Farbenrausch pur – Zur Schachblumenzeit in den Spessart 

Wer eine Reise in den Spessart plant, sollte unbedingt die Schachblumenzeit in Betracht ziehen. Dann verwandeln sich die Wiesen der Region in ein violettes Blütenmeer. Im Spessart findet man das größte zusammenhängende Schachblumengebiet in Deutschland. Die zarte Blume mit einem in Schachbrettmuster gezeichneten Kelch blüht von April bis Anfang Mai und lässt weite Wiesenflächen im Sinntal in violetter Farbe erstrahlen – von den angrenzenden Naturschutzgebieten „Sinnwiesen“ im hessischen Altengronau bis in den „Sinngrund“ bei Obersinn.

Der Blume sind zwei Feste gewidmet: Vom 22. bis zum 23. April 2017 lockt das Schachblumenfest. Am 22. April trifft man sich dann in Obersinn und am 23. April 2017 wird in Altengronau gefeiert. An den zwei Tagen im April erleben Besucher hier ein buntes Festprogramm mit Informationen zur Schachblume. Außerdem wird Live-Musik geboten und das kulinarische Angebot kommt auch nicht zu kurz.  Ein besonderes Highlight vor allem für Naturfreunde sind die zahlreichen Führungen zu den Landschaften und Gewässern des Spessarts. Während der Exkursionen kann man von den fachkundigen Guides Interessantes zur Fauna des Naturparks sowie zu den seltenen Tierarten der Region, wie dem Biber oder dem Eisvogel erfahren. Während der ganztägig angebotenen, etwa 30-minütigen Ausflüge beobachten Naturfans die üppige Blüte der wilden Schachblume aus nächster Nähe und können ihre feine Schachbrettmusterung von den ausgewiesenen Wegen aus betrachten. In Altengronau hingegen kommen zudem die Radler auf ihre Kosten, hier werden spezielle Touren rund um die Schachblume angeboten.

Die Schachblume ist stark gefährdet

Die 1993 zur „Blume des Jahres“ gewählte Schachblume kommt ursprünglich aus Südosteuropa. In Mitteleuropa kommt sie nur in wenigen, weit voneinander entfernt liegenden Gebieten vor. Der Spessart ist mit nahezu 500 Hektar das größte von drei noch vorhandenen Schachblumenvorkommen in der Bundesrepublik. Die Schachblume ist daher in der Roten Liste als „stark gefährdet“ eingestuft und somit besonders schützenswert.

 

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