Kreuzfahrten liegen voll im Trend

Die Zahl der Kreuzfahrten auf den Ozeanen, Meeren und Flüssen dieser Welt steigt und steigt und ein Ende des Booms ist nicht absehbar. Alleine in Deutschland gingen letztes Jahr 1,7 Millionen Passagiere an Bord der verschiedenen Kreuzfahrtschiffe und bescherten der Branche hierzulande einen Umsatz von mehr als 2,5 Milliarden Euro, ein neuer Rekordwert. Dieser nicht enden wollende Trend hat einen Grund, denn immer mehr Menschen wollen ihren Urlaub auf einem Luxusdampfer verbringen und dabei Teile der großen weiten Welt erkunden. Kreuzfahrten waren früher fast nur eine Art Hobby von Reichen und Rentnern, doch das ist längst vorbei. Heute sind Fahrten auf den Ozeanriesen in allen Schichten der Gesellschaft beliebt wie nie zuvor und entwickeln sich immer mehr zu einer Alternative für einen Strand- und Partyurlaub. Die neuesten Zahlen, welche der Kreuzfahrtverband CLIA jüngst vorlegte, sind absolut sehenswert. Danach verzeichnete der deutsche Kreuzfahrtenmarkt im abgelaufenen Jahr 2013 ein Plus von satten 3,6 Prozent auf drei Milliarden Euro. Die knapp 1,7 Millionen deutschen Hochseeurlauber verschafften der Branche einen Umsatz von etwa 2,5 Milliarden Euro. Dazu kamen circa 410.000 Urlauber, die eine Flusskreuzfahrt auf Donau, Elbe oder Rhein unternahmen und für einen Umsatz von 417 Millionen Euro sorgten. Alles in allem erzielten die Reiseveranstalter 12 Prozent ihres Gesamtumsatzes mit Kreuzfahrten. Die Zahl der Arbeitsplätze im Kreuzfahrtgeschäft in Deutschland ist in den vergangenen Jahren auf fast 50.000 Menschen angestiegen, eine gewaltige Zahl.

Weitere Ozeanriesen werden gebaut

Die deutschen Schiffbauer können frohlocken, denn der anhaltende Boom bedeutet auch in den kommenden Jahren prall gefüllte Auftragsbücher. Vor allem die weltberühmte Meyer-Werft im emsländischen Papenburg wird bis zum Jahr 2017 gleich acht weitere Kreuzfahrtdampfer bauen und in Betrieb stellen. Deutschland ist nach Italien, dem „Mutterland der Kreuzfahrtschiffe“, mittlerweile die Nummer zwei der europäischen Herstellerländer. Europa liegt mit 24 Auslieferungen in den kommenden drei Jahren im Kontinentalvergleich global an der Spitze. Der Boom im Kreuzfahrtsektor ist auch kein rein deutsches Phänomen. Auch in unseren Nachbarländern wollen immer mehr Menschen ein Hochseeabenteuer im Luxus erleben. 6,4 Millionen europäische Passagiere, die 2013 für 39 Milliarden Euro Wirtschaftsleistung sorgten und 340.000 Arbeitsplätze sicherten, sind eine klare Sprache. Momentan sind 43 Kreuzfahrtgesellschaften in Europa zugelassen, die 125 Schiffe unter ihrer Regie führen. Dazu kommen 24 außereuropäische Gesellschaften mit 73 Schiffen. Die große Attraktion einer Kreuzfahrt besteht laut Kunden darin, dass sie auf den Luxuslinern ganz unterschiedliche Interessen in kurzer Abfolge wahrnehmen können. Entspannung und Shoppen, Sport, Kultur und Party. Außerdem die Landgänge in exotischen Ländern, wo man eine beeindruckende Landschaft und neue Kulturen kennenlernen kann. Den jüngeren Passagieren ist vor allem auch ein umfassendes Unterhaltungsangebot mit Kinos, Diskos, Restaurants und Bars an Bord wichtig.
In Sachen Reiseländer liegt Skandinavien klar in Führung. 23 Prozent aller Hochseefahrten gehen von Deutschland aus nach Dänemark, Norwegen, Schweden, Island und Finnland. Ziele in Spanien und Italien folgen mit Marktanteilen zwischen 8-10 Prozent. 25% aller Fahrten führen nach Nordafrika und Asien, acht Prozent zieht es in die Karibik.

Kreuzfahrten nicht nur für die Oberschicht

Wie oben schon erwähnt, galten Kreuzfahrten noch unlängst als Luxus für „Gutbetuchte“. Das ist Geschichte denn das einst luxuriöse Kreuzfahrt-Metier ist längst in allen Gesellschaftsschichten heimisch geworden, wie auch die durchschnittlichen Preise einer Fahrt zeigen. Für Hochseefahrten wurden nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) bei einer Urlaubsdauer von durchschnittlich 9 Tagen etwa 1500 Euro gezahlt. 2012 hatte der Reisepreis im Durchschnitt noch bei gut 1700 Euro gelegen. Auch für Flusskreuzfahrten, welche im Schnitt 7 Tage dauern, gingen die Ausgaben von 1045 auf 1025 Euro zurück. Die Entwicklung zeigt nach Ansichten von Kennern der Szene, dass das Erschließen immer neuer Kundenkreise nur mit fallenden Preisen zu realisieren ist. Doch dieser Preisverfall hat auch seine wirtschaftlichen Tücken. Denn Kreuzfahrten sind personalintensiv und können die Gehälter und damit auch die Kundenpreise in die Höhe treiben. Sollten die Energiepreise eines Tages wieder explodieren, sind weitere Rabatte unrealistisch.

Doch in den kommenden Jahren rechnet die Branche nicht nur in Deutschland, sondern Europa-und sogar weltweit mit weiteren satten Zuwachsraten, so das die erfreuliche Entwicklung noch längst nicht das Ende der Fahnenstange erreicht hat.

 
 

Diese News hat keine Kommentare. Diskutieren Sie mit.

 
 
 
 
 

Hinterlassen Sie eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.