Zum Inhalt springen

Tansania

Der schneebedeckte Kilimandscharo erhebt sich bei Sonnenaufgang über der goldenen Akaziensavanne Tansanias, mit einer Elefantenherde im Vordergrund

Tansania ist das Safariland schlechthin: die Serengeti mit der Großen Tierwanderung, der Ngorongoro-Krater, der Kilimanjaro und die Gewürzinsel Sansibar. Gezahlt wird mit dem Tansania-Schilling. Für die Einreise ist ein Visum nötig. Beste Reisezeit ist die Trockenzeit von Juni bis Oktober.

Landkarte Tansania
Landkarte Tansania

Tansania gilt als eines der eindrucksvollsten Safariländer Afrikas und vereint auf engstem Raum extreme Kontraste: die endlosen Graslandschaften der Serengeti mit der Großen Tierwanderung, den mit dem Kilimanjaro höchsten Berg Afrikas und die tropische Gewürzinsel Sansibar im Indischen Ozean.

Anders als in vielen anderen Safariländern lassen sich in Tansania Wildnis und Strandurlaub gut kombinieren: Nach Tagen in der Serengeti oder am Ngorongoro-Krater folgt oft ein Erholungsteil auf Sansibar. Wer das Land bereist, sollte reisemedizinische Vorsorge, insbesondere Malariaschutz, sowie ein realistisches Zeitbudget für die großen Entfernungen zwischen den Parks einplanen.

Serengeti und die Große Tierwanderung

Die Serengeti ist das bekannteste Wildtierrevier Tansanias und berühmt für die Große Tierwanderung, bei der jährlich riesige Herden von Gnus und Zebras auf der Suche nach frischem Weideland durch die Ebene ziehen. Höhepunkt für viele Besucher sind die Flussüberquerungen, bei denen sich die Tiere reißenden Flüssen und lauernden Krokodilen stellen müssen. Neben der Wanderung bietet die Serengeti das ganze Jahr über gute Chancen, die Big Five zu beobachten. Wer die Weite der Landschaft besonders eindrucksvoll erleben möchte, bucht eine Ballonsafari bei Sonnenaufgang über den Ebenen, bevor am Boden die klassische Pirschfahrt im Geländewagen folgt.

Ngorongoro-Krater

Der Ngorongoro-Krater ist ein erloschener Vulkankessel, in dem auf engem Raum eine außergewöhnlich hohe Dichte an Wildtieren lebt, von Löwen und Elefanten bis zu den seltenen Spitzmaulnashörnern. Da der Kraterboden ganzjährig Wasser und Weideflächen bietet, sind die Tiere hier auch außerhalb der großen Wanderung zuverlässig zu beobachten. Am Kraterrand und in der umliegenden Schutzzone leben zudem Maasai-Gemeinschaften, die traditionell mit ihrem Vieh in der Region unterwegs sind. Der Krater lässt sich meist gut mit einem Besuch der Serengeti verbinden, da beide Gebiete nah beieinanderliegen und über dieselbe Region angefahren werden.

Kilimanjaro-Besteigung

Der Kilimanjaro ist der höchste Berg Afrikas und einer der wenigen sehr hohen Berge weltweit, die ohne technische Kletterausrüstung bestiegen werden können. Beliebte Routen sind Machame und Marangu, die sich in Landschaft, Schwierigkeit und Ausstattung der Camps unterscheiden. Wegen der großen Höhe ist ausreichend Zeit zur Akklimatisierung entscheidend, längere Routen erhöhen die Erfolgschancen deutlich gegenüber kürzeren Aufstiegen. Auch wer nicht bis zum Gipfel möchte, kann auf den unteren Routenabschnitten die wechselnden Vegetationszonen vom Regenwald bis zur alpinen Wüste erleben, ganz ohne alpinistische Erfahrung.

