Warnstreiks bei Lufthansa am kommenden Donnerstag

Nach den vergangenen Streiks beim Sicherheitspersonal in Hamburg und Nordrhein-Westfalen ruft die Gewerkschaft Ver.di nun für Donnerstagmorgen die Beschäftigten bei mehreren Unternehmen des Lufthansa Konzerns zu Arbeitsniederlegungen an „zahlreichen deutschen Flughäfen“ auf.

Am drastischsten werden die Flughäfen Frankfurt und Hamburg betroffen sein, in Berlin wurden zusätzlich auch die Flugbegleiter zu einem Wanrstreik aufgerufen. Auch an Standorten in Düsseldorf, Köln und München sowie Norderstedt wird es Warnstreiks geben.

Auf diese Weise will die Gewerkschaft weiteren Druck in den gegenwärtigen Tarifverhandlungen mit Lufthansa ausüben. Das nächste Treffen der Verhandlungsparteien steht am Freitag bevor. Ver.di fordert hier für die 33.000 Beschäftigten bei Lufthansa 5,2 Prozent mehr Gehalt über eine Laufzeit von 12 Monaten und Garantien für den Erhalt von Arbeitsplätzen.

Fluggesellschaft bietet lediglich Nullrunde an

Lufthansa verweist im Gegenzug auf die angespannte wirtschaftliche Situation und bietet lediglich eine Nullrunde bei den Gehältern an, bei gleichzeitiger Arbeitszeitverlängerung. Ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle nannte dies eine „Provokation, welche bei den Beschäftigten der Lufthansa zu starker Unruhe und Verärgerung führe“.

Betroffen von den Verhandlungen sind die Angestellten von Lufthansa Cargo, Lufthansa Technik, Lufthansa Systems, die Mitarbeiter der Catering Tochterfirma LSG sowie das gesamte Boden- und Kabinenpersonal der Fluggesellschaft.

Die Fluggesellschaft führt momentan ein Sparprogramm durch, im Zuge dessen unter anderem weltweit 3500 Stellen im Verwaltungsbereich gestrichen werden. Die Konzernführung will durch diesen und andere Schritte das Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr um rund 1,5 Milliarden Euro verbessern.

 
 

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