mit holländischer Kolonialarchitektur. Viele Reisende nutzen Jakarta nur als Ankunftsort und fliegen von dort weiter nach Bali, Yogyakarta oder auf andere Inseln. Wer bleibt, sollte sich auf eine sehr urbane, hitzige Großstadt einstellen, die wenig mit den Postkartenmotiven Indonesiens zu tun hat.
Bali – Reisterrassen, Tempel und Strände
Bali ist Indonesiens bekanntestes Reiseziel und die einzige mehrheitlich hinduistische Insel des Landes. Im Zentrum liegt Ubud, umgeben von den terrassenförmigen Reisfeldern von Tegallalang und zahlreichen Yoga- und Wellness-Angeboten. An der Küste ziehen die Tempel Tanah Lot, direkt im Meer gelegen, und Uluwatu auf einer Steilklippe Besucher an, während Seminyak und Canggu für Surfen, Beachclubs und Nachtleben stehen. Die Insel ist touristisch stark erschlossen, entsprechend gut ist die Infrastruktur, aber in den Hauptorten auch entsprechend voll. Wer Ruhe sucht, findet sie im bergigen Norden oder Osten Balis, etwa rund um den Vulkan Batur oder die Tauchgebiete bei Amed.
Java – Vulkane und Tempel
Java ist die bevölkerungsreichste Insel Indonesiens und kulturell wie landschaftlich vielseitig. Bei Yogyakarta liegen die UNESCO-Weltkulturerbestätten Borobudur, die größte buddhistische Tempelanlage der Welt, und der hinduistische Tempelkomplex Prambanan. Landschaftlich prägen aktive Vulkane das Bild: Der Bromo ist für seinen Sonnenaufgang über der Aschewüste bekannt, der Ijen für seinen türkisfarbenen Schwefelsee. Wer Java bereist, sollte Vulkanausflüge nur mit erfahrenen Guides und unter Beachtung aktueller Warnstufen unternehmen, da einige Vulkane periodisch aktiv sind und Wanderwege dann gesperrt werden.
Komodo-Nationalpark
Der Komodo-Nationalpark im Osten Indonesiens ist die einzige Region der Welt, in der die namensgebenden Komodowarane wild vorkommen. Ausgangspunkt für Touren ist meist die Hafenstadt Labuan Bajo auf Flores, von wo mehrtägige Bootstouren zu den Inseln Komodo und Rinca sowie zum Pink Beach führen, einem Strand mit rosafarbenem Sand durch Korallensplitter. Neben den Waranen ist die Region auch für Tauchen und Schnorcheln mit Mantarochen bekannt, teils bei starken Strömungen. Da der Nationalpark abgelegen liegt, sollten Besucher genügend Zeit für die An- und Abreise einplanen und Touren vorab buchen.
Sulawesi und Raja Ampat – Tauchen abseits der Massen
Sulawesi mit seiner markanten K-Form ist für zwei unterschiedliche Highlights bekannt: das Toraja-Land im Hochland mit traditionellen Begräbnisritualen und markanten Bootshäusern sowie das Tauchgebiet Bunaken vor der Nordspitze der Insel. Noch abgelegener liegt Raja Ampat im äußersten Osten Indonesiens, das als eines der artenreichsten Tauchgebiete der Welt gilt. Die Anreise dorthin ist aufwendig und Unterkünfte sind vergleichsweise einfach und teuer, dafür ist die Unterwasserwelt weitgehend intakt. Beide Regionen eignen sich vor allem für Reisende, die Zeit mitbringen und bereit sind, für Ursprünglichkeit auf Komfort zu verzichten.
Sumatra – Regenwald und Orang-Utans
Sumatra ist die westlichste der großen Sunda-Inseln und deutlich weniger touristisch erschlossen als Bali oder Java. Bekanntester Anlaufpunkt ist Bukit Lawang am Rand des Gunung-Leuser-Nationalparks, wo sich auf Dschungeltrekkings wildlebende Orang-Utans beobachten lassen. Im Norden der Insel liegt der Toba-See, der größte Vulkansee Südostasiens, mit der Insel Samosir als Zentrum der Batak-Kultur. Reisen auf Sumatra erfordern mehr Eigeninitiative und Zeit für Straßen und Verbindungen als auf Bali, belohnen dafür mit Natur und Kultur abseits der Touristenpfade.
Kultur, Religion und Küche
Indonesien ist mehrheitlich muslimisch geprägt, mit Bali als markanter hinduistischer Ausnahme und weiteren religiösen Minderheiten im ganzen Land. An Tempeln, Moscheen und in ländlichen Regionen ist respektvolle Kleidung gefragt, an Tempeln in Bali wird häufig ein Sarong verlangt. Kulinarisch prägen Reisgerichte wie Nasi Goreng, Saté-Spieße und die scharfe Küche Sumatras den Alltag, dazu kommen regionale Spezialitäten von Insel zu Insel. Die kulturelle Vielfalt zeigt sich auch in der Sprache: Neben dem Indonesischen als Amtssprache werden im Land hunderte Regional- und Lokalsprachen gesprochen.
