Tourismus-Trends 2014: Kreuzfahrten, Luxusurlaub, Reisebüros

2014 neigt sich dem Ende entgegen, Zeit für die Tourismus-Branche Bilanz zu ziehen über die wichtigen Trends und Entwicklungen des vergangenen Kalenderjahres. Vorige Woche berichteten wir bereits über die ITB World Travel Trends Report des Jahres, jetzt legt der Deutsche Reiseverband (DRV) auf der Jahrestagung mit seiner eigenen Auswertung des Tourismus-Jahres nach – mit einigen interessanten Erkenntnissen.

Eine für viele sicher überraschende Tendenz: Das von Vielen bereits totgesagte klassische Reisebüro erlebt offenbar ein Comeback. Nach einem jahrelangen Abwärtstrend und Abbau von Standorten konnten die Reisebüros ihren Umsatz 2014 um ein bis zwei Prozent steigern, genauso viel wie ihre Online-Äquivalente. Die großen Unternehmen wie TUI und Thomas Cook zeigen daher auch wieder stärkeres Interesse an eigenen Reisebüros – so konnte ihre Gesamtzahl dieses Jahr erstmals seit 2003 wieder steigen, auf 9829 in ganz Deutschland. Während Flüge und Hotels zwar heutzutage vorzugsweise online gebucht werden, legen die Kunden vor allem beim Buchen von Pauschalurlauben auf das Beratungsgespräch mit dem Experten. Zu groß ist offenbar die Angst vor der Enttäuschung vor Ort, wenn sich das im Netz angepriesene Angebot als Flop herausstellt.

Gewinner: Frühbucher, Griechenland und die Karibik

Der Erfolg der Reisebüros steht auch in Zusammenhang mit einem anderen Trend: Das Marktsegment der teuren Reisen, also Pauschalreisen, die mehr als 3000 Euro kosten, nimmt zu. Gerade wenn es um solche Luxusurlaube geht, ist es den Kunden also wichtig, sich im Voraus umfassend im Reisebüro zu informieren. Reisen der gehobenen Preisklasse haben 2014 um zehn Prozent zugenommen, was auch mit dem anhaltenden Kreuzfahrten-Boom zu tun hat, denn auch diese Reisen sind bekanntermaßen teurer als gewöhnliche Pauschalurlaube. Auf einem luxuriösen Schiff unterwegs zu sein und Sehenswürdigkeiten zu besichtigen übt auf die deutschen Touristen eine ungebrochen hohe Faszination aus.

Die deutschen Urlauber neigten 2014 auch wieder zum früheren Buchen der Reisen – der Frühbucheranteil erhöhte sich um ganze 14 Prozent. Wer versuchte, ein Last-Minute-Schnäppchen zu ergattern, hatte teilweise Pech: aufgrund der hohen Auslastung waren kurzfristige Buchungen oft sogar teurer.

Was die Reiseziele betrifft, sieht der DRV innerhalb Europas Griechenland als Gewinner: Dort wird mittlerweile wieder so viel Urlaub gemacht wie vor Ausbruch der schweren Wirtschaftskrise. Bei den Fernreisen liegt die Karibik im Trend – vor allem Mexiko, die Dominikanische Republik und Kuba konnten davon profitieren.

 
 

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