Fernbusreisen: Flixbus übernimmt Postbus

Der Fernbus-Konzern Flixbus ist weiterhin auf Expansionskurs. Nachdem der Konzern im Juli das britische Unternehmen Megabus geschluckt hatte, wird Flixbus nun auch das Geschäft von Postbus übernehmen. Ab November werden die ersten Linien in die Flixbus -Plattform überführt.Bus SüdafrikaFlixbus erreicht nach Expertenmeinung mit dem Zukauf bis zu 80 Prozent Marktanteil. Damit konsolidiert das Unternehmen seine starke Stellung im europäischen Markt. Im Jahr 2015 konnte Flixbus rund 20 Millionen Passagiere verzeichnen. Für das Jahr 2016 rechnet man außerdem mit einem Zuwachs von 50 Prozent auf 30 Millionen Passagiere. Das Unternehmen bietet 100.000 tägliche Verbindungen zu 900 Zielen in 20 Ländern an. Diese Position möchte man aber noch weiter ausbauen.

Mit der Verschmelzung der beiden Unternehmen will Flixbus nicht nur sein Streckennetz erweitern, sondern auch neue Kundenkreise erschließen: „Postbus und FlixBus sind beide Qualitätsanbieter, haben aber bisher unterschiedliche Kundensegmente angesprochen. Wir möchten jetzt ein Produkt für alle Alters- und Zielgruppen bieten“, erklärt André Schwämmlein, Gründer und Geschäftsführer von Flixbus.

Flixbus und Postbus gehen „eine dauerhafte Marketing- und Vertriebskooperation“ ein. Spätestens Ende dieses Jahres sollen Flixbus-Angebote auch in 5000 Partnerfilialen der Deutschen Post erhältlich sein. Außerdem ist ein Express-Kurierservice als Pilotprojekt der Deutschen Post zwischen Hamburg und Berlin angelaufen. Hier werden DHL-Pakete mittels Fernbus versendet.

Vor allem in Deutschland möchte das einstige Startup seine Position stärken. André Schwämmlein dazu: „Unsere Prioritäten sind das beste Angebot für den Kunden und ein nachhaltig profitables Geschäft für unsere Partner. Mit dem Erwerb des Postbus-Angebots stärken wir nun bewusst unser Kerngeschäft in Deutschland.“ Bis Ende des Jahres wird Flixbus dann auch das regionale Angebot in Deutschland verstärken. Profitieren sollen vor allem Kleinstädte, die bisher noch nicht über einen Fernbus-Anschluss verfügen. „Das Ziel sollte sein, dass Menschen vom Individualverkehr auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Hierzu braucht es ein attraktives Fernbus-Angebot auch in Regionen, keine Parallelverkehre auf Metropolverbindungen. Der Kunde profitiert hier langfristig von einer gesunden Konsolidierung des Markts und einem starken Anbieter, der sein Netz nachhaltig betreiben kann“, erklärt Schwämmlein.

 

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