Sansibar und Stone Town

Sansibar ist die bekannteste Insel Tansanias und ein beliebter Ausklang nach einer Safari. Im Zentrum steht Stone Town, die von der UNESCO als Weltkulturerbe geschützte Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen, geschnitzten Holztüren und dem Einfluss arabischer, indischer und afrikanischer Handelskulturen. Rund um die Insel liegen Strände wie Nungwi, Paje und Kendwa mit türkisfarbenem Wasser, die sich gut zum Baden, für Wassersport oder zum Tauchen entlang der Korallenriffe eignen. Landeinwärts lassen sich auf Gewürzplantagen die für die Insel namensgebenden Gewürze wie Nelken und Zimt besichtigen und probieren.

Tarangire und Lake Manyara

Der Tarangire-Nationalpark ist bekannt für große Elefantenherden und seine markanten Baobab-Bäume, die der Landschaft ein besonders charakteristisches Bild geben. Der Park eignet sich gut, um abseits der stärker besuchten Serengeti eine ruhigere Safari zu erleben. Nur eine kurze Fahrt entfernt liegt der Lake Manyara mit seinem Sodasee, an dem sich häufig große Flamingoschwärme versammeln, sowie mit den für die Region bekannten baumkletternden Löwen. Beide Parks lassen sich gut in eine mehrtägige Nordtansania-Safari zwischen Arusha, Serengeti und Ngorongoro einbauen und ergänzen das Programm um andere Landschaften.

Südliche Parks: Nyerere und Ruaha

Wer abseits der bekannten Nordroute reisen möchte, findet im Süden Tansanias mit dem Nyerere-Nationalpark, dem früheren Selous, und dem Ruaha-Nationalpark zwei der größten Schutzgebiete Afrikas. Beide sind deutlich weniger besucht, bieten dafür aber ursprüngliche Natur und oft exklusivere, ruhigere Safaris. Der Rufiji-Fluss im Nyerere ermöglicht zudem Bootssafaris, eine Perspektive, die es in den nördlichen Parks kaum gibt. Die Anreise in den Süden ist aufwendiger und meist nur per Kleinflugzeug praktikabel, was sich in höheren Kosten, aber auch in spürbar weniger Fahrzeugen vor Ort niederschlägt.

Maasai-Kultur und Alltagsleben

Die Maasai prägen das Bild Nordtansanias bis heute, besonders rund um die Serengeti und den Ngorongoro-Krater, wo viele Gemeinschaften traditionell mit Viehherden leben. Bei organisierten Dorfbesuchen erhalten Reisende Einblicke in Alltag, Kleidung und Bräuche, sollten sich jedoch bewusst sein, dass solche Besuche meist touristisch aufbereitet sind. Landesweit ist Swahili die verbindende Sprache zwischen den zahlreichen Ethnien Tansanias, während Englisch vor allem im Tourismus und in Städten verbreitet ist. Kulinarisch prägen Maisbrei Ugali, gegrilltes Fleisch, bekannt als Nyama Choma, und, an der Küste und auf Sansibar, kräftig gewürzte Fisch- und Kokosgerichte den Speiseplan.

Anzeige

Beste Reisezeit und Klima

Die beste Reisezeit für Safaris in Tansania ist die Trockenzeit von Juni bis Oktober, wenn sich Tiere an wenigen Wasserstellen konzentrieren und Straßen in den Parks gut befahrbar sind. Die Große Tierwanderung folgt dabei einem saisonalen Zyklus und ist je nach Monat in unterschiedlichen Teilen der Serengeti zu beobachten, weshalb sich eine Route idealerweise an der Jahreszeit orientiert. Sansibar und die Küste sind dagegen ganzjährig warm und lassen sich auch außerhalb der Safari-Hochsaison gut bereisen, auch wenn die langen Regenzeiten von März bis Mai für Strandurlaub weniger geeignet sind.

Einreise, Visum und Gesundheit

Für die Einreise nach Tansania benötigen deutsche Staatsangehörige ein Visum, das entweder vorab als eVisa online oder bei Ankunft am Flughafen beantragt werden kann; ein noch ausreichend gültiger Reisepass ist Voraussetzung. Vor der Reise empfiehlt sich eine reisemedizinische Beratung, da in weiten Teilen des Landes ein Malariarisiko besteht und je nach Reiseroute auch eine Gelbfieberimpfung erforderlich sein kann. Bezahlt wird mit dem Tansania-Schilling, in touristischen Gebieten werden häufig auch US-Dollar akzeptiert. Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts sollten vor der Abreise in jedem Fall geprüft werden.

