Antike Stätten in Griechenland

Geheimnisvolle Mythen und Legenden ranken sich um die historischen Relikte Griechenlands. Das südeuropäische Land blickt auf eine ereignisreiche Geschichte zurück und gilt als Wiege der Philosophie. Zahlreiche Tempel sind Zeuge der einstigen Kultur, die Architektur wurde maßgeblich von dem Glauben an das 12-Götter-System beeinflusst.

Noch heute sind viele Überreste der einstigen Heiligtümer, Tempel und Paläste erhalten, die im antiken Griechenland errichtet wurde. Die Ruinen vermitteln eine Vorstellung von dem Leben der Menschen in der Antike. Mosaike und Reliefs zeigen Szenen aus dem Leben, aber auch aus der Mythologie.

Archäologische Ausgrabungsstätten verteilen sich über ganz Griechenland. Die meisten der Ruinen sind für die Öffentlichkeit zugänglich und gelten als touristische Sehenswürdigkeit. Vor allem in der Nähe antiker Städte und heiliger Orte befinden sich zahlreiche Relikte aus längst verflossenen Tagen, die zu einer Reise in die Vergangenheit einladen.

Athen – Stadt der Göttin Athene

Als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum des antiken Griechenlands gilt die Hauptstadt Athen. Der Legende nach wetteiferten die Göttin der Weisheit Athene und der Meeresgott Poseidon um die Gunst der Bewohner der damals noch namenslosen Stadt. Die Geschichte wurde von mehreren griechischen Dichtern und Geschichtsschreibern überliefert, unter anderem auch von Herodot. Dieser berichtet, dass Poseidon mit seinem Dreizack auf den Boden schlug und so eine Quelle schuf, aus der allerdings Salzwasser sprudelte. Athene schenkte den Bewohnern einen Olivenbaum, der sie mit Nahrung, Öl und Holz versorgte. Die Göttin der Weisheit wurde zur Siegerin des Wettbewerbs gekürt und die Stadt nach ihr benannt.

Auch heute noch ist Athen das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum Griechenlands. Aus der Antike sind zahlreiche Bauwerke als Ruinen erhalten. Die zweifellos bekannteste Sehenswürdigkeit ist die Akropolis, die sich auf einem Hügel über Athen erhebt. Doch auch das Dionysostheater, das Odeon des Herodes Atticus und das Panathinaiko-Stadion gehören zu den interessanten Sehenswürdigkeiten in Athen. Die Stadt beherbergt zudem eine ganze Reihe archäologischer Museen, in denen die Funde der Ausgrabungsstätten präsentiert werden.

Delphi – Orakel am Mittelpunkt der Welt

Am Fuß des Berges Parnass, der Sage nach die Heimat der Musen und der Künste, liegt eines der bedeutendsten Heiligtümer der Antike: das Orakel von Delphi. Das Heiligtum galt als Mittelpunkt der Welt. Die Mythologie berichtet, dass Zeus zwei Adler zur gleichen Zeit von je einem Ende der Welt losfliegen ließ und diese sich dann in Delphi trafen. Weiterhin wird erzählt, dass die Erdmutter Gaia den Drachen Python gebar, der hellseherische Fähigkeiten besaß. Als dieser in seiner Zukunft sah, dass Apollon, der ungeborene Sohn der Leto, ihn einmal töten würde, zog er los, um bereits die Mutter zu töten. Allerdings konnte er Leto nicht finden und so bewahrheitete sich seine Vision. Apollon stellte Python bei Delphi und tötete ihn. Das Blut Pythons, das dabei vergossen wurde, übertrug dessen hellseherische Fähigkeiten auf den Boden.

Das Herz des Heiligtums Delphi war das Orakel. Dieses wurde von den Herrschern der Antike vor allen wichtigen Unternehmungen, beispielsweise vor dem Beginn eines Krieges oder bei Gründung einer neuen Kolonie, aufgesucht. Die Menschen glaubten, der Gott Apollon spräche durch die Pythia, eine Priesterin, die auf einem Dreizack über einer Erdspalte gesessen haben soll und im Trancezustand mystische Weissagungen prophezeite. Außer des berühmten Orakels bietet Delphi noch viele weitere Sehenswürdigkeiten aus der Antike. Dazu gehören das Schatzhaus der Athener, das Theater und die Tholos im Heiligtum der Athena Pronaia.

 
 

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