Makeover für Touristenattraktion: Die Loreley wird verschönert

„Ich weiß nicht was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin…“ Heinrich Heines bekanntestes Gedicht hat wohl auch seinen Teil beigetragen, dass der Schieferfelsen Loreley zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Rheinlandes zählt. Jahr für Jahr zieht der markante Felsen, der Teil des UNESCO-Weltkulturerbes des Oberen Mittelrheintals ist, unzählige Touristen an, die diesen Ursprungsort zahlreicher Mythen mit eigenen Augen sehen wollen. Doch viele von ihnen sind hinterher ernüchtert: Das Plateau der Loreley bietet zwar einen schönen Blick auf den darunter vorbeifließenden Rhein, die Gestaltung der Anhöhe selbst aber lässt zu wünschen übrig. Im Mittelpunkt steht noch ein altes, nicht sehr ansehnliches Hotel aus den 1970er Jahren, den eigentlichen Felsen müssen die Besucher oft suchen.

Siegerentwürfe sollen kombiniert werden

Das alles soll sich nun ändern: Das Loreley-Plateau soll komplett neu gestaltet werden, um künftig noch mehr Touristen anzulocken. Diese hat die Region sehr nötig, denn es gibt hier einige wirtschaftliche und soziale Probleme, vor allem den konstanten Bevölkerungsschwund. Im letzten Sommer wurde darum ein Wettbewerb für die Neugestaltung ausgeschrieben. Vier Siegerentwürfe wurden nun vorgestellt, ihre Ideen sollen jetzt kombiniert werden für das Endergebnis. Ein paar Schwierigkeiten gibt es jedoch: Zum einen muss bei UNESCO-Welterbe-Stätten stark darauf geachtet werden, die Landschaft nur behutsam zu verändern. Zum anderen ist noch unklar, wer das ganze finanzieren soll und wer Eigentümer wird. Finanzministerin Doris Ahnen ist jedoch optimistisch: Die Loreley sei schließlich für Touristen der „Anziehungspunkt schlechthin“.

 
 

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