Nach Anschlägen in der Türkei: Tourismus bleibt stabil

Derflag-213230_1280 Schock in der Türkei sitzt immer noch tief nach dem verheerenden Terroranschlag in Suruc an der Grenze zu Syrien, wo vergangene Woche 32 hauptsächlich junge Menschen starben, die beim Wiederaufbau der syrischen Stadt Kobane helfen wollten, die bei Gefechten mit der Terrorgruppe IS sehr viel Schaden erlitten hatte. Doch Folgen auf den Tourismus in dem beliebten Urlaubsland scheinen die furchtbaren Geschehnisse bisher nicht zu haben.

Keine Sicherheitsbedenken an der türkischen Riviera

Die deutschen Reiseveranstalter betonen, dass die Türkei als Urlaubsort nach wie vor häufig gebucht wird und sich ungebrochener Beliebtheit erfreut. Die meisten Deutschen fahren ohnehin an die Mittelmeerküste der türkischen Riviera – für diese Badeorte gibt es keine erhöhten Sicherheitsbedenken, daher braucht man sich als Urlauber dahingehend wenig Gedanken zu machen. Das Auswärtige Amt warnt weiterhin nur vor einer Reise in das syrische Grenzgebiet, das jedoch touristisch ohnehin unbedeutend ist.

Zweistelliges Plus bei deutschen Gästen

Die türkische Tourismusbranche hat dieses Jahr bisher mit Rückgängen zu kämpfen. In der ersten Jahreshälfte kamen fast zehn Prozent weniger Menschen als im Vorjahreszeitraum nach Antalya, dem touristischen Zentrum des Landes. Diese Situation ist jedoch nicht dem IS-Terror geschuldet, sondern den stark rückläufigen Gästezahlen aus Russland – rund 27 Prozent weniger Besucher als 2014 waren aus Russland zu verbuchen. Bei den Touristen aus Deutschland sieht die Situation anders aus: Hier waren es im ersten Halbjahr sogar elf Prozent mehr Gäste als im Vorjahr. Die deutschen Urlauber sind also für den Tourismus der Türkei so wichtig wie kaum jemals zuvor.

 
 

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