Fortbewegung im Land

Wegen der großen Entfernungen zwischen den Nationalparks werden Safaris in Tansania fast immer mit einem Veranstalter oder erfahrenen Guide organisiert, der Fahrzeug, Route und Unterkünfte übernimmt. Zwischen Nord- und Südtansania sowie nach Sansibar sind Inlandsflüge üblich und sparen im Vergleich zur Straße viel Zeit. Innerhalb der Parks kommen meist geländegängige Safarifahrzeuge zum Einsatz, individuelles Fahren ist dort selten sinnvoll oder erlaubt. Auf dem Festland herrscht wie in vielen ostafrikanischen Ländern Linksverkehr, was bei der Anmietung eines Fahrzeugs außerhalb der Parks zu beachten ist.

Praktische Tipps

Auf dem mehrheitlich muslimisch geprägten Sansibar sowie in ländlichen Regionen des Festlands ist zurückhaltende, den Körper bedeckende Kleidung angebracht, besonders abseits der Hotelanlagen. Für Safaris empfehlen sich Kleidung in gedeckten Farben, festes Schuhwerk und ein Fernglas, während für den Kilimanjaro entsprechende Ausrüstung für kalte Temperaturen in großer Höhe nötig ist. Trinkgelder für Guides und Fahrer sind bei Safaris üblich und ein wichtiger Teil von deren Einkommen. Wer Serengeti, Ngorongoro und Sansibar kombinieren möchte, sollte für die Reise mindestens zehn bis vierzehn Tage einplanen, um Fahrzeiten nicht zu unterschätzen.

Häufige Fragen


Was muss man über Tansania wissen?

Tansania ist eines der bekanntesten Safariländer Afrikas mit der Serengeti, dem Ngorongoro-Krater und dem Kilimanjaro auf dem Festland sowie der Insel Sansibar für den Strandteil der Reise. Hauptstadt ist Dodoma, wichtigster Ausgangspunkt für Safaris ist jedoch Arusha.


Was sind die schönsten Reiseziele in Tansania?

Zu den Höhepunkten zählen die Serengeti mit der Großen Tierwanderung, der Ngorongoro-Krater, der Kilimanjaro für Trekking sowie Sansibar mit Stone Town und seinen Stränden. Auch die ruhigeren südlichen Parks Nyerere und Ruaha lohnen sich für erfahrene Afrikareisende.


Wann ist die beste Reisezeit für Tansania?

Für Safaris eignet sich die Trockenzeit von Juni bis Oktober am besten, da sich Tiere an Wasserstellen konzentrieren und Pisten gut befahrbar sind. Sansibar ist ganzjährig warm bereisbar, die Regenzeiten von März bis Mai sind für Strandurlaub aber weniger ideal.


Braucht man für Tansania ein Visum?

Ja, deutsche Staatsangehörige benötigen ein Visum, das vorab als eVisa online oder bei Ankunft beantragt werden kann. Nötig ist zudem ein noch ausreichend gültiger Reisepass; vor der Reise lohnt sich außerdem eine reisemedizinische Beratung.


Wie kombiniert man Safari und Strandurlaub am besten?

Üblich ist eine mehrtägige Safari im Norden rund um Serengeti und Ngorongoro, gefolgt von einem Inlandsflug nach Sansibar zur Erholung. Für beide Programmteile zusammen sollten mindestens zehn bis vierzehn Tage eingeplant werden, um Fahrzeiten nicht zu unterschätzen.


Wo finde ich offizielle Reiseinformationen zu Tansania?

Offizielle und aktuelle Informationen zu Tansania bietet das Fremdenverkehrsamt Tansania, unter anderem zu Einreisebestimmungen, Gesundheitsvorsorge und touristischen Angeboten im Land.


Weitere Informationen zu Reisezielen in der Region finden Sie in unserem Afrika-Reiseführer sowie in den Länderprofilen zu Kenia und Südafrika.

Weitere Informationen zu Tansania