ADAC vergleicht Urlaubsnebenkosten in 20 europäischen Großstädten

Wer schon einmal eine Städtereise unternommen hat, wird unter Umständen schon die Erfahrung gemacht haben, dass der Aufenthalt in den europäischen Metropolen mitunter sehr teuer sein kann. Im Gegensatz zu Pauschalreisen werden zusätzlich zum Hotel hierbei noch Kosten für die Sightseeing-Tour oder das Abendessen im Restaurant fällig. Eine vom ADAC in Auftrag gegebene und frisch veröffentlichte Studie vergleicht die Urlaubsnebenkosten für 20 europäische Städte und zeigt, in welchen Städten die Urlaubskasse am meisten belastet wird. Dabei wurde fünf Städten das Prädikat „sehr günstig“ verliehen, acht Städte wurden hingegen als „sehr teuer“ eingestuft. Als teuerste Stadt wurde die norwegische Hauptstadt Oslo ermittelt, am günstigsten schnitt die serbische Hauptstadt Belgrad ab. Die beiden deutschen Städte München und Berlin landeten bei der Studie im Mittelfeld.

Einheitlicher Warenkorb dient als Referenz

Das der Studie zugrunde liegende Datenmaterial wurde von erfahrenen und ortskundigen Testern direkt vor Ort erhoben. Die Grundlage des Vergleiches bildete ein Warenkorb mit 20 vorher genau definierten Produkten und Dienstleistungen, der eine gute Vergleichsbasis schaffen sollte. Der Warenkorb wurde in die vier Kategorien Touristische Angebote, Gastronomie, Snacks und „Gesundheit und Körperpflege“ unterteilt. Dabei wurden die Preise für die drei letztgenannten Kategorien in je zwei unterschiedlichen Verkaufsstellen in jeweils vier bei Touristen beliebten Regionen gesammelt: Um den Hauptbahnhof, um eine der Hauptsehenswürdigkeiten, auf einer Einkaufsmeile und in einem typischen Mittelklasse-Stadtviertel. Beim Zusammenstellen des Warenkorbes orientierten sich die Macher der Studie an den Bedürfnissen eines Touristen mit durchschnittlichem Einkommen. Als teuerster Punkt erwiesen sich dabei in nahezu allen Städten die Kosten für touristische Angebote. Auch die Kosten für Gesundheit und Körperpflege drücken aufs Budget. Hier lässt sich andererseits mit ein wenig Planung im Voraus jedoch gleichzeitig am meisten sparen.

Die Ergebnisse im Detail: Oslo am teuersten, Belgrad am günstigsten

Unterm Strich war der durchschnittliche Warenkorb in Oslo mit rund 152 Euro am teuersten, dicht gefolgt von Paris und London mit rund 142 Euro. Im Gegensatz dazu mussten die Tester in Belgrad nur rund 41 Euro bezahlen. Als sehr günstig schnitten zudem die Städte Zagreb (rund 55 Euro), Ljubljana (rund 63 Euro), Prag (rund 69 Euro) und Budapest (rund 72 Euro) ab. Dem Durchschnittswert von 106 Euro kam Berlin mit 104 Euro am nächsten. Auffällig wird beim Blick auf die Landkarte, dass die Städte in (Süd-) Osteuropa am günstigsten abschnitten, während die teuersten Städte vor allem in Nordeuropa und (Süd-) Westeuropa lagen. Dazwischen liegen die Preise in den deutschsprachigen Ländern und Portugal.
Ein detaillierter Blick auf die einzelnen Produkte zeigt, dass ein ÖPNV-Tagesticket in Belgrad mit 2,52 Euro am günstigsten ist, während man in Oslo dafür 11,08 Euro auf den Tisch legen muss. Eine Portion Pommes ist in Zagreb mit 1,18 Euro am günstigsten und in Luzern mit 4,45 Euro am teuersten. Beim Bier ist ein weiteres Mal Oslo Spitzenreiter, hier zahlt man durchschnittlich 6,23 Euro für ein Bier, während man in Prag nur einen Euro bezahlt. Der Besuch im Zoo ist mit umgerechnet 3,46 Euro in Belgrad am günstigsten. In London muss man hingegen mit 29,16 Euro rund achtmal so viel in einen Zoobesuch investieren.

 
 

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