Beste Reisezeit und Klima
Indonesien liegt komplett in den Tropen und ist ganzjährig warm, das Klima wird vor allem durch Trocken- und Regenzeit bestimmt. Die Trockenzeit von Mai bis September gilt als beste Reisezeit, mit mehr Sonne und weniger Niederschlag, besonders auf Bali, Java und den östlichen Inseln. In der Regenzeit von Oktober bis April fallen dagegen häufigere und intensivere Schauer, was Wege erschweren kann, wenngleich es auch dann sonnige Abschnitte gibt. Wegen der Ausdehnung des Landes über drei Zeitzonen können lokale Wettermuster variieren, weshalb es sich lohnt, die Reisezeit an das jeweilige Zielgebiet anzupassen.
Einreise, Visum und Geld
Für die Einreise nach Indonesien benötigen deutsche Staatsangehörige einen gültigen Reisepass und in der Regel ein Visa on Arrival, das bei Ankunft am Flughafen oder vorab online als e-VoA beantragt werden kann. Gezahlt wird mit der Rupiah, größere Scheine sind wegen des hohen Umtauschkurses üblich, Kartenzahlung ist in touristischen Zentren verbreitet, auf abgelegenen Inseln aber nicht garantiert. Reisende sollten daher ausreichend Bargeld mitführen, besonders auf kleineren Inseln. Wie bei jeder Auslandsreise empfiehlt sich eine Reisekrankenversicherung, da medizinische Versorgung außerhalb der großen Städte eingeschränkt sein kann.
Fortbewegung und praktische Tipps
Wegen der großen Zahl an Inseln und der Ausdehnung über drei Zeitzonen sind Inlandsflüge in Indonesien für viele Reiserouten praktisch unumgänglich, etwa zwischen Java, Bali, Sulawesi oder Flores. Zwischen näher gelegenen Inseln verkehren zudem Fähren, die je nach Wetter und Seegang unterschiedlich zuverlässig sind. Auf den einzelnen Inseln selbst sind Roller und private Fahrer verbreitet, öffentlicher Nahverkehr ist außerhalb Jakartas eher rudimentär.
Wer mehrere Regionen wie Bali, Java und Komodo verbinden möchte, sollte entsprechend Zeit einplanen und Verbindungen frühzeitig buchen. Mückenschutz und Sonnenschutz sind wegen der tropischen Lage ratsam, an religiösen Stätten wird respektvolle, bedeckende Kleidung erwartet. Wer aktive Vulkane besteigen möchte, sollte sich vorab über aktuelle Warnstufen und die Zuverlässigkeit lokaler Anbieter informieren.
Häufige Fragen
Was muss man über Indonesien wissen?
Indonesien ist mit über 17.000 Inseln der größte Inselstaat der Welt und liegt komplett in den Tropen. Das Land ist bevölkerungsreich und kulturell vielfältig, von hinduistischem Bali bis zum mehrheitlich muslimischen Java und Sumatra. Wegen der Größe lohnt es sich, die Reise auf wenige Regionen zu konzentrieren.
Was sind die schönsten Reiseziele in Indonesien?
Zu den bekanntesten Zielen zählen Bali mit Reisterrassen und Tempeln, Java mit Borobudur und den Vulkanen Bromo und Ijen sowie der Komodo-Nationalpark mit seinen Waranen. Taucher schätzen Raja Ampat und Bunaken, Naturfans die Orang-Utans Sumatras. Die Auswahl hängt stark von den eigenen Interessen ab.
Wann ist die beste Reisezeit für Indonesien?
Als beste Reisezeit gilt die Trockenzeit von Mai bis September, mit mehr Sonne und weniger Regen. In der Regenzeit von Oktober bis April fallen häufiger Schauer, es bleibt aber ganzjährig tropisch warm. Da Indonesien drei Zeitzonen umspannt, kann das Wetter regional variieren.
Braucht man für Indonesien ein Visum?
Deutsche Staatsangehörige benötigen für touristische Aufenthalte ein Visa on Arrival, das bei Ankunft am Flughafen oder vorab online als e-VoA beantragt werden kann. Voraussetzung ist ein gültiger Reisepass. Die aktuellen Einreisebestimmungen sollten vor Reiseantritt geprüft werden.
Wo finde ich offizielle Reiseinformationen zu Indonesien?
Offizielle und aktuelle Reiseinformationen zu Indonesien bietet das Fremdenverkehrsamt auf tourismus.de/asien/indonesien/fremdenverkehrsamt/. Dort finden sich Ansprechpartner und weiterführende Hinweise für die Reiseplanung.
Weitere Reiseinformationen zu Asien gibt es im Asien-Reiseführer von tourismus.de. Wer nach der Indonesien-Reise weitere Länder Südostasiens erkunden möchte, findet Informationen zu Thailand und Malaysia. Offizielle Auskünfte bietet das Fremdenverkehrsamt Indonesien.