Unister-Insolvenz: Nun auch Reiseportale betroffen – Gutscheine nicht einlösbar

Nach der Pleite der Unister AG meldet nun auch die Unister Travel Betriebsgesellschaft Insolvenz an. Zu ihr gehört der Betreiber des Portals fluege.de. Und ab-in-den -urlaub.de .495 Mitarbeiter zählt der Konzern.

Viele Kunden fragen sich jetzt, was mit ihren bereits gebuchten Reisen geschieht. Für Kunden, die eine Pauschalreise vor dem 20. Juli gebucht haben, gibt es Entwarnung. Die Reisen werden in jedem Fall durchgeführt. Allerdings steht es um nach dem 20. Juli erworbene Reisegutscheine nicht ganz so gut.

Betroffen sind nach Aussagen der Insolvenzverwaltung bis zu 14.000 Kunden. Deren Gutscheine werden von den Vertragspartnern vor Ort möglicherweise nicht anerkannt. Entsprechend gäbe es auch Fälle, in denen einzelne Hotels eine doppelte Bezahlung fordern oder die bereits bestätigten Anreisen von Kunden schlichtweg ablehnten. Die U-Deals GmbH informiert zurzeit die betroffenen Kunden, dass diese Gutscheine zurzeit leider nicht einlösbar sind. „Das Insolvenzrecht lässt uns hier leider keinen Spielraum, die geleisteten Zahlungen fallen in die Insolvenzmasse“, betonte Insolvenzverwalter Lucas F. Flöther. „Allerdings bemühen wir uns auch für diese Kunden um kulante Lösungen.“

Abwarten lautet also die Devise, das bestätigt auch Sabine Fischer-Volk, Reiserechtsexpertin der Verbraucherzentrale Brandenburg: „Wer einen Reisegutschein von einem der von der Insolvenz betroffenen Unternehmen besitzt, muss nun abwarten. Der Insolvenzverwalter wird entscheiden, ob Gutscheine verrechnet oder ausbezahlt werden können. Nach Erfahrung der Verbraucher-zentrale Brandenburg sind die Chancen auf eine Erstattung von Gutscheinbeträgen in Insolvenzfällen aber leider sehr gering.“

Nach dem Unfalltod des Unister-Gründers Oliver Wagner wurden erste Gerüchte über eine Insolvenz bekannt. Am 18. Juli wurden diese zumindest für einzelne Firmen des Konzerns bestätigt im weiteren Verlauf kamen täglich neue Insolvenzmeldungen hinzu. Derzeit ist die Zahlungsunfähigkeit von vier Konzerntöchtern bekannt.

 
 

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