Und so reisen die Deutschen

Deutschen genießen den Ruf gerne und viel zu reisen. Was das genau bedeuten soll, zeigt nun die aktuelle Reisebilanz 2016 von der „Stiftung für Zukunftsfragen“. 

Ein weiteres Jahr ist vergangen und die durchgeführte Tourismusanalyse zeigt: Deutsche reisen wieder mehr und der Trend soll auch in diesem Jahr anhalten. Das ist zumindest das Ergebnis einer repräsentativen Befragung durch die Stiftung für Zukunftsfragen. Diese Erkenntnis kommt durch eine persönliche Befragung von 4.000 Teilnehmern zu ihrem Reiseverhalten.

Mindestens fünf Tage Urlaub

Mit 57 Prozent unternahm die Mehrheit der befragten Bundesbürger letztes Jahr eine Urlaubsreise von mindestens fünf Tagen. Damit erhöhte sich die Reisefreudigkeit zum Vergleichsjahr 2015 um drei Prozent. Vermerkt wird hierbei, dass die Reiseintensität bereits in den Jahren 2013 und 2014 bei 57 Prozent lag. Gründe für den Rückgang in 2015 werden dabei mannigfaltig genannt. Im Kern jedoch, sei es „Unsicherheit in vielerlei Hinsicht“ gewesen. Die Rede ist von politischen Unruhen und Terroranschlägen in touristischen Destinationen, aber auch grundsätzliche Unsicherheit innerhalb der deutschen Bevölkerung. Hierzu zählen die Sorge vor dem Wohlstandsverlust bzw. wirtschaftliche Unsicherheit. Dennoch schreckte dies viele Bundesbürger letztes Jahr nicht von einer Urlaubsreise ab. Erkennbar war allerdings eine Umorientierung bei der Zielauswahl.

30- bis 54-Jährige verreisten am meisten

Ganze 65 Prozent der Bundesbürger in der Altersgruppe zwischen 30 und 54 Jahren befanden sich für mindestens fünf Tage auf einer Urlaubsreise. Insgesamt unternahm jeder vierte Reisende sogar zwei Urlaubsreisen und jeder zehnte war dreimal oder öfter on the road. Die Stiftung spricht hier von einem deutlichen Unterschied bei Einkommen und Alter. Besserverdienende mit einem Haushaltsnettoeinkommen über 3.500 Euro seien im Schnitt sogar 45 Prozent mehrfach verreist. In der Gruppe der Alleinstehenden hingegen nur 26 Prozent und Familien mit Kinder lagen ebenfalls nur bei 27 Prozent.

Auch ein weiterer Trend hält an. Inlandsreisen legten um 2 Prozent auf 34 Prozent zu. Besonders attraktiv sind dabei Bayern und Mecklenburg-Vorpommern.

 
 

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