Ayers Rock – ab 2019 ist der Gipfel tabu

Wer unbedingt auf den Uluru klettern möchte, außerhalb Australiens besser als Ayers Rock bekannt, der muss sich beeilen – vom Jahr 2019 an ist das nämlich verboten. Wer allerdings respektieren möchte, dass es sich um einen heiligen Berg der australischen Ureinwohner handelt, der lässt es auch vorher schon bleiben. Die Aborigines nämlich bitten seit vielen Jahren darum, auf eine Besteigung zu verzichten.

Der Uluru ist eines der Wahrzeichen Australiens – ein rund 350 Meter über die umgebende Ebene ragender Felsen. Der zieht jährlich mehr als 250000 Touristen an. Etwa 30000 von ihnen klettern tatsächlich auf den Berg, obwohl unmissverständlich auf Hinweistafeln darum gebeten wird, auf die religiösen Gefühle der Ureinwohner Rücksicht zu nehmen. Das Volk der Anangu lebt seit mehr als 10000 Jahren in der Region.Ayers Rock

Immer wieder wird berichtet, dass Besucher nicht nur die Bitte der Anangus ignorieren, sondern sich noch deutlich daneben benehmen. 2010 beispielsweise soll eine Besucherin aus Frankreich auf dem Berg gestrippt und sich im Bikini fotografieren lassen haben. Nicht zuletzt aus solchen Vorfällen zog die Verwaltung des Nationalparks nun die Konsequenz und untersagte die Kraxelei. Wer das Verbot nach dem 25. Oktober 2019 missachtet, riskiert eine Strafe von bis zu zwei Jahren Gefängnis oder 60000 australische Dollar, das sind fast 40000 Euro.

Der Besuch des zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Uluru lohnt sich aber auch ohne den Abstecher zum Gipfel. Es gibt verschiedene Wanderwege rund um den Felsen, auf denen man mit oder ohne Führung viel Wissenswertes über die Region, ihre Bewohner und die Natur erfahren kann. Das ist auch ungefährlicher als der Weg hinauf auf den Berg, auf dem schon mehrere Dutzend Wanderer ums Leben gekommen sind.

 

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