Deutsche Bahn hat zuwenig Züge für anhaltenden Erfolgskurs

Im vergangenen Jahr stieg die Anzahl der Bahnreisen um fünf Prozent, dies nahm Bahnchef Rüdiger Grube Ende März noch zum Anlass, eine positive Bilanz über die Unternehmensentwicklung der Deutschen Bahn im Winter 2012/2013 zu ziehen. Doch bei gleichbleibendem Passagierzuwachs könnte die Bahn bald dennoch ausgebremst werden. Denn es herrscht ein Mangel an ICE- und IC-Zügen, die Bahn hat derzeit beinahe alle Züge im Dauereinsatz. Von den 255 ICE-Zügen der DB werden derzeit 210 für den Alltagsbetrieb gebraucht, zu jeder Zeit sind zwölf Züge in der Werkstatt, da die Radachsen der Züge nach einem Achsenbruch im Jahr 2008 wesentlich häufiger auf feine Risse kontrolliert werden müssen.

Eisenbahnbundesamt zieht Genehmigungsverfahren in die Länge

Dieser Umstand wird sich erst nach einem kompletten Austausch aller ICE-3-Achsen änden, aufgrund eines stark verzögerten Genehmigungsverfahrens kann allerdings erst frühestens im Herbst mit dem Austausch der Achsen begonnen werden. Bis alle 1200 Radsätze ausgetauscht wären, würden gut zwei Jahre vergehen. Auch bei der Neuzulassung von 16 sehnsüchtig von der Deutschen Bahn erwarteten, neuen ICE-3-Zügen zeigt sich das Eisenbahnbundesamt von seiner langsamen Seite. Mit dem Einsatz dieser 16 neuen Züge ist nicht vor Ende 2013 zu rechnen. Sollten sich bei gleichbleibendem Passagierwachstum bis Ende 2014 keine neuen Zugkapazitäten in den Fahrbetrieb einbauen lassen, rechnet die Bahn damit, dass Stammkunden auf andere Verkehrsmittel ausweichen werden.

 
